Stromausfall – Ist Brandenburg gut vorbereitet?

Die Ereignisse in Berlin, bei denen es zu erheblichen Störungen der Stromversorgung aufgrund eines Anschlages gekommen ist, führen uns sehr deutlich vor Augen, wie schnell sich unser Alltag verändern kann. Ein Stromausfall bedeutet oftmals: Keine Heizung, kein Telefon, kein Internet – vieles von dem, was für uns selbstverständlich ist, macht das alltägliche Leben kompliziert. Es kann sogar dazu führen, das Leib und Leben in Gefahr ist. Für Betroffene bedeutet dies darüber hinaus aber auch Verunsicherung. Es verursacht ganz praktische Mega-Probleme im Alltag.

Gerade in solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig eine gute und verlässliche Katastrophenvorsorge sein kann.

Als Mitglied des Innenausschusses des Landtages Brandenburg beschäftige ich mich unter anderem auch mit dem Bevölkerungsschutz. Ein zentrales Element dabei  ist der Brand-und Katastrophenschutz und somit auch die Katastrophenschutz-Leuchttürme, welche aus dem Brandenburg Paket heraus entstanden sind. Seit dem Überfall auf die Ukraine ist mehr als deutlich geworden, das Angriffe auf die Infrastruktur kein abstraktes Problem darstellen, sondern sehr konkret sein können. Wie hat sich also Brandenburg darauf eingestellt und welche Funktion übernehmen dabei Katastrophenschutzleuchttürme?

Katastrophenschutz-Leuchttürme sind feste Anlaufstellen für die Bevölkerung, wenn reguläre öffentliche Strukturen nicht mehr funktionieren. Sie sind dafür ausgelegt, Menschen mit ihren Problemen aufzufangen, zu informieren und ganz konkret zu unterstützen. Bürgerinnen und Bürger erhalten dort verlässliche Informationen zur aktuellen Lage, können Notrufe absetzen, wenn Telefonnetze ausgefallen sind, und bekommen Erste Hilfe. Zudem wird der Zugang zu Trinkwasser und einfachen Versorgungsleistungen ermöglicht. Bei Kälte bieten die Leuchttürme die Möglichkeit, sich aufzuwärmen, mobile Telefone zu laden und Kontakt zur Außenwelt zu halten. Auch die Organisation von Unterstützung für ältere, kranke oder behinderte Menschen gehört zu ihren wichtigen Aufgaben. Katastrophenschutz-Leuchttürme sind damit nicht nur technische Einrichtungen, sondern vor allem sichere Orte für Menschen in Notsituationen. In Brandenburg sind seit 2022 über 300 dieser Leuchttürme in kurzer Zeit entstanden. Diese sind mit Netzergänzungsanlagen ausgestattet. Haben also unter anderem eine autarke Stromversorgung.

Was wir aus der Situation in Berlin lernen können

Der Stromausfall in Berlin zeigt sehr konkret, dass selbst in einer Metropolregion kritische Infrastruktur verwundbar ist. Genau deshalb dürfen wir uns nicht erst im Ernstfall Gedanken machen, sondern müssen Strukturen vorher aufbauen, stärken und regelmäßig überprüfen.

Katastrophenschutz-Leuchttürme geben den Menschen im Notfall Orientierung und Sicherheit. Sie sorgen dafür, dass Hilfe erreichbar bleibt, auch wenn vieles andere nicht mehr funktioniert. Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber auch, das die Betroffenen wissen, wo der für sie vorgesehene Anlaufpunkt ist und diese Information auch „offline“ verfügbar ist, denn Google oder Mobilfunk stehen bei Stromausfällen im Regelfall nicht mehr zur Verfügung. Hier sehe ich noch deutlichen Handlungsbedarf.

Mir ist wichtig, dass die Brandenburger Kommunen gut vorbereitet auf Krisen und Notlagen sind. Dazu gehört für mich ein flächendeckendes Netz von Katastrophenschutz-Leuchttürmen, eine moderne und verlässliche Ausstattung sowie gut ausgebildete Einsatzkräfte, auf die sich die Menschen im Ernstfall verlassen können. Ebenso entscheidend ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kommunen und mit Berlin, denn Katastrophen machen nicht an Landesgrenzen halt. Bevölkerungsschutz ist für mich kein abstraktes Thema, sondern betrifft ganz konkrete Situationen, in denen Menschen Hilfe, Orientierung und Unterstützung brauchen. Genau an diesem Ziel, möchte ich meine Arbeit im Innenausschuss des Landtags Brandenburg weiterhin ausrichten.

Nachfolgend aufgelistet finden Sie alle Standorte im Landkreis Oberhavel:

  • Birkenwerder – Hauptstraße 61 (Pestalozzi-Grundschule)
  • Fürstenberg Havel – Berliner Straße 76 (Drei Seen Grundschule)
  • Glienicke / Nordbahn – Hauptstraße 63/64 (Grundschule Glienicke)
  • Gransee – Koliner Straße 5A (Hort Hufeisenkids)
  • Hennigsdorf – Rathausstraße 43 (A.-S. Puschkin Gymnasium) und Berliner Straße 78 (Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum)
  • Hohen Neuendorf – Friedrich-Engels-Straße 21a (SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf e.V./Sporthalle Grundschule)
  • Kremmen – Straße der Einheit 2 (Hort Rhinstrolche)
  • Liebenwalde – Zehdenicker Straße 30 (Weinberghalle)
  • Löwenberger Land – Am Waldstadion 6 (Bürgerhaus)
  • Mühlenbecker Land – Summter Weg 6 / OT Schönfließ (Sportpark Bergfelde) und Franz-Schmidt-Straße 5-7 / OT Schildow (Europaschule am Fließ)
  • Oberkrämer – Dr-Rüdiger-Weber Straße 6 (Oberkrämerhalle)
  • Oranienburg – André-Pican-Straße 42 (neben SG Havel e.V.) / Jenaer Straße 5 (Comenius-Grundschule) / Hermann-Löns-Straße 5 (Jean-Clearmont-Schule) und Germendorfer Allee 16a (TAZ- Technik- und Ausbildungszentrum Oberhavel)
  • Velten – Katersteig 3 (Ofen-Stadt-Halle)
  • Zehdenick – Marianne-Grunthal-Straße 2 (Havelland-Grundschule)

Interaktive Karte der Katastrophenschutz Leuchttürme

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