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1.258 Unterschriften für den Radweg Falkenthal-Liebenberg

 

Im Zeitraum vom 01.09.2021 bis 16.12.2021 haben sich die Falkenthaler, Ihre Freunde und Bekannten fleißig ins Zeug gelegt. Für den lang ersehnten Radweg nach Liebenberg wurden per analoger und Online-Petition 1.258 Unterschriften für den Anschluss ans Radwegenetz des Löwenberger Landes gesammelt.

Gemeinsam übergaben der stellvertretende Bürgermeister des Löwenberger Landes Manfred Telm, Ortsvorsteher von Falkenthal und Co-Sprecher der Bürgerinitiative Karsten Kiesewetter und ich am gestrigen Mittwoch, dem 06. Juli 2022 die Unterschriften im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung an den Staatssekretär Rainer Genilke. Das Ministerium hat zugesichert den Vorgang erneut zu bewerten und den Landesstraßenbetrieb darüber in Kenntnis zu setzen.

„Viele Grundstücksfragen, welche für das laufende Verfahren, den Bau eines Radweges sowie der Sanierung des Straßenkörpers zu klären sind, konnten bereits erörtert werden und stellenkeine Problemlagen dar“, so Manfred Telm.

„Wir müssen in der heutigen Zeit, wo wir schneller denn je die Nutzung CO²-freier Verkehrsträger, wie dem Fahrrad, vorantreiben wollen, unsere Planungsprozesse beschleunigen und Anliegen, wie dieses hier mit schnellem Umsetzungspotential, in die Ausführung bringen. Zudem werde ich mich in den weiteren Gesprächen für ausreichend Personalkapazitäten im Landesstraßenbetrieb einsetzen. Mit der heutigen Übergabe der Unterschriften und dem Gespräch im MIL sind wir der Realisierung wieder einen Schritt nähergekommen“.

„Geld für solche Projekte ist vorhanden!“, bestätigte auch der Staatssekretär Rainer Genilke.

Der Co-Sprecher der BI Tobias Schmidt erläuterte im Vorfeld des Termins: „Wir wollen mit der Unterschriftensammlung zeigen, dass der Radweg auf einer breiten Basis steht. Die Übergabe hat wegen Corona etwas länger gedauert. Umso glücklicher sind wir nun, dass es endlich klappt und im Landesministerium ein offenes Ohr für unser Anliegen besteht. Wir werden die Petitionsunterlagen parallel auch in digitaler Form mit dem Landesstraßenbetrieb als ausführendes Organ teilen und hoffen auf einen zeitnahen Baubeginn.“

Bürgermeister Bernd-Christian Schneck versicherte ebenfalls in zuvor stattfindenden Gesprächen am Thema dran zu bleiben. „Als Gemeinde können wir an Bundesstraßen nicht selbst aktiv bauen, da der Landesstraßenbetrieb Brandenburg Bauträger ist. Aktuell läuft bereits die Umweltverträglichkeitsplanung für den Ausbau durch den Landesstraßenbetrieb.“

Die Planung sei bereits im Jahr 2014 ausgearbeitet worden. Dann hakte es am Geld. „Wir hoffen durch die Reaktivierung und Weiternutzung der Unterlagen beschleunigt vorankommen zu können. Die Herausforderung besteht in der Zusammenarbeit mit dem Landesstraßenbetrieb, der über eingeschränkte Kapazitäten verfügt.“, so Schneck.

Es hakt aktuell an den nicht vorhandenen Planungskapazitäten beim Landestraßenbetrieb. „Dieser spiegelt uns, dass für solche kleinen Projekte keine personellen Ressourcen vorhanden seien.“ Ein Unding findet Ortsvorsteher, Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneter Karsten Kiesewetter. „Es kann doch nicht sein, dass Großprojekte wie der Straßenbau rund um Tesla zu Baustopps im gesamten Land Brandenburg führen. Hier muss dringend nachgebessert werden.“

Hintergrund:

Falkenthal befindet sich im Dreieck der Orte Löwenberg, Liebenwalde und Zehdenick. Der Ort ist von Bundesstraßen in diese Orte umgeben, die mit dem Fahrrad nur mit erhöhtem Sicherheitsrisiko befahrbar sind. Zu keinem der umliegenden Orte besteht ein Radweg.

Bürgermeister, Landrat, Land- und Bundestagsabgeordnete unterstützen das Vorhaben

Die Bürger wollen eine möglichst schnelle Radwegeanbindung ans Radwegenetz des Löwenberger Landes, indem parallel zur B109 und B167 ca. 2,5 km Radweg nach Liebenberg gebaut werden. Schulkinder könnten dann nach Grüneberg in die Grundschule fahren, Anwohner und Touristen weiter bis nach Löwenberg und darüber hinaus. Initiiert wurde die Unterschriftensammlung von der Bürgerinitiative Radweg Falkenthal und dem Ortsbeirat.

