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Denkmalschutz bewahrt Identität!

 

Am vergangenen Freitag gab Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle den Startschuss für den Denkmalpflegepreis 2022. Im Wissen um die vielen Denkmale auch in meiner Region ist es mir ein besonderes Anliegen darauf aufmerksam zu machen. Ob das Ofenmuseum in Velten oder das Alte Rathaus mit Feuerwache in Hennigsdorf. Städte und Gemeinden bewahren unser Erbe, aber auch viel privates Engagement. 

Seit 1992 wird jährlich dieser Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Denkmalpflege und Bodendenkmalpflege verliehen.  Insbesondere das ehrenamtliche Engagement von Bürgern und Bürgerinnen oder bürgerschaftlichen Initiativen sollen für Ihre Arbeit gewürdigt werden. Der Denkmalschutz mobilisiert so viele Menschen, die oft nur durch Ihren Einsatz, Denkmale in der letzten Minute vor dem Verfall retten konnten. Durch dieses besondere Engagement gibt es viele Denkmale die dauerhaft erhalten bleiben können. Durch diese Arbeit der vielen Bürger und Bürgerinnen wird auch in Zukunft uns die Vergangenheit gelehrt.

Genau diese Bürger und Bürgerinnen sollen für Ihren Einsatz ausgezeichnet und mit einer finanziellen Anerkennung, dem Preisgeld, gewürdigt werden.

Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 18.000 Euro vergeben.

„Der Geldpreis für Preise beträgt mindestens 3.000 Euro. Bürgerschaftlichen Initiativen können bis zu 7.500 Euro zuerkannt werden, die für ihre satzungsgemäßen Aufgaben verwendet werden sollen. Die Preise können nicht geteilt werden.“ (Quelle: Mwfk)

Bewerben können Sie sich bis 15. Mai 2022 beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Anschließend wird eine Jury aus 8 ehrenamtlichen Mitgliedern darüber entscheiden wer in diesem Jahr den Denkmalpflegepreis 2022 erhält.

Der Brandenburgische Denkmalpflegepreis kann insbesondere vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und Erhaltung von Bau- und Gartendenkmalen, technischen Denkmalen sowie archäologischen Denkmalen richtungsweisende Beispiele denkmalverträglier Umnutzung von Denkmalen
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Denkmalpflege.

 

Die genauen Richtlinien finden Sie unter:

Richtlinien Denkmalpreis 2022

 

Allen Teilnehmenden wünsche ich viel Glück und danke Ihnen jetzt schon für Ihre Arbeit.

 

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KZ-Außenlager in Grüneberg – Manja Schüle vor Ort

 

Vor 5 Jahren haben sich 5 Jugendliche, nach einem Aufruf über Facebook, zusammen gefunden, um das Projekt „ÜberLagert“ in Grüneberg ins Leben zu rufen. Dabei unterstützte die evangelische Pastorin Ruth-Barbara Schlenker von Beginn an dieses vom Landesjugendring geförderte Erinnerungsprojekt.

In Grüneberg befand sich eines von mehreren Außenlagern des Konzentrationslagers Ravensbrück, in welchem bis zu 1.800 weibliche Häftlinge, verschiedener Nationen, gezwungen wurden, für die faschistische Rüstungsindustrie zu arbeiten. In Grüneberg wurden durch Zwangsarbeit von Frauen u.a. Patronenhülsen produziert. 

Ich war und bin von diesem Jugendprojekt so überzeugt, dass ich Manja Schüle (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur) gebeten habe, sich vor Ort ein Bild zu machen und sie schon Anfang 2020 einlud nach Grüneberg zu kommen. Ich habe mich sehr gefreut, das dies nun möglich war und sich die Ministerin gerne die Zeit genommen hat. Ihr liegt die Jugendarbeit und insbesondere die authentische geschichtliche Auseinandersetzung am „Herzen“. Oft fragte sie bei dem Treffen, wie sich denn die Jugendlichen solche Erinnerungsorte zukünftig vorstellen. Was sollte geschehen, wenn Zeitzeugen in wenigen Jahren nicht mehr von „Erlebnissen“ berichten können? 

