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Stadler Rail investiert in der Region

 

Am 27. September 2021 hat Stadler in Schönwalde-Glien im OT Perwenitz seine Tore offiziell geöffnet. Bedingt durch die Corona Pandemie wurde die feierliche Eröffnung um einige Monate verschoben. Im Frühjahr 2021 ist dort das Drehgestell-Revisionszentrum mit angeschlossenem Logistikzentrum an den Start gegangen. Neben Berlin Pankow und Velten eine weitere wichtige Standortentscheidung des Konzerns aus der Schweiz. In Perwenitz direkt an der A10 wird die Revision und Reparatur von Drehgestellen von Schienenfahrzeugen vorgenommen. Auf 4.300 m² Produktionsfläche werden Drehgestelle komplett zerlegt, gereinigt und geprüft. Verschleißteile werden erneuert und am Ende steht ein Drehgestell, welches einem neu produzierten in nichts nachsteht. Meist Eisenbahnverkehrsunternehmen nutzen diese Dienstleistung von Stadler und natürlich Stadler selbst. Qualität und Liefergenauigkeit haben höchste Priorität. 

Johannes Funke (Landtagsabgeordneter aus Havelland) und ich sind sehr gerne der Einladung von Stadler gefolgt. Der Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde- Glien und Vertreter des Landkreises Havelland haben diese Engagement begrüßt und für sehr schnelle Genehmigungsverfahren gesorgt. Über 10 Mio. € wurden bereits investiert. Der Um – und Ausbau der Hallen und die Installation sehr hochwertiger Produktions – und Messanlagen sind in einem beeindruckenden Tempo umgesetzt worden, um den Standort ans „Netz“ zu bekommen.

Herr Becker Standortleiter hat uns in einer Führung einen Einblick in Ihre Arbeit gegeben. Momentan besteht das Team aus ca: 44 Mitarbeitern wird aber in den nächsten Monaten noch wachsen. Es stehen schon neue Mitarbeiter in den Startlöchern, die in Schweiz erst mal eingearbeitet werden. Das Inbetriebnahmezentrum von Stadler in Velten dürfte ich bereits kennen lernen und mich davon überzeugen, das Stadler keine „halben Sachen“ macht. An diesem Standort wurde in der Vergangenheit ebenfalls investiert. Velten und Berlin werden von dem Standort in Schönwalde- Glien profitieren.  Stadler kann nun weitgehend auf Fremdvergaben von Drehgestellrevisionen und Reparaturen verzichten. Dadurch wird die Zeit einer Revision verkürzt und zusätzliche Transportwege und damit CO2 eingespart. 250 Drehgestell-Revisoren werden zukünftig im Ein-Schichtbetrieb durchgeführt werden können.

Es ist wichtig, dass Schienenfahrzeugbauer in Brandenburg ein festes Standbein haben, denn dieser Industriezweig hat eine lange Tradition. Zusätzliche Angebote im Bahnverkehr, zusätzliche Fahrkilometer im SPNV sind ein wichtiger Bestandteil, um Klimaziele zu erreichen. Unternehmen wie Stadler sichern, bauen aus und erweitern Industriestandorte. Sie schaffen hochwertige Industriearbeitsplätze und damit sichern sie auch unseren zukünftigen Wohlstand.

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Bio aus der Ofenstadt

 

Das Velten zu einem Zentrum der Bio-Lebensmittelwirtschaft wird, hat wohl nicht nur mit der verkehrsgünstigen Lage zu tun. Ob bei der BIO COMPANY, an der Fleischtheke oder vielen Lebensmittelmärkten im Milchregal, findet man Produkte aus der Ofenstadt. Neben dem „Luisenhof Milchmanufaktur“ im Veltener Businesspark, hat sich seit einigen Jahren auch die Biomanufaktur Havelland etabliert. Diese stellt Wurst- und Fleischwaren in Bioqualität her. Das  zu verarbeitende Fleisch für die Produktion, bezieht das Unternehmen aus der Region und sichert somit auch Arbeitsplätze in der Landwirtschaft der Region.

„Das ist uns wichtig“, sagt Geschäftsführer Thomas Schubert. Es macht keinen Sinn Tiere quer durch die Republik zu fahren und das Fleisch für die Verarbeitung dann erneut über hunderte Kilometer zurück bis zur Verarbeitung. Gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Johannes Funke, Agrarsprecher der SPD-Landtagsfraktion und Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Havelland, diskutierten wir unter anderem auch das „Für und Wider“ von Schlachtkapazitäten in der Region Berlin-Brandenburg.

Das Unternehmen „Biomanufaktur Havelland“ welches vorrangig Schweine- und Rindfleisch verarbeitet, möchte dem ständig steigenden Bedarf entsprechen und sich am Standort erweitern.  Waren es zu Beginn knapp 20 Mitarbeiter*innen so haben heute 70 Angestellte einen Arbeitsplatz in der Ofenstadt. Auch einige Veltener*innen haben dort wohnortnah ihren Job gefunden, wie ich freudig bei meinem Rundgang feststellen konnte.

Einen Großteil der verarbeiteten Produkte liefert die Biomanufaktur an die BIO COMPANY, aber auch Mensen, Kindergärten oder etablierte Imbissanbieter, werden mit frischen Produkten in Bio-Qualität beliefert. Dabei wird der Betrieb regelmäßig zertifiziert und geprüft. Auch die Lieferanten, welche das Tierfleisch produzieren, vom Schlachthof bis zum Zerlegebetrieb wird zertifiziert. Dies beginnt beim Tierfutter und endet bei den verwendeten Gewürze in der Verarbeitung. Das Biosiegel hat höchste Priorität!

Der Rundgang durch den Betrieb zeigte deutlich, wie professionell und konzentriert hier gearbeitet wird und werden muss. Herzlichen Dank an Herrn Schubert und Frau Metka für diesen interessanten Einblick in die Lebensmittelproduktion „Made in Velten“. Die Planungen zur Erweiterung des Standortes sehen auch einen Direktverkauf vor Ort vor. Sicherlich kommen dann noch weitere Produkte in das Sortiment und man hat dann die „Bio Fleischtheke“ in Velten vor Ort“.