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Unterschriftenliste übergeben – Ministerium in der Pflicht!

 

Der RE 5 soll öter halten – Die Übergabe der Unterschriftensammlung, damit der RE5 in Löwenberg jede Stunde hält, fand am Dienstag in Potsdam statt. Pandemie bedingt musste der Termin mehrfach verschoben werden. Der Bürgerinitiative war es aber wichtig, die Unterschriften persönlich im Ministerium zu übergeben, um damit auch auf die Wichtigkeit und Notwendigkeit ihrer Forderungen hinzuweisen. Pendler*innen, aber auch Schüler*innen, sind auf ein besseres Angebot angewiesen, da für sie der Individualverkehr keine Alternative ist.

Schon sehr lange kämpfen die Bürger aus dem Löwenberger Land gemeinsam mit Ihrem Bürgermeister Bernd-Christian Schneck für den stündlichen Halt des RE 5 am Bahnhof Löwenberg/Mark. Im vergangenen Jahr gründete sich auf Initiative von Ina Kreutzmann eine Bürgerinitiative (BI), um dem Vorhaben noch mehr Nachdruck zu verleihen.

Sie freut sich, dass es nach langem Warten endlich soweit ist und erhofft sich mehr Bewegung in das Verfahren für eine verdichtete Taktung des RE 5 zu bringen. Im November 2020 startete die BI eine Unterschriftensammlung und sammelte, trotz schwieriger Bedingungen fast 1.100 Unterschriften binnen 2 Monaten.

„Die Resonanz war überwältigend! Ohne den Lockdown hätten wir gut und gerne doppelt so viele Unterschriften erhalten.“, ist sich Ina Kreutzmann sicher. „Zahlreiche Unternehmen und Händler unterstützen unsere Forderungen!“

Bürgermeister Schneck kommentierte die Übergabe wie folgt: „Ich möchte ungern noch weitere 10 Jahre Nachrichten gestrandeter Bahnreisender zugeschickt bekommen, die sich bei mir beschweren, weil die Züge überfüllt sind oder nicht halten.“

Ich unterstütze das Anliegen der Initiative und organisierte die Übergabe der Unterschriften im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung an den zuständigen Staatssekretär Rainer Genilke (CDU), welcher auch Aufsichtsratsvorsitzender des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) ist. Die technische Umsetzung eines zusätzlichen einstündigen Halts am Bahnhof Löwenberg/Mark erscheint unproblematisch.

Das Ministerium verwies in seinen Antworten darauf, dass der RE 5 im Streckennetz dreier Bundesländer integriert sei, wodurch zusätzliche Halte die Leistungsgrenzen der Eisenbahninfrastruktur erreichen. Diese Antworten sind für mich unbefriedigend! Ich will nicht wissen was unmöglich ist, sondern wie wir es möglich machen können! Nur so kommt man den Forderungen aus der Region entgegen. Dennoch habe ich Verständnis für die Situation des Ministeriums.

Staatssekretär Genilke und Referatsleiter Rolf kamen bei der Übergabe ins Gespräch mit Frau Kreutzmann und erläuterten die Problematik sehr detailgenau. Bestellte Taktverbindungen an Knotenpunkten in drei Bundesländern müssen gehalten werden, der 2-gleisige Ausbau der Strecke im Bereich Neustrelitz-Rostock, wie auch Richtung Karower Kreuz und die Lärmschutzmaßnahmen im Bereich Nassenheide-Oranienburg abgeschlossen sein, um höhere Geschwindigkeiten bis 160 km/h zu ermöglichen und somit zusätzliche Zeitfenster für einen weiteren Halt auf der Strecke zu generieren. Die Ministerialbeamten waren sich einig, dass mittelfristig eine Perspektive für zusätzliche Halte im Löwenberger Land bestehen.

„Ich werde weiter am Ball bleiben und das Thema immer wieder neu auf die Tagesordnung rufen“ entgegenete Ina Kreuzmann. Für Sie ist es zwar keine schnelle Lösung, aber immerhin ein Lichtblick, denn mit Abschluss der Baumaßnahmen an den derzeitigen Trassen und der Fortschreibung der Planungen für den Schienengebundenen Nahverkehr zum Jahr 2025 eine Perspektive besteht.

Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort wissen sehr genau welche Dinge notwendig sind, um die Verkehrswende, vor allem im ländlichen Raum zu unterstützen und zu einem Erfolg werden zu lassen. Verbesserungen insbesondere für Pendler, sowie Schülerinnen und Schüler sind zwingend notwendig und mir wichtig. Deshalb werde ich ebenfalls weiter „am Ball“ bleiben und mich regelmäßig mit Frau Kreutzmann und der BI zu neuen Informationen austauschen.

Hintergrund:

Im Rahmen des Ausbaus der Trasse des RE 5 von Berlin nach Rostock bzw. Stralsund wurden die Gleis- und Bahnhofsanlagen entlang der Strecke modernisiert und erneuert. Die Strecke wurde auf eine Befahrbarkeit von 160km/h erneuert bzw. saniert. Mehrere Bahnhöfe und Haltepunkte wurden erneuert. Neben dem Bahnsteig Dannenwalde (bei Gransee) ist dies vor allem der Bahnhof Löwenberg. Er stellt den Knotenpunkt und eine Verbindungsachse in die weitere Region nach Templin (RB 12) und Rheinsberg (RB 54) dar. Am Bahnhof Löwenberg/Mark hat die Gemeinde Löwenberger Land in den vergangenen Jahren wesentliche Verbesserungen im Bereich Park+Ride und Bahnhofsumfeldgestaltung vorgenommen. Der Bahnhof an sich wurde in den vergangenen Jahren grundlegend modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Weitere Bahnhöfe in der Region (Fürstenberg/Havel) sind noch im Planungsstadium und sollen in den kommenden Jahren saniert und modernisiert werden.

Aktuelle Bedienung der Halte:

Die RB 12 bedient Löwenberg im 1h-Takt in Richtung Berlin Ostkreuz und Templin.

Der RE 5 bedient die Haltepunkte Löwenberg und Dannenwalde derzeit zweistündlich im Wechsel und verkehrt in Richtung Berlin und Neustrelitz (weiterführend nach Rostock/Stralsund).

Die RB 54 verkehrt zweistündlich von Löwenberg nach Rheinsberg auf Anschluss mit der RB 12 Richtung Berlin. Vormittags und abends gibt es je eine Direktfahrt der RB 54 über Berlin-Gesundbrunnen nach Berlin-Lichtenberg.

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Für ein besseren Takt im Löwenberger Land!

 

Die Taktverbesserung des RE 5 im Norden unseres Landkreises Oberhavel ist nach wie vor aktuell. Viele Pendler wünschen sich, dass der Regionalexpress von und nach Berlin jede Stunde in Löwenberg hält, um unnötige Verzögerungen und längere Fahrwege zu vermeiden. Im Herbst 2020 bin ich in Löwenberg auf die Initiative von Frau Kreutzmann aufmerksam gemacht worden. Sie startete im November eine Unterschriftensammlung für den Stundentakt des RE 5. Ich unterstütze natürlich dieses Anliegen. Bereits im Vorfeld hatte ich ja mit dem Infrastrukturministerium Kontakt aufgenommen, um diesem für die Bürger so wichtigem Thema Nachdruck zu verleihen.

1078 Bürgerinnen und Bürger haben durch Ihre Unterschrift auf den Listen nun Ihre Forderung dokumentiert. Eine großartige Leistung unter Pandemie Bedingungen. Die Initiatorin und Ihre Unterstützer waren überwältigt von dieser positiven Resonanz. Da aufgrund der Corona-Pandemie der Einzelhandel schließen musste, erschwerte dies die Unterschriftensammlung. Die Anzahl wäre unter „Normalbedingungen“ wohl deutlich höher gewesen, ist sich Frau Kreutzmann sicher. Unterstützung kam von Unternehmen der Region und auch aus der eigenen Familie. So waren beispielsweise ihr Sohn Jannis und seine Freunde Fritz Zeh und Mats Frömming unterwegs um Unterschriften vor einem Discounter in Löwenberg zu sammeln. Mit Erfolg!

