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Ampeln, Kreisel, Radverkehr – Straßenbau in Brandenburg

 

Die Fertigstellung des Ausbaus des Marwitzer Kreisels (L20/L17) bringt nun mehr Verkehrssicherheit; insbesondere für Radfahrer und Fußgänger. Schülerinnen und Schüler können den Bereich sicherer zu Fuß oder mit dem Rad queren, um die Haltestellen der OVG zu erreichen. Diese Baumaßnahme war eine von vielen Projekten in unserer Region, welche in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen umgesetzt wurde – mit Erfolg.

Gesperrte Straßen oder der Stopp vor einer Baustellenampel – Dies kann einem täglich widerfahren und führt oft auch zu Frust, da Umleitungen und ungeplante Stopps vor Ampeln zusätzliche Wege und Zeitverzug mit sich bringen. Genauso ärgerlich sind jedoch Schlaglöcher, gesperrte Brücken oder nicht vorhandene Radwege. Viele Anrufe und Anfragen zum Ausbau von Straßen oder Radwegen, zur Verkehrssicherheit oder zu Sperrungen aufgrund von Baumaßnahmen erreichen mich wöchentlich in meinen Büros in Potsdam und Velten.

Einer der „Player“ in Brandenburg, welcher hier Verantwortung trägt, ist der Landesbestrieb Straßenwesen (LS). Dieser plant, baut, saniert und bewirtschaftet über 10.000 Straßenkilometer im Land. Grund genug für mich, mit dem „Chef der Landesstraßen“, dem Vorsitzenden des Vorstands des landeseigenen Unternehmens, Edgar Gaffrey, am Hauptsitz in Hoppegarten ins Gespräch zu kommen.

Gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Jörg Vogelsänger traf ich mich mit ihm und seiner Stabsstellenleiterin – Stabsstelle 4 – Programmsteuerung und Förderung, Frau Hagelstein.

1600 Angestellte plus 150 externe Mitarbeiter, speziell für den Winterdienst, arbeiten für den gesamten Landesbetrieb Straßenwesen in Brandenburg. Bevor es zur Ausgründung der Autobahn GmbH kam, die sich nun separat um die Entwicklung der Autobahninfrastruktur kümmert, waren es ca.  2350 Angestellte. Durch die Aufspaltung wurden Bereiche ausgegliedert und Angestellte wechselten in die neue Gesellschaft.

 

Die Straßenbauverwaltung gliedert sich in drei regionale Bereiche:

Ost (Frankfurt (Oder) und Eberswalde),

Süd (Wünsdorf und Cottbus), und

West (Kyritz und Potsdam).

 

 

Ein wichtiger Bestandteil neben den eigentlichen Aufgaben wird immer mehr auch die Nachwuchsförderung. Neben der normalen Berufsausbildung zum Straßenwärter bietet der Landesbetrieb auch ein Duales Studium in der Fachrichtung Bauingenieurwesen mit den Abschlüssen Bachelor of Engineering – Spezia­li­sierung: „Bauinge­nieurwesen“, „Infrastruk­tur­systeme“ und „Siedlungs­was­ser­wirt­schaft“ an. Aber auch eine Referendarausbildung in der Fachrichtung Bauingenieurwesen, Fachgebiet Straßenwesen ist an den Standorten möglich.

Laut Webseite, gibt es in ganz Brandenburg 92 offene Stellen, 4 davon im Landkreis Oberhavel. Leider hat auch der LS mit dem Mangel an Fachpersonal zu kämpfen. Speziell in den ländlichen Regionen ist es schwer ausreichend Mitarbeiter zu finden und an sich zu binden.

Selbstverständlich kamen wir auch auf Projekte in meinem Wahlkreis zu sprechen. Unter anderem die Deckensanierung der L20 in Velten oder die Ortsdurchfahrt in Vehlefanz. Langjährige Themen, die mich in meinem Wahlkreis immer wieder beschäftigen. Aber auch der Radwegeausbau an der B 167/B 109 in Falkenthal und die Umfahrung Teschendorf/Löwenberg (B96 neu) waren Thema.

Der Landesbetrieb ist nicht nur für den reinen Baukörper „Straße“ zuständig, sondern auch für die Anpflanzung und Pflege beispielsweise von Alleebäumen. Seit 2018 sind bereits mehr als 2500 Bäume neu gesetzt worden.

