Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

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Vor genau 75 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die vorrückende Rote Armee befreit. Bereits in den Tagen zuvor wurden die meisten Insassen auf sogenannte „Todesmärsche“ geschickt. Zahlreiche KZ-Häftlinge überlebten die tage- und wochenlang dauernden Märsche bzw. Transporte nicht. Sie erfroren, verhungerten oder brachen geschwächt zusammen und wurden dann von den SS-Wachmannschaften erschossen.

Auschwitz, Buchenwald, Dachau oder Sachsenhausen sind Orte furchtbarer Verbrechen, die nach 1945 zu Orten des Erinnerns wurden. Allein in Auschwitz brachten die Nationalsozialisten mehr als eine Million Menschen um. Im Konzentrationslager Sachsenhausen kamen nach Angaben der Gedenkstätte zehntausende Häftlinge durch Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit, medizinische Versuche und Misshandlungen um oder wurden Opfer systematischer Vernichtungsaktionen.

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz stand in der Gedenkstätte Sachsenhausen der Todesmarsch der Häftlinge im April 1945 im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Panketal lasen aus den Berichten der Überlebenden. Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke sprach das zentrale Gedenken.

Wenn man in unmittelbarer Nähe zur Gedenkstätte Sachsenhausen wohnt, ist eine besondere Verantwortung, die Erinnerungskultur mit Leben zu erfüllen, um nachfolgenden Generationen deutlich zu machen, welche Verbrechen in einer zivielen Gesellschaft möglich waren. Und deshalb: NIE WIEDER! #weremember