Auch Bernd-Christian Schneck, Bürgermeister der Gemeinde, ist unermüdlich mit Unterstützung von Gemeindevertretern dabei, den Stundentakt des RE 5 und eine Verkürzung der Taktzeiten auf der RB 12-auf der Strecke nach Templin einzufordern. Die Attraktivität der Gemeinde als Wohnstandort steht dabei im Vordergrund.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn zur Hauptverkehrszeit (Berufsverkehr) ein Stundentakt des RE 5 eingerichtet würde, um den Pendlern und Schülern eine Verbesserung anbieten zu können. „Jedes Angebot schafft seine Nachfrage selbst“ – Diesen ökonomischen Grundsatz sollte man nach meiner Auffassung auch auf die Verbesserung des ÖPNV verstärkt anwenden. Es ist zudem auch in diesem Fall umweltfreundlicher, nicht mit dem PKW täglich nach Gransee vorzufahren, um dort stündlich ein oder aussteigen zu können. Der Bahnhof und das Umfeld in Löwenberg sind ausgebaut worden, um für Pendler attraktiv sein zu können. (Park an Ride und ein neuer Aufzug zur Barrierefreiheit des Bahnhofes).   

Im Vorfeld hatte ich wie bereits erwähnt, das Infrastruktur Ministerium angeschrieben, aber keine für mich zufriedenstellende Antwort erhalten:

„Im Falle der Züge des RE5 ist es so, dass diese in die SPNV-Netze dreier Bundesländer (BB, BE, MV) integriert sind, woraus sich gewisse Begrenzungen der Möglichkeiten ergeben. Diese Fahrpläne können zudem die Leistungsgrenzen der Eisenbahninfrastruktur nicht ignorieren. Dies schränkt die Möglichkeiten im Hinblick auf einen stündlichen Halt ein. Soweit möglich, werden derzeit bereits Halte beider nördlicher Linienäste der RE5 (Rostock sowie Stralsund) umgesetzt. „

 

Ina Kreutzmann
Ina Kreutzmann (li), Bernd-Christian Schneck (Mi), Andreas Noack (re)

Ich bleibe an der Umsetzung der Taktverdichtung dran und wenn es die Pandemielage ermöglicht, werde ich im März einen Termin mit dem Infrastrukturminister Guido Beermann und/oder dem Staatsekretär Rainer Genilke organisieren. Die Unterschriftensammlung sollte nicht per Post, sondern persönlich übergeben werden, um diesem Anliegen an sich und dem Engagement auch die entsprechende Würdigung zu teil werden zu lassen.

In den letzten Jahren gab es bereits viele Verbesserungen für Bahnkunden auf den genannten Streckenabschnitten. Mit dem Ausbau der Trasse Berlin-Rostock wurden Bahnsteiganlagen erneuert. In Gransee und der Bahnhof Löwenberg, als Knotenpunkt mehrerer RE- und RB-Linien. Auch der Bahnhof in Fürstenberg/Havel wird derzeit noch für einen barrierefreien Ausbau beplant.

Die Verbindung zwischen Löwenberg und Templin (RB 12) wurde ausgebaut, Streckenabschnitte saniert und auch die Bahnsteige größtenteils modernisiert. Geschwindigkeitserhöhende Aspekte führen zu einer schnelleren Erreichbarkeit bis nach Berlin Lichtenberg hinein. Weitere Änderungen im Berliner Streckennetz haben zudem zu einer besseren Umsteigesituation und Erreichbarkeit für Fahrgäste aus dem Norden von Oberhavel auf die Berliner Stadtbahn geführt.

Durch ein integriertes Bus- und Bahnkonzept wurden die Angebote im Bereich Rheinsberg-Löwenberg-Berlin (RB 54) mit weiteren Anbindungen nach Lindow, Gransee und Oranienburg realisiert und Anschlüsse an fortführende Bahnstrecken optimiert.

Die Streckenführung und die Auslastung des Schienenpersonennahverkehrs weiter fahrgastfreundlicher zu gestalten, ist und bleibt Ziel. Die Taktverdichtung ist ein Aspekt. und an diesem werde ich auch zukünftig intensiv mitarbeiten.

 

Jannis Kreutzmann (li), Fritz Zeh (Mi), Matz Frömming (re)