Ich danke Herrn Gaffrey und Frau Hagelstein für die Möglichkeit des persönlichen Treffens. Für mich und meine Arbeit ist es wichtig mit den handelnden Personen ins Gespräch zu kommen, mir ein Bild von Struktur und Arbeitsabläufen vor Ort zu machen, sie kennenzulernen und zu verstehen.

Ich glaube, dass der Austausch dazu beitragen kann, Projekte in unserer Region weiter voranzubringen. Hierfür setze ich mich auch in Zukunft ein. Die Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen als verlässlicher Partner ist mir hierbei wichtig.

Jörg Vogelsänger-Yvonne Hagelstein-Edgar Gaffrey
Jörg Vogelsänger-Yvonne Hagelstein-Edgar Gaffrey-Andreas Noack
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2022 – Radweg zwischen Pinnow und Bernsteinsee?

 

Dauerbrenner war und ist der Radweg an der L 20 zwischen dem Ortsausgang Velten – Bernsteinsee –Ortsausgang Pinnow.

Nachdem die Stadt Velten in den vergangenen Jahren innerorts einen kombinierten Geh- und Radweg entlang der Pinnower Chaussee errichtet und in Vorleistung mit dem Landesstraßenbauamt einen Radweg zwischen Autobahnbrücke A 111 und dem Bernsteinsee errichtet hat, wird derzeit im Zuge des Baus der A 10 ein neuer Radweg über die Autobahnbrücke am Bernsteinsee vollendet.

Das letzte Teilstück zwischen Autobahnbrücke und Ortseingang Pinnow fehlt indes. Die Landesstraße ist mittlerweile in einem desolaten Zustand und Radfahrer zwischen Pinnow und Bernsteinsee haben, aufgrund des schlechten Straßenzustandes und des alleeartigen Charakters auf diesem Kilometer, kaum Möglichkeiten auszuweichen. Das gab mir den Anlass einer Anfrage an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL).

Insbesondere in den Sommermonaten nutzen viele Kinder und Jugendliche die Strecke mit dem Rad, um am Bernsteinsee ihre Freizeit zu verbringen. Durch das erhöhte Baugeschehen, gerade auch aufgrund des Baus der A 10 ringsum, wird die Strecke von vielen Autofahrern als Ausweichstrecke genutzt, sodass es teilweise zu höherem Verkehrsaufkommen kommt, als in „Normalzeiten“, stelle ich persönlich immer wieder fest, da ich selbst an der vielbefahrenen L 20 wohne.

Nach Aussagen des Ministers für Infrastruktur und Landesplanung soll der Radweg entlang der L20 zwischen Bernsteinsee und Pinnow im Jahr 2022 endlich fertiggestellt werden. Dann hätte das lange Warten ein Ende und die Strecke wäre komplett von Velten bis Pinnow verkehrssicher mit dem Rad zu befahren.

Zur Ermittlung des Bedarfs von straßenbegleitenden Radwegen im Zuge von Bundes- und Landesstraßen im Land Brandenburg erfolgte eine Bewertung nach ausgewählten Kriterien. Das Ergebnis dieser Bewertung sind die aktuellen Bedarfslisten für den Neubau von Außerortsradwegen im Zuge von Bundes- und Landesstraßen aus dem Jahr 2018.

Im vordringlichen Bedarf befinden sich im Landkreis Oberhavel neben der Strecke Velten-Pinnow zudem die Lückenschlüsse zwischen Eichstädt-Vehlefanz an der L 17. Hier wird ebenfalls im Zuge des Autobahnbaus der A 10 momentan ein Teilstück des fehlenden Radweges über die Autobahnbrücke errichtet. Weitere Radwegeverbindungen im vordringlichen Bedarf sind die Wege zwischen Zehdenick-Badingen-Gransee an der L 22, sowie in der Ortslage Stolpe (L 171) und weitergehend an der L 171 zwischen B 96a und Bergfelde. Auch die Verbindung an der L 172 zwischen Velten-Germendorf steht in der Bedarfsliste für den vordringlichen Bedarf.

Weitere Informationen sowie die nachrangig betrachteten Wegeverbindungen können unter dem Link des Landesbetriebes Straßenwesen (LS) unter:

https://www.ls.brandenburg.de/ls/de/planen/strassen-und-radwegeplanung/radwege/

eingesehen werden.

