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Zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Velten

 
Am 13. November fand erstmalig  die zentrale Gedenkveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Kreisverband Oberhavel e.V. zum Volkstrauertag in Velten statt.
 
Ich war sehr dankbar, die 18 auf dem Kriegsgräberfeld in Velten bestatteten Opfer des I. und II. Weltkrieges als Gedenkredner in unser heutiges Bewusstsein rücken zu dürfen und auf die Folgen von Krieg und Gewalt in der heutigen Situation insbesondere des Ukraine Krieges eingehen zu können. Die in Velten bestatteten Soldaten und zivilen Opfer stehen stellvertretend für millionenfaches Leid.
Der Volkstrauertag steht für Versöhnung, Mahnung aber auch für die unteilbare Verantwortung von uns allen! Nach dem Verlesen des Totengedenkens durch unsere Veltener Bürgermeisterin Ines Hübner und den geistlichen Worten von der evangelischen Pfarrerin Frau Klostermann-Reimers und dem katholischen Pfarrer Vinsensius Nana Ekayana Visca wurden zum Gedenken Kränze niedergelegt. Der Reservistenverband der Bundeswehr begleitete die Veranstaltung und ich konnte zusammen mit unserem Landrad Alexander Tönnis ein Blumengebinde für die SPD Oberhavel nieder legen, um den Toten zu gedenken.
 
Auszug aus meiner Gedenkrede:
„Jeder einzelne hier Bestattete auf dem Gräberfeld ist natürlich nicht abstrakt. Ob Soldat oder Zivilist jeder hatte Familienangehörige, die trauerten und den Verlust des Angehörigen beklagten. Kein Toter, keine Gewalt ist abstrakt. JedeGewalttat ist konkret, wie jedes einzelne Leben einen konkreten Inhalt hatte.
Wir stehen hier vor 18 Einzelgräbern. Von 13 Bestatteten, sind die Namen und der Todeszeitpunkt bekannt. 5 Verstorbene sind leider bis heute unbekannt geblieben.
Das älteste Grab stammt von dem 21jährigen Soldaten Johannes Skoda, welcher am 4. November 1915 während des I. Weltkrieges verstarb. Kurz nach seinem Tod am 28. Dezember 1915 wurde Willi Kreuzfeld geboren. Der Stabsgefreite verstarb kurz vor Ende des II. Weltkrieges am 24. April 1945 mit 29 Jahren hier in
Velten. Es ist auch das jüngste Grab welches vor uns liegt. Zwei Generationen, zwei von Millionen Toten. Zwei Menschen welche durch Gewalt zu Tode kamen.“
 
Den vollständigen Text können Sie hier lesen:
 

                                                                                                                 

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Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertrag in Gransee

Es war kein „Vogelschiss“ – es waren Katastrophen für die zivile Gesellschaft, welche zu Tod, Gewalt und Vertreibung unter der zivilen Bevölkerung und bei den militärischen Auseindersetzungen führten. Über 70 Jahre Frieden sind keine Selbstverständlichkeit. Deshalb ist der Volkstrauertag ein wichtiger Anlass, um inne zuhalten und an die Kriegstoten und die Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen zu erinnern. Die zentrale Gedenkveranstaltung im Landkreis Oberhavel zum Volkstrauertrag fand in diesem Jahr am 17. November auf dem Friedhof in Gransee statt. 

Der Bürgermeister der Stadt Gransee, Mario Gruschinske machte mit seinen mahnenden Worten zu den Inhalten des Grundgesetzes deutlich, welche Verantwortung auch der heutigen  Generation zuteil wird. Hass gegen Andersdenkende, Ausgrenzung und Verächtlichmachung waren Ursachen für zwei Weltkriege. Aus Hass kann auch Mord werden. Vor allem Extremismus und politische Hetze sind der fatale Nährboden für Gewalt. Und auch heute gibt es noch Vertreibung und Gewalt. Die Toten zweier Weltkriege mahnen uns! Wir dürfen Sie niemals vergessen!