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Polizei im besonderen Einsatz

 

18 Polizeibeamtinnen- und Beamte sind der Einladung zum Ministerempfang an der Hochschule der Polizei in Oranienburg gefolgt. Seit 27 Jahren sind auch Brandenburger Polizistinnen und Polizisten Teil von unterschiedlichen internationalen Einsätzen und Missionen. Michael Stübgen, Minister für Inneres und Kommunales des Landes Brandenburg und Prof. Dr. Heike Wagner, Präsidentin der Hochschule, sagten in einer würdigen Veranstaltung „Danke“ – Dem schließe ich mich gerne an, denn es ist keine Selbstverständlichkeit seinen Dienst für Brandenburg und Deutschland im Ausland zu verrichten.

Danke auch an Kriminalhauptkommissar Mirko Härtelt (Leader Mission Security Team – EULEX Kosovo), welcher von seinen vielfältigen Erfahrungen in unterschiedlichsten Einsätzen u.a. für das Frontex Mandat und weiterer Missionen der letzten 21 Jahre, in sehr anschaulichen Bildern und bewegenden Worten, stellvertretend für alle anderen Beamtinnen und Beamten der Polizei, schilderte. Ihm und seinen Mitstreitern ist auch meine Anerkennung für diese Leistung sicher und als Mitglied des Innenausschusses bot sich im Anschluss auch die gute Gelegenheit ins persönliche Gespräch zu den Erfahrungen der Vergangenheit und den Anforderungen in der Zukunft zu kommen. Seit dem Fiasko in Afghanistan und dem Krieg in der Ukraine sind Veränderungen deutlich geworden. Die Situation im Kosovo ist angespannt – auch für die im Einsatz befindlichen Polizisten aus dem Ausland.

Aus Brandenburg waren insgesamt 170 Polizeibeamte seit 1994 im Ausland tätig. Sie selbst sehen sich nicht nur als „Botschafter für Brandenburg“ sondern auch als „Botschafter für den Frieden“ so Polizist Mirko Härtelt.

                                                                                      

Hintergrund:

Aktuell sind 160 deutsche Polizeikräfte im Frontex Einsatz. Die europäische Agentur für Grenz und Küstenschutz hat seit 2004 die Aufgabe die Außengrenzen des Schengen Raumes zu schützen.

Ihre Hauptaufgaben neben den Einsätzen vor Ort sind: Risikoanalysen, Lagebeobachtungen, Schwachstellenbeurteilung, Europäische Zusammenarbeit bei Aufgaben der Küstenwache, Austausch von Informationen über kriminelle Aktivitäten, Rückführungsaktionen uvm. Ca. 2.000 Polizisten aus unterschiedlichen EU-Staaten bilden das Mandat ab

Frontex kann auf einen Pool von mindestens 1.500 Beamten zählen, die innerhalb von fünf Tagen zur Bewältigung von Notsituationen an Europas Grenzen eingesetzt werden können.

Allein von 2015 bis 2020 trugen diese zur Rettung von 353.270 Menschen im Mittelmeer bei.