Kriterien zur Ermittlung des Bedarfes sind u.a. die Schließung von Lücken im Radwegenetz zur Unterstützung von Mobilitätsketten und Lückenschlüssen zwischen straßenbegleitenden und touristischen Radfernwegen.

Seit 1990 wurden jeweils über 1.000 km straßenbegleitende Radwege an Bundes- und Landesstraßen, sowie weitere Radwege an kommunalen Straßen und für touristische Zwecke errichtet.

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Ortsdurchfahrten in Velten und Oberkrämer

 

Der unbefriedigende Zustand der Ortsdurchfahrten (OD) der Landesstraßen (L) 17 und der L 20 in Velten und Oberkrämer beschäftigen mich schon seit langem. Aus diesem Grunde habe ich Gespräche mit der Gemeinde Oberkrämer und dem Landesbetrieb Straßenwesen (LS) geführt, um eine Verbesserung herbeizuführen.

Bereits im Juli traf ich mich mit Bürgermeister Peter Leys und dem Leiter des Bauamtes Oberkrämer, Dirk Eger, zu einem persönlichen Gespräch. Thema war der Ausbau der OD L 17. In der Folge habe ich schriftliche Anfragen an den LS gestellt. Dieser antwortete nun wie folgt:

Die OD Vehlefanz ist Bestandteil der Bedarfsliste für den grundhaften Ausbau von OD´en. Für die OD Vehlefanz wurde nun ein vordringlicher Bedarf festgestellt. Aufgrund der Vielzahl von anderen prioritären Straßen- und Radwegebaumaßnahmen, die das LS plant und baut, kann derzeit kein zeitnaher grundhafter Ausbau in Aussicht gestellt werden. Um die Verkehrsverhältnisse der OD bis zum grundhaften Ausbau verbessern zu können, wird gegenwärtig durch das LS geprüft, in welchem Umfang eine Sanierungs- bzw. Erhaltungsmaßnahme durchgeführt und zu welchem Zeitpunkt diese Maßnahme in das Projektprogramm für Landesstraßen aufgenommen werden kann.

Diese Aussage des LS ist ein Teilerfolg, da diese OD bisher nicht im Bedarfsprogramm enthalten war. Es kommt also Bewegung in die Verbesserung dieser Ortsdurchfahrt. Dies ist nicht nur notwendig, sondern kommt auch den Wünschen und Forderungen aus der Gemeinde entgegen. Die Unzufriedenheit der Bürger*innen vor Ort wächst weiter, da nur der grundhafte Ausbau der Landesstraße langfristig dem abhelfen würde.

Auch die OD L 20 in Velten bedarf einer Erneuerung. Aktuell plant das LS in Abstimmung mit der OWA Falkensee GmbH nun eine Deckenerneuerung, nachdem die OWA neue Trinkwasserleitungen im Bereich des Straßenkörpers errichtet. Im Anschluss an diese Baumaßnahmen wird auch die Deckschicht der Straße (Rosa-Luxemburg-Straße) über die gesamte Fahrbahnfläche hinweg erneuert. Die Sanierung der Deckschicht erfolgt westlich der Bahnüberführung bis Ortsausgang Velten. Dies bedeutet eine Verbesserung der Qualität der derzeitigen desolaten Fahrbahnoberfläche. In der Antwort des LS wird darauf hingewiesen, dass Gespräche mit der Stadtverwaltung Velten zur Erneuerung der Entwässerung und der Nebenanlagen stattfinden, um die entsprechenden Erhaltungsmaßnahmen in das Projektprogramm mit aufzunehmen.

Die Instandsetzung der L 20 zwischen Velten und dem Kreisverkehr Bötzow befindet sich derzeit noch nicht in Planung. Dennoch teilt der LS mit, dass sich der Radwegelückenschluss zwischen dem Kreisverkehr Bötzow und dem Ortseingang Marwitz in Planung befindet. Im Zuge dieser Maßnahme sollen die Fahrbahndecke des Kreisverkehrs und der Kreisverkehrs-Arme erneuert werden.

Ich wünsche mir eine beschleunigte Planung, um die Verhältnisse nach jahrelangem Investitionsstau hier zügig voranzutreiben.