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Regional und Bio steht im Mittelpunkt!

Die Bäckerei Plentz und der Luisenhof Velten sind unsere täglichen Begleiter. Sie versorgen uns mit hochwertigen Lebensmitteln, bieten zuverlässige Arbeitsplätze und zeigen wie man regional mit eigenen Marken im Verbund mit anderen Unternehmen erfolgreich sein kann. Nicht nur mich, auch den Fraktionsvorsitzenden der Landtagsfraktion Erik Stohn, welcher derzeit auf Sommertour ist, interessierte wie es hinter den Kulissen aussieht – wie die Inhaber und „Macher vor Ort“ die letzten Wochen und Monate unter „Corona“ die Situation gemeistert haben. Was bewegt die Mittelständler und wie sehen Sie die Zukunft – Was erwarten sie von ihren Landespolitikern.

Bei schönem Sonnenschein wurden wir  in Schwante von den  3 Junior Chefs Emelie Albe (geb. Plentz), Max Schöppner und Ralph Keidel am Holzbackofen der Bäckerei in Empfang genommen. Die Nachfolger in spe von Karl Dietmar Plentz haben uns von den Herausforderungen berichtet, welche Sie während der Corona Krise hatten bzw. noch haben.

Natürlich hat die Pandemie auch sie betroffen. Im Snack Bereich/Gastro gingen Mitarbeiter in die Kurzarbeit, da kein Umsatz generiert werden konnte. In dieser Zeit hat Emelie Albe das „Neue Frühstück“ entwickelt, da „Ihre“ Kundschaft eine Alternative zum Buffet „forderte“. Die Soforthilfe des Landes und das Kurzarbeitergeld haben die Probleme glücklicherweise minimiert.

Die Bäckerei ist in den letzten Jahren aufgrund neuer Standorte im Verkauf (zum Beispiel Bahnhof Velten – Haus des Brotes) stark gewachsen. Gesundes Wachstum bedeutet aber auch Veränderung – Ein neuer Standort für die Produktion steht in Rede, da die „Backstube“ in Schwante an ihre Grenzen stößt. Die Vorbereitungen laufen und Förderprogramme sollten helfen. Dazu gab es viele Fragen an uns.

Mich und Erik Stohn hat erfreut, das wie in der Vergangenheit 6 neue Azubi´s eingestellt wurden. Bewerber gab es mehr als Plätze vorhanden waren. Es spricht sich rum, dass der Familienbetrieb mit ca.: 160 Mitarbeitern attraktiv ist auch aufgrund der „familiären Firmenphilosophie“, welche aktiv gelebt wird. Sie bietet für alle Mitarbeiter die Möglichkeit dort Ihren Platz zu finden. Alle drei haben sich uns bedankt wie die Politik die Krise gemeistert haben.

Danach ging es zum Luisenhof nach Velten. Direkt am Eingang zum Businesspark befindet sich die Milchmanufaktur mit „Hofladen“ Dort begrüßten uns Dr. Kirsten Böhmann und Michael Müller mit Ihren vor Ort hergestellten Produkten, wie zum Beispiel den verschiedenen Käsesorten. Der Luisenhof beschäftigt ca: 30 Mitarbeiter, die für die Herstellung und den Verkauf von Käse und Milch vor Ort verantwortlich sind.

Der Unterschied zu herkömmlichen Betrieben ist, das ausschließlich Biomilch verarbeitet wird. Bei Edeka oder Netto finden wir diese als Bioprodukte bei uns in der Region in den Regalen. Schon jetzt wird mit Erzeugern / Landwirten und Vertriebspartner aus der Region zusammengearbeitet. Biomilch aus Brandenburg hat kurze Transportwege bis zu seinem Kunden. Ob Biofleischerei aus Velten oder Landwirt aus Grüneberg – Partner des Luisenhofes profitieren mit.

Im Vorort Verkauf des Luisenhofes kann man natürlich noch weitere Bio Produkte aus der Region erwerben. Bei unserem Besuch trafen wir auch zufällig die Bürgermeisterin von Velten, die mit gefülltem Korb gerade das Geschäft verließ.

Einen Umsatzeinbruch erlebte der Luisenhof in den letzten Monaten nicht. Allerdings waren Hygienekonzepte notwendig, um Produktion und Verwaltung aufrecht zu erhalten und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Auf Soforthilfe konnte der Betrieb verzichten. Das Unternehmen möchte zukünftig weiter wachsen und am Standort Velten expandieren. Die Inhaber setzen klar auf den Trend der Regionalität und das Wachstum in der Biobranche. Fragen zu Bauplanungsrecht und Fördermöglichkeiten standen im Mittelpunkt der Gespräche, aber auch die Sorge, dass Corona zu negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen kann. Diese Sorgen nehmen Erik Stohn und ich sehr ernst.

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Rettungsschirm des Landes wird nochmals verdoppelt!

Über 40.000 Anträge auf Soforthilfe von Selbständigen und Unternehmen bei der ILB, Unterstützung von Krankenhäusern bei der Beschaffung von Schutzausrüstung, Erstattung von Kita Beiträgen, Unterstützung von Saisonarbeitern und Lohnersatzleistungen für Beschäftigte… – Die Liste ließe sich noch fortführen. Insgesamt sollen nun 2 Mrd. € zur Verfügung gestellt werden. Am Montag, dem 30. März wird der Haushalts – und Finanzausschuss, welchem ich angehöre zu einer Sondersitzung und Mittwoch, dem 01. April der Landtag dazu Entscheidungen im Rahmen des Nachtragshaushaltes 2020 treffen müssen.

Nach meiner Einschätzung werden die Belastungen für folgende Haushaltsjahre immens sein. Jetzt heißt es alles zu tun, den Wirtschaftskreislauf aber auch das alltägliche Leben der Brandenburger-(rinnen)  zu stützen. Zu dieser Auffassung kam die Koalition aus SPD, CDU und Grünen unter Betrachtung der aktuellen Situation am heutigen Tage.

Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob die Bemühungen des Landes aber auch des Bundes den wirtschaftlichen“Blackout“ verhindern können. Die Hilfen müssen allerdings schnell greifen, um eine Wirkung zu erzielen. In erster Linie geht es aber jetzt um die Gesundheitsvorsorge. Unsere Krankenhäuser und deren Mitarbeiter-(innen) stehen bei weiter steigenden Zahlen von Erkrankten vor immensen Herausforderungen in der medizinischen Versorgung. Die Situation ist mehr als „ernst“ aber nicht „aussichtslos“.

Mein Fraktionsvorsitzender Erik Stohn fasste es so zusammen: „Das öffentliche Leben und große Teile des wirtschaftlichen Lebens stehen still. Wir spannen einen Rettungsschirm auf, unter den viele Platz finden sollen. Mit dem Geld unterstützen wir diejenigen, die Hilfe brauchen, um über die Zeit zu kommen. Wir wollen sicherstellen, dass geschlossene Läden nach der Auszeit wieder öffnen können, Unternehmen ihre Angestellten aus der Kurzarbeit zurück holen können und wir uns nach der Zeit auch an den Künsten und Künstlern wieder erfreuen können. Würden wir diesen Rettungsschirm nicht aufspannen, müssten wir befürchten, dass vieles nach der Zeit nicht mehr da wäre. Jedes Unternehmen, das wir durch die Zeit bekommen und jeden Arbeitnehmer, den wir durch diese Zeit bringen, ist es wert. Darüber hinaus unterstützen wir Krankenhäuser bei der Bewältigung der Herausforderung. Der Rettungsschirm ist ein wirkungsvolles Instrument, um die Krise zu meistern.“

 

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