So schnell vergeht die Zeit, die Ferien sind vorbei und meine Tour de Noack 2021 habe ich auch beendet.

In der dritten Woche war ich in Kremmen und Hennigsdorf unterwegs und als erstes konnte ich mir einen Einblick in die Sana Kliniken in Sommerfeld verschaffen.

1912-1914 waren die jetzigen Sana Kliniken das ehemalige Tuberkulose Krankenhaus von Berlin Charlottenburg und ist nicht nur unter Denkmalgesichtspunkten ein „Highlight“ in Oberhavel. Es liegt landschaftlich reizvoll in unmittelbarer Nähe des Beetzer Sees – Nein, es ist auch für unser aller Gesundheit einer der herausragenden Standorte in Oberhavel. Der Geschäftsführer des Klinikverbundes Berlin-Brandenburg Herr Christian Quack und die Direktorin des Standortes Frau Wiebke Gröper gaben einen Einblick in Entwicklung und Leistungsprofil des Fachkrankenhausstandortes. Sana wurde 1976 gegründet und ist bis heute zum drittgrößten Privaten Klinikbetreiber gewachsen. Ca. 34.000 Mitarbeiter versorgen jährlich 2,2 Mio. Patienten. Das die einzige pneumologische (Lungenkrankheiten) Rehaklinik sich deutschlandweit in Sommerfeld befindet, werden sicherlich nicht alle wissen. Beim Rundgang zusammen mit Ariane Fäscher unserer Bundestagskandidatin, konnten wir in der Ergotherapie von Herrn Dr. Amelung und dem Sporttherapeut Herrn Kimmel viel zum onlinegeschützten „CASPAR“ Programm erfahren und selbst testen. Frau Dr. Twietmeyer hatte in den letzten 18 Monaten viele Erfahrungen zu Corona Nachbehandlungen in der pneumologische Reha zu berichten. Das Krankenhaus mit all seinen Mitarbeitern (ca. 500) hat im letzten Jahr wie viele andere in der Bewältigung der Pandemie manch „unvorstellbare“ Herausforderung meistern müssen. Die Zeit war zu kurz und ich werde Sommerfeld nochmals besuchen müssen, da ich und mein Team dort auch sehr herzlich und aufgeschlossen empfangen wurden.

Reha Abteilung der Sana Kliniken
Reha Abteilung der Sana Kliniken v.l. Ariane Fäscher, Andreas Noack, Frau Gröper Direktorin, Frau Twietmeyer Ärztin,

 

Danach ging es zurück nach Kremmen. Das Theater „Tiefste Provinz“ hat aufgrund der „verordneten“ Schließung in den letzten 15 Monaten viel durchmachen müssen und zusammen mit Mitgliedern des SPD Ortsvereines Kremmen haben wir über Konzepte, Hilfen und vieles mehr gesprochen und diskutiert. Die Kultur in ländlichen Regionen hat es in der Vergangenheit schon nicht einfach gehabt. Andreas Dalibor und sein Team haben aber den Enthusiasmus auch diese Zeit zu überstehen, auch wenn es Rückschläge gibt und nicht jede finanzielle Hilfe des Staates für sein Projekt angekommen ist. In seinem Theater hätte er für ca. 108 Gäste Platz aber durch die Maßnahmen dürfen nur 50 Gäste teilnehmen, um aber wenigstens kostendeckend arbeiten zu können, müssten es 70 Gäste sein. Andreas Dalibor plant aber Veranstaltungen, um im Gespräch zu bleiben und erwartet bessere Zeiten. Denn sein „Theater soll sich wieder füllen und Kultur erlebbar machen.

vor der Kombüse in Kremmen v.l. Ariane Fäscher, Andreas Dalibor, Andreas Noack

Mit dem Bauausschussvorsitzenden der Stadt Kremmen Ricky Schlichting (von Beruf und Berufung Feuerwehrmann) habe ich mich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses ausgetauscht. Ich kenne den jetzigen Standort und das Projekt für den neuen Standort der Feuerwache. Das dafür Fördermittel des Landes in Kremmen herzlich willkommen sind, machte Ricky Schlichting nochmals deutlich.