Unterstützer aus dem politischen Bereich sind u.a:

Bernd-Christian Schneck, Bürgermeister der Gemeinde Löwenberger Land,

Andreas Noack, MdL

Alexander Tönnies, Landrat Oberhavel und

Ariane Fäscher, MdB.

Sie alle haben für den Radwegebau in der Petition unterschrieben. Auch viele Gemeindevertreter des Löwenberger Landes stehen in der Unterzeichnerliste. Zudem konnten die Initiatoren auch den Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC Brandenburg e. V.) als Unterstützer gewinnen.

Gezeichnet werden konnte die Petition sowohl digital im Internet, als auch analog über Unterschriftenlisten. Insgesamt wurden 802 analoge und 456 digitale Unterschriften abgegeben.

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Unterschriftenliste übergeben – Ministerium in der Pflicht!

 

Der RE 5 soll öter halten – Die Übergabe der Unterschriftensammlung, damit der RE5 in Löwenberg jede Stunde hält, fand am Dienstag in Potsdam statt. Pandemie bedingt musste der Termin mehrfach verschoben werden. Der Bürgerinitiative war es aber wichtig, die Unterschriften persönlich im Ministerium zu übergeben, um damit auch auf die Wichtigkeit und Notwendigkeit ihrer Forderungen hinzuweisen. Pendler*innen, aber auch Schüler*innen, sind auf ein besseres Angebot angewiesen, da für sie der Individualverkehr keine Alternative ist.

Schon sehr lange kämpfen die Bürger aus dem Löwenberger Land gemeinsam mit Ihrem Bürgermeister Bernd-Christian Schneck für den stündlichen Halt des RE 5 am Bahnhof Löwenberg/Mark. Im vergangenen Jahr gründete sich auf Initiative von Ina Kreutzmann eine Bürgerinitiative (BI), um dem Vorhaben noch mehr Nachdruck zu verleihen.

Sie freut sich, dass es nach langem Warten endlich soweit ist und erhofft sich mehr Bewegung in das Verfahren für eine verdichtete Taktung des RE 5 zu bringen. Im November 2020 startete die BI eine Unterschriftensammlung und sammelte, trotz schwieriger Bedingungen fast 1.100 Unterschriften binnen 2 Monaten.

„Die Resonanz war überwältigend! Ohne den Lockdown hätten wir gut und gerne doppelt so viele Unterschriften erhalten.“, ist sich Ina Kreutzmann sicher. „Zahlreiche Unternehmen und Händler unterstützen unsere Forderungen!“

Bürgermeister Schneck kommentierte die Übergabe wie folgt: „Ich möchte ungern noch weitere 10 Jahre Nachrichten gestrandeter Bahnreisender zugeschickt bekommen, die sich bei mir beschweren, weil die Züge überfüllt sind oder nicht halten.“

Ich unterstütze das Anliegen der Initiative und organisierte die Übergabe der Unterschriften im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung an den zuständigen Staatssekretär Rainer Genilke (CDU), welcher auch Aufsichtsratsvorsitzender des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) ist. Die technische Umsetzung eines zusätzlichen einstündigen Halts am Bahnhof Löwenberg/Mark erscheint unproblematisch.

Das Ministerium verwies in seinen Antworten darauf, dass der RE 5 im Streckennetz dreier Bundesländer integriert sei, wodurch zusätzliche Halte die Leistungsgrenzen der Eisenbahninfrastruktur erreichen. Diese Antworten sind für mich unbefriedigend! Ich will nicht wissen was unmöglich ist, sondern wie wir es möglich machen können! Nur so kommt man den Forderungen aus der Region entgegen. Dennoch habe ich Verständnis für die Situation des Ministeriums.

Staatssekretär Genilke und Referatsleiter Rolf kamen bei der Übergabe ins Gespräch mit Frau Kreutzmann und erläuterten die Problematik sehr detailgenau. Bestellte Taktverbindungen an Knotenpunkten in drei Bundesländern müssen gehalten werden, der 2-gleisige Ausbau der Strecke im Bereich Neustrelitz-Rostock, wie auch Richtung Karower Kreuz und die Lärmschutzmaßnahmen im Bereich Nassenheide-Oranienburg abgeschlossen sein, um höhere Geschwindigkeiten bis 160 km/h zu ermöglichen und somit zusätzliche Zeitfenster für einen weiteren Halt auf der Strecke zu generieren. Die Ministerialbeamten waren sich einig, dass mittelfristig eine Perspektive für zusätzliche Halte im Löwenberger Land bestehen.

„Ich werde weiter am Ball bleiben und das Thema immer wieder neu auf die Tagesordnung rufen“ entgegenete Ina Kreuzmann. Für Sie ist es zwar keine schnelle Lösung, aber immerhin ein Lichtblick, denn mit Abschluss der Baumaßnahmen an den derzeitigen Trassen und der Fortschreibung der Planungen für den Schienengebundenen Nahverkehr zum Jahr 2025 eine Perspektive besteht.

Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort wissen sehr genau welche Dinge notwendig sind, um die Verkehrswende, vor allem im ländlichen Raum zu unterstützen und zu einem Erfolg werden zu lassen. Verbesserungen insbesondere für Pendler, sowie Schülerinnen und Schüler sind zwingend notwendig und mir wichtig. Deshalb werde ich ebenfalls weiter „am Ball“ bleiben und mich regelmäßig mit Frau Kreutzmann und der BI zu neuen Informationen austauschen.

Hintergrund:

Im Rahmen des Ausbaus der Trasse des RE 5 von Berlin nach Rostock bzw. Stralsund wurden die Gleis- und Bahnhofsanlagen entlang der Strecke modernisiert und erneuert. Die Strecke wurde auf eine Befahrbarkeit von 160km/h erneuert bzw. saniert. Mehrere Bahnhöfe und Haltepunkte wurden erneuert. Neben dem Bahnsteig Dannenwalde (bei Gransee) ist dies vor allem der Bahnhof Löwenberg. Er stellt den Knotenpunkt und eine Verbindungsachse in die weitere Region nach Templin (RB 12) und Rheinsberg (RB 54) dar. Am Bahnhof Löwenberg/Mark hat die Gemeinde Löwenberger Land in den vergangenen Jahren wesentliche Verbesserungen im Bereich Park+Ride und Bahnhofsumfeldgestaltung vorgenommen. Der Bahnhof an sich wurde in den vergangenen Jahren grundlegend modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Weitere Bahnhöfe in der Region (Fürstenberg/Havel) sind noch im Planungsstadium und sollen in den kommenden Jahren saniert und modernisiert werden.

Aktuelle Bedienung der Halte:

Die RB 12 bedient Löwenberg im 1h-Takt in Richtung Berlin Ostkreuz und Templin.

Der RE 5 bedient die Haltepunkte Löwenberg und Dannenwalde derzeit zweistündlich im Wechsel und verkehrt in Richtung Berlin und Neustrelitz (weiterführend nach Rostock/Stralsund).

Die RB 54 verkehrt zweistündlich von Löwenberg nach Rheinsberg auf Anschluss mit der RB 12 Richtung Berlin. Vormittags und abends gibt es je eine Direktfahrt der RB 54 über Berlin-Gesundbrunnen nach Berlin-Lichtenberg.

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Herzlichen Glückwunsch zu 30 Jahren Bürgermeister!

 

Heute ist ein besonderer Tag, vor 30 Jahren wurde Bernd-Christian Schneck erstmals zum Amtsdirektor von Löwenberg gewählt. Die Bürger*innen der neu entstandenen Gemeinde Löwenberger Land wählten ihn 1997 zu ihrem ersten Bürgermeister – Und diesen Job macht er bis heute! Er ist wohl der „dienstälteste“ Rathauschef von über 400 Gemeinden in Brandenburg.

Die Bürger haben immer wieder viel Vertrauen in Ihn gesetzt – und offensichtlich hat er dieses über die vielen Jahre auch bestätigt. Er ist und war immer ein „Bürgermeister zum Anfassen“ – Immer in allen Ortsteilen präsent – immer nah an den „kleinen“ und „großen“ Problemen der Gemeinde dran. Und all dies auch mit einem „optimistischen Lächeln“ und manchmal auch mit einem Lachen verbunden. Viele Projekte im Löwenberger Land hat er angepackt und umgesetzt; Feuerwehr, beim Radwegeausbau, bei Kitas, Schulen und vielem mehr. Auch im Wohnungsbau hat er seine“Spuren“ hinterlassen – Älteren und Jüngeren die Möglichkeit zu geben „eine Heimat“ zu haben – sich wohl zu fühlen in „ihrem Dorf“ – das war und ist ihm wichtig. Selbst nach 30 Jahren ist von „Amtsmüdigkeit“ nichts zu spüren. Das Großprojekt der Fortentwicklung des Schulzentrums in Löwenberg mit neuer Turnhalle und zusätzlichen Klassenräumen ist ein Herzensprojekt, welches umgesetzt werden soll.

Seit Jahren setzt er sich für den stündlichen Halt des RE 5 am Bahnhof Löwenberg (Mark) ein. Schon Morgen am 04. Mai werden wir zusammen mit Ina Kreutzmann von der Bürgerinitiative die Unterschriftensammlung im Ministerium für Infrastruktur in Potsdam übergeben. Ich bin stolz und freue mich sehr, Ihm heute, gemeinsam mit unserer Bundestagskandidatin Ariane Fäscher, zu seinem Dienstjubiläum und natürlich auch nachträglich zum „runden“ Geburtstag meine Glückwünsche überbracht zu haben. Bernd-Christian Schneck genießt das Ansehen seiner Löwenberger*innen und darüber hinaus die Anerkennung von Bürgermeistern*innen, von Landes- und Kommunalpolitikern. Er ist eben nicht nur „Chef“ einer Verwaltung und ich wünsche Ihm und uns, dass er dies möglichst noch lange mit Freude und Einsatz weiter macht.

Herzlichen Glückwunsch lieber Bernd-Christian Schneck!