Was die Initiatoren sich wünschen, sind ein oder zwei Informationsstelen und einige Sitzbänke zum Verweilen, um an diesem denkmalgeschützten Ort zu verweilen. Sie haben über 5 Jahre recherchiert und dokumentiert. Daran sollen Besucher teilhaben, um über das Leben und Leiden der Frauen an diesem Ort etwas zu erfahren und es für sich nachvollziehen zu können. Dies natürlich auch in digitaler Form, wie der seit 3 Jahren verfügbaren Actionbound App oder die Webseite Grüneberg ERINNERT (grueneberg-erinnert.de)

Bei Ihren Nachforschungen wurden überlebende Frauen dieses Außenlagers von Ravensbrück in Slowenien ausfindig gemacht. Mit diesen haben sich die Jugendlichen bereits getroffen und deren Erinnerungen und Erlebnisse dokumentarisch fest gehalten. Sie stehen auch weiterhin mit Ihnen in Kontakt. Sie haben eine Übersetzerin gewinnen können, welche in dem Altenheim arbeitet, in welchen die überlebenden Frauen heute wohnen. Tony Sieg ist einer der Jugendlichen, welcher dieses Projekt von Beginn an begleitet. Seit 3 Jahren arbeitet auch Julius Röper aktiv mit.

In Ihren Recherchen haben sie erfahren, dass 1945 ein Kind in diesem Lager geboren wurde. Sie erfuhren, das der heutige Rentner in Polen, in der Nähe der Stadt Krakau, wohnt. Sie stehen bereits in Kontakt mit ihm und haben den festen Willen ihn zu besuchen. Dies sollte schon letztes geschehen, doch die Corona Pandemie verhinderte die Reise ins Nachbarland. Ariane Fäscher, SPD Direktkandidatin für den Bundestag, gab einen guten Hinweis, sich für die Fahrt nach Polen an das Deutsch-Polnische Jugendwerk zu wenden. Diese unterstützen Fahrten, welche sich mit der geschichtlichen Auseinandersetzung beider Staaten befassen.

Der stellvertretende Bürgermeister Manfred Telm hat zugesichert, dass Sitzgelegenheiten am Standort des Denkmals sicher nicht ein Problem darstellen sollten. Die Gemeinde unterstützt das Projekt sehr gern, mit den Ihr zur Verfügung stehenden Mitteln.

Ich danke auch allen anderen Anwesenden wie Inga Röper und Emily Marien, aber auch allen Unterstützern die nicht beim Treffen dabei sein konnten. Ich werde es weiterverfolgen und mit Tony dazu im engen Kontakt bleiben.

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Kulturministerin zu Besuch in Grüneberg

 

Eine Ministerin für Kultur zu Besuch im Löwenberger Land. Da denkt der „Städter“ vielleicht, was hat das landwirtschaftlich geprägte Dorf Grüneberg mit Kultur zu tun. Ganz klar! Da unser Oberhavel vielfältig und interessant ist, kommt Kultur „am Dorf“ nicht vorbei. Der gemischte Chor aus Grüneberg hat in diesem Jahr noch viel vor.

Auf meine und Ariane Fäschers Einladung hin, wurde die Ministerin Manja Schüle vor Ort, bei schönstem Sonnenschein, durch Bürgermeister Bernd Christian Schneck, Chorleiterin Christina Wacker  und den Chormitgliedern Elfriede Kloss und Doris Pohlandt am vergangenen Freitag begrüßt. Wir trafen uns im Dorfgemeinschaftshaus, der ehemaligen Dorfschule von Grüneberg. Heute ist dort ein Teil des Hortes integriert und im Obergeschoß hat der Jugendclub sein zu Hause. Aber auch Senioren treffen sich dort, um zu singen, Karten zu spielen oder einfach nur beeinander zu sein.  Frau Wacker (Vorsitzende des Chors) berichtete vom Zusammenhalt in der Gemeinde und wie dieser täglich zwischen Jung und Alt ge- und erlebt wird.

Aus diesem Zusammenhalt heraus ist die Idee des Chores entstanden, ab Herbst Workshops anzubieten. Gemeinsam Musizieren – zugezogen und gebürtige Grünberger, jüngere und an Lebenjahren ältere, sollen angesprochen werden, um gerade nach der Pandemie das Zusammensein wieder zu erleben.

Um dieses Projekt zu unterstützen und es kennen zu lernen, besuchte die Kulturministerin Manja Schüle Grüneberg.  Sich authentisch vor Ort ein Bild machen und mit den „Machern“ ins Gespräch zu kommen, stand im Mittelpunkt des Besuches. Die Ministerin gab schon mündlich Ihre Zusage das Projekt zu unterstützen. Der Antrag auf Förderung ist gestellt und mit bis zu 6.000 € Unterstützung kann der Chor in Grüneberg rechnen. Damit können unter anderem Musikinstrumente gekauft und die Workshops organisiert werden.

Meine Unterstützung ist den engagierten Grünebergern sicher und auch unsere Bundestagskandidatin Ariane Fäscher, selbst Sängerin, war begeistert von dem Engagement vor Ort. Kleine Vereine zu unterstützen und den ländlichen Raum zu stärken ist mir politisch wichtig und ich freue mich schon jetzt im Herbst dabei zu sein, wenn das Projekt startet.