 

Am nächsten Tag habe ich das Unternehmen Kurt Eulzer Druck in Hennigsdorf besucht. Hennigsdorf ist nicht nur Stahlstadt, sondern auch die Ideenschmiede und der Produktionsstandort von Millionen Glückwunschkarten. Dafür sorgt die Kurt Eulzer Druck GmbH & Co. KG in der Herrmann-Schumann-Straße, welche im Rahmen meiner „Tour“ kennen lernen dürfte. Die Geschäftsführer des inhabergeführten Unternehmens Reinhard Nowozin und sein Sohn Benjamin Nowozin haben sich nicht nur viel Zeit für mich genommen, sondern waren hoch interessiert vom „Politikgeschäft“ im Land und darüber hinaus Informationen zu bekommen. Das das Unternehmen nachhaltig und energieeffizient arbeitet, zeigen nicht nur die Photovoltaik Anlage auf dem Dach und die entsprechenden Batteriespeicher, sondern auch neue umweltschonende neue Produktlinien. Nachdem ich nach 2 Stunden „schon Löcher im Bauch hatte“ von den vielen Fragen (es ist anzumerken, das beide Geschäftsführer gut informiert und vernetzt in der Region sind) an einen „Berufspolitiker“ haben wir uns die graphische Gestaltung (8000 unterschiedliche Motive) und die entsprechend anspruchsvolle Produktion (nicht nur Druck) angeschaut. Das die Firma zu Beginn in diesem Jahr und auch 2020 mit den Schließungen des finalen Einzelhandels (wo kauft man Glückwunschkarten?) zu kämpfen hatte und hat und wie sie diese mit den Mitarbeitern und den Kunden lösten und lösen, hat mich als „Finanzer“ natürlich besonders interessiert. Aber aus einer Krise kann man auch gestärkt herauskommen und Eulzer Druck erweitert die Geschäftsfelder – hat den Onlinehandel gestartet und neue Produkte implementiert. Zuversicht und Risikobereitschaft auch neu zu denken und zu handeln, gehören bei Eulzer zum unternehmerischen Zeitgeist. Es hat Spaß gemacht zu zuhören und zu sehen wie Mitarbeiter auch „meine Glückwunschkarten“ herstellen. Wie junge Menschen ob im dualen Studium oder als geflüchtete Menschen einen Start ins berufliche Leben oder eine Perspektive im Beruf erhalten. Fachkräfte sucht auch Eulzer und wünscht sich, wie viele Mittelständler, das Ausbildung im Handwerk oder der graphischen Gestaltung Zukunft hat.

 

In den 3 Wochen „Tour de Noack“ habe ich viel Neues in Oberhavel und Umgebung entdecken und erleben dürfen. Es war sehr vielfältig gewesen. Egal ob die Gespräche mit den Bürgermeister*in oder auch Unternehmern aus Kultur, Tourismus, Gesundheit, Landwirtschaft und auch Wirtschaft waren für mich sehr aufschlussreich. Ich nehme die Probleme ernst und werde unterstützend den Betroffenen zur Seite stehen.

Ich danke noch mal allen Gesprächspartnern der drei Wochen. Was mich sehr erstaunt hat, dass alle mit denen ich mich getroffen habe, sehr viel Zeit für mich genommen haben. Auch einen großen Dank gilt die Mitglieder von den Ortsvereinen die mich in meiner Tour in Ihren Orten unterstützt haben: Steven Roltsch Gransee, Christian Hartphiel Templin, Tony Sieg Löwenberger Land und Karsten Peter Schröder Oberkrämer.

Ich bin schon sehr gespannt wo es mich im Sommer 2022 auf meiner „Tour de Noack“ hinführen wird.