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Waldbrand in Oberkrämer – Finanzielle Hilfen in Sicht!

 

In den letzten Wochen hat ein Waldbrand in Bötzow (Gemeinde Oberkrämer) unsere Feuerwehrleute in Schach gehalten. Aufgrund der trockenen Lage in dem munitionsbelasteten Gebiet wurde die Arbeit der Feuerwehr zusätzlich erschwert. Die Einsatzkräfte konnten nicht wie üblich nah an den Brandherd heran, sondern nur die Flanken sichern, damit der Brand nicht auf andere Waldstücke übergreift. Die Hauptbekämpfung erfolgte über Löschhubschrauber und Löschroboter. Aus vielen umliegenden Gemeinden wurden zusätzliche Feuerwehrkräfte zusammengezogen und unterstützten die Gemeinde Oberkrämer bei der Bekämpfung dieses Großbrandes. Aus dem Havelland unterstützten Einheiten mit Löschrobotern den Einsatz. Solch ein Einsatz über viele Tage führt alle Beteiligten an ihre Belaszungsgrenze und deshalb gilt mein Dank in erster Linie den Kameraden*innen für ihren selbstlosen Einsatz.

Um Informationen aus erster Hand über den aktuellen Stand in Erfahrung zu bringen, habe ich Kontakt mit Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys aufgenommen. Dass der Einsatz aufgrund der Einsatzdauer und Belastung an die Leistungsgrenze der Kameraden*innen geht, stand schon zu diesem Zeitpunkt fest.  Der Bürgermeister hatte darüber hinaus auch die Befürchtung, dass die Gemeinde möglicherweise mit den Kosten – ca. 250.000 € (insbesondere der notwendige Einsatz von Löschhubschraubern) – für diesen über mehrere Tage andauerndem Großeinsatz, allein bliebe. Daraufhin habe ich mich noch am selben Tag an das Ministerium für Inneres und Kommunales gewandt, um zumindest diese Sorge zu entkräften.

Die Gemeinde kann selbstverständlich einen Antrag auf Zuwendung aus dem Landeshaushalt stellen. Bereits im vergangenen Jahr wurden Diskussionen zu den finanziellen Folgen solcher Großschadensereignisse geführt. Wir, als Regierungskoalition, haben daher in der Haushaltsdiskussion zum Landeshaushalt einen extra Haushaltstitel für Zuwendungen an Gemeinden eingerichtet, aus welchen Mittel für solche Waldbrände finanziert werden können.

Ich verfolge die Entwicklungen rund um das Geschehen weiter und hoffe, dass der Einsatz in Oberkrämer nicht für den Anfang einer langen Waldbrandsaison in Brandenburg steht. Die starken Regenfälle der vergangenen Tage werden die Waldbrandgefahr glücklicherweise zunächst minimieren und tun den Einsatzkräften sicherlich auch gut, sofern sie nicht gleich wieder aufgrund von Starkregenfällen in weitere Einsätze geschickt werden müssen.