Zum Thema „Zukunft der öffentlichen Mobilität in Oberhavel“ hatte die Friedrich-Ebert-Stiftung zu einem Gesprächsforum in das Veltener Ofenmuseum eingeladen. Gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Sebastian Rüter (MdL aus Teltow und Sprecher für öffentliche Mobilität) und unserem Landrat Alexander Tönnies haben wir über die Öffentliche Mobilität in Oberhavel, mit den Bürgern und Bürgerinnen referiert und diskutiert. Als Gäste konnten auch die Bürgermeisterin von Velten Ines Hübner, sowie die Bundestagsabgeordnete Ariane Fäscher WK 57 sowie zahlreiche interessierte Bürger*innen begrüßt werden.

„Ich bin schon immer ein optimistischer Mensch gewesen und somit ist das Glas immer halbvoll und nicht halbleer! Bedeutend wird sein, wie wir es schneller füllen können und somit mehr Mobilität insbesondere öffentliche zur Verfügung stellen.“ So meine eingehenden Worte zur Veranstaltung. Im Bereich Mobilität und Infrastruktur in Oberhavel  gibt es viel zu tun, aber es wurde auch schon viel erreicht. Zur öffentlichen Mobilität gehören neben den Angeboten von Bahn oder Bus auch Park & Ride, Radwege, ein barrierefreier Zugang zum Nahverkehr und vieles mehr. Es ist darüber hinaus wichtig, den S-Bahn Anschluss Veltens zu fordern, aber wir dürfen dabei nicht das Angebot der Menschen in den ländlichen Regionen wie zum Beispiel in Oberkrämer oder im Norden unseres Landkreises vergessen und bei Ihnen den Eindruck des „Abgehängt“ seins hinterlassen.

Viele Menschen kommen tagtäglich in den Landkreis um hier zu arbeiten, deshalb ist es auch für die Unternehmen so wichtig, dass es für Ihre Angestellten gute Anbindungen für Ihre Mitarbeiter*innen existieren. Aber eins dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, wer und wie soll das alles finanziert werden?  Um die Projekte alle umsetzen zu wollen benötigen wir Geld. Die derzeitigen ca. 500 Mio. Euro Regionalisierungsmittel des Bundes werden für den dauerhaften Betrieb der Projekte aus  i2030 nicht ausreichen. Aber nicht nur Geld ist das Problem, sondern auch die Bereitstellung von Personal und Schienenbetriebstechnik. Ich lese oft, das Verbindungen ausfallen wegen Personalmangel oder bei Busverbindungen der Takt verändert wird, da nicht ausreichend Personal vorhanden ist, um den Verkehrsauftrag zu erfüllen. Die zukünftigen Aufgaben sind gewaltig und vielfältig. Nicht alles ist von heut auf morgen zu leisten. Ich werde aber weiterhin daran arbeiten, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. Unser Landrat Alexander Tönnies gab einen Ausblick auf die Aufgaben, welche  der Landkreis Oberhavel in der nächsten Zeit umsetzen möchte. Die Anschaffung von Elektro Gelenkbussen ist nur ein Baustein um in Zukunft CO2 – neutral zu werden. Solch ein Fahrzeug kostet 700.000 Euro, doppelt so viel wie ein Diesel betriebener Omnibus.

Es war ein interessanter Abend mit vielen inhaltsreichen Gesprächen und vielen Dank an Anne Seyfferth von der Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Potsdam für die tolle Organisation.