Die Schwanteland Gruppe stand nach dem Treffen bei der IHK Potsdam in meinem Terminkalender. Das Unternehmen aus Oberkrämer hat sich auf den Anbau von Jungpflanzen, Chicorée und den Verkauf von technischen Gasen als Vertriebspartner spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt ca.: 150 fest angestellte Mitarbeiter zuzüglich der saisonalen Mitarbeiter. Weit über den Landkreis ist es bekannt, denn es hat sich stark spezialisiert und dies dazu noch sehr erfolgreich. Schon im letzten Jahr hatte ich Kontakt zum Unternehmen, denn die Brandenburger Bauordnung und einige andere „bürokratischen Hürden“ waren zu überwinden, um am Standort weiter zu investieren. Das eine Pandemie das Unternehmen noch zusätzlich beschäftigen wird, war damals natürlich nicht absehbar.

Die  Schwanteland Gruppe  untergliedert sich in drei Unternehmensbereiche, die SL Gartenbau (Anbau Chicorée, Landwirtschaft und Betrieb einer Biogasanlage sowie Selbsternte von Erdbeeren und Äpfeln), die SL Schwanteland GmbH (technische und medizinische Gase – Transport und Logistikdienstleistungen, Vermietung von Gewerbeflächen sowie der Handel mit Chicorée) und die Schwanteland Jungpflanzen GmbH. Bei der Schwanteland Jungpflanzen GmbH wurde und wird derzeit kräftig investiert. 2018 ist ein Gewächshaus mit einer Fläche von ca.: 2,5 Hektar errichtet worden. In diesem und im nächsten Jahr  werden weitere Investitionen  in die Mechanisierung der Produktion erfolgen. 10 ha Gewächshausfläche werden gegenwärtig bewirtschaftet.  Die Produktion wird zukünftig stärker automatisiert werden, um den Prozessablauf und die Qualität der Jungpflanzen zu optimieren.

Bei dem Gespräch mit Herrn André Krötz (Geschäftsführer) und Herrn Benjamin Grüber (Controlling), wurde auch über die bürokratischen Hürden (Baugenehmigung usw.) gesprochen. Das die Brandenburger Bauordnung vereinfacht werden soll, nahm der Geschäftsführer wohlwollend auf, da die beabsichtigten Veränderungen gerade kleineren Betrieben im Gartenbau helfen werden. Thema waren auch die Auswirkungen der Corona Krise. Herr Krötz und Herr Grüber erklärten, dass  alles was nötig war umgesetzt wurde, um die Betriebsabläufe aufrecht zu erhalten.

Für die Mitarbeiter der Verwaltung wurde in zusätzliche Hardware (Homeoffice) investiert und auch Hygienepläne sind umgesetzt worden. Der Gartenbau ist sehr personalintensiv und darüber hinaus werden saisonbedingt auch ausländische Arbeitnehmer gebunden. Es gibt natürlich Umsatzeinbußen durch Corona, welche aber nach Auskunft der Geschäftsführung beherrschbar sind und man ja mittel – und langfristig auf weiteres Wachstum baut.

Dazu dienen auch die erheblichen Investitionen. Sorgen macht dem Unternehmen, welches eine eigene Biogasanlage betreibt, deren langfristiger Bestand aufgrund des absehbaren Wegfallens von Einspeisevergütungen nach EEG. Für viele landwirtschaftliche Betriebe sind diese Erträge von besonderer betriebswirtschaftlicher Bedeutung.

Für mich war es ein spannender Nachmittag, bei welchem mir ein vertiefenden Einblick in das Unternehmen gewährt wurde. 

Ich nehme einiges für meine Arbeit mit nach Potsdam.

  

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