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Oberhavel erleben – Tour de Noack 2021

 

Die „Tour de Noack“ hat in der zweiten Ferienwoche begonnen. In der ersten von drei Wochen war ich in meinem Betreuungswahlkreis Lychen, Fürstenberg /Havel und Gransee unterwegs. Es ist mir wichtig auch dort vor Ort mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Durch die Corona Pandemie habe ich jetzt erst die Gelegenheit gehabt, mich mit der Bürgermeisterin von Lychen Karola Gundlach zu treffen. Die Stadt liegt inmitten von Seen und ist daher ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Es gibt viele Themen die Lychen bewegen die Kommunalfinanzen, der Tourismus, Infrastruktur aber auch die Badesicherheit vor Ort. Lychen hat neben dem Tourismus auch viele Handwerksbetrieb, welche trotz Pandemie ihre Arbeit fortsetzten konnten und somit Steuereinnahmen für den Ort generierten. Die Campingplätze waren von den Einschränkungen nicht so stark betroffen, wie Ferienhausvermieter oder auch Hotelbetriebe. Dadurch waren die Plätze immer gut ausgelastet und ach Kurtaxen konnten erhoben werden. Christian Hartphiel, Stadtverordneter von Templin, konnte mich beim Termin begleiten. Beide haben mir von Ihrer Arbeit vor Ort berichtet und ich konnte mir einen guten Einblick verschaffen.

Am Nachmittag traf ich Robert Philipp den Bürgermeister von Fürstenberg. Mit ihm habe ich viel über Kommunalfinanzen aber auch über die B96 gesprochen. Beide Bürgermeister*in haben mir in den Gesprächen auch wiedergespiegelt, dass sich die Zusammenarbeit gemeinsam mit den Stadtverordneten schwieriger als in der Vergangenheit gestaltet, da die Grenzen des Haushaltes der Gemeinden Grenzen setzen. Deutlich wurde aber auch, das beide Städte sich in den letzen Jahren sehr positiv entwickelt haben.

Meinen zweiten Tag begann ich in Großwoltersdorf im Gut Zernikow. Thomas Löwe von der Aqua Zehdenick führte mich über das Gut und hat mir viel von der Geschichte des Gut Zernikow berichtet. Immer noch werden Räume aufwendig saniert, was auch Dank von Fördermitteln des Denkmalschutzes aus dem Leader Programm erfolgt. Auf dem Gut liegt auch der Ursprung der Seidenraupenzucht in Deutschland. Diese Raupen ernähren sich ausschließlich von frischen Blättern des Maubeerbaums und können dann ihre Seidenfäden spinnen. Es gibt eine kleine Ausstellung zur Geschichte dieser Zucht und des Gutes. Für das leibliche Wohl wird auch gesorgt. Familie Koch hat in einem ehemaligen Schafstall eine Crêperie „Bric á Brac“ eröffnet in dem u.a. herzhafte Galettes und süße Crêpes serviert werden. Aber auch Ferienwohnungen werden auf dem Gutshof angeboten. Es ist ein Besuch wert. Für jeden ist was dabei egal ob klein oder groß.

                                                                                           

Am Nachmittag führte mich mein weiterer Termin zum Stechlinsee nach Neuglobsow. Prof. Dr. Mark Gessner des Leibnitz Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei hat mir einen Einblick in seine Arbeit vor Ort gegeben. Als ich ankam war ich sehr überrascht was im Wald zum Vorschein kam. Zu Spitzen Zeiten arbeiten dort ca. 80 Mitarbeiter aus verschiedensten Ländern. Das Limnologische Institut untersucht die Veränderungen im Wasser unter Zugabe unterschiedlicher Nährstoffe. Meistens werden in den Versuchen Phosphor zugegeben. In dem Seelabor mit 24 einzelnen Becken (abgetrennt vom See), werden diese Veränderungen in der Praxis untersucht. Nur so kommt man zu realistischen Erkenntnissen zur Veränderung in unserer Umwelt. Jeder einzelne Versuch vor Ort, wird von der unteren Wasserbehörde genehmigt. Es werden keine Schadstoffe dem See hinzugefügt. Dass ich die Möglichkeit hatte mit dem Boot mir das Seelabor als „Reallabor“ anzuschauen, war faszinierend. Dies erlebt man ja nicht jeden Tag.

                                                                                            

Am dritten Tag meiner Tour stand Fürstenberg/Havel und Gransee auf dem Plan. Begleitet hat mich unsere Direktkandidatin für den Bundestag Ariane Fäscher. Der erste Halt war die „Alte Rederei“, eine kleine Gastronomie und Hotellerie mit vielen touristischen und kulturellen Angeboten wie z.B. auch ein kleines Kino. Mit dem Inhaber Michael Wittke haben wir über die aktuellen Probleme nach und während Corona gesprochen aber auch die B96 war natürlich Thema unseres ausgiebigen Gespräches. Nachdem die „Alte Reederei“ im letzten Jahr nicht öffnen konnte, versucht man in diesen Wochen wieder Fuß zu fassen.

In Anschluss daran haben wir die Bildungsstätte „Waldhof Zootzen“ besucht. Frau Klinghardt, die Leiterin des Objekts, hat uns mit Leidenschaft von Ihrer Arbeit vor Ort erzählt. Vor einem Jahr hat die SPI Stiftung dieses Objekt in mitten der Corona Pandemie übernommen und versucht Ihre pädagogischen Angebote in die Tat umzusetzen. Im Waldhof sind nicht nur Schulklassen und Feriengruppen gern gesehen, sondern auch Familien die mitten in der Natur Urlaub machen möchten. Darüber hinaus kann man die Räume auch für Veranstaltungen, Schulungen etc. buchen. Frau Klinghardt möchte in der Zukunft noch viele Projekte vor Ort umsetzten und dafür habe ich Ihr meine Unterstützung weiterhin zugesagt.

Der letzte Termin in meiner ersten Woche brachte mich nach Gransee zu Mario Gruschinske und Nico Zehmke. Nachdem ich beim Spatenstich des Gesundheitszentrums im letzten Jahr dabei war wollte ich mir einen Eindruck verschaffen wie weit der Bau vor Ort fortgeschritten ist. Es war schön zu sehen wie es seine Gestalt annimmt. Weiter ging es zum Kloster von Gransee. Auch dieses Objekt wird saniert und wartet auf seine kulturelle Nutzung. Nur durch zugesicherte Fördermittel sind diese Objekte für Gransee umsetzbar. Viel Herzblut steckt in diesem historischen Kloster was einst auch mal eine Schule war. Durch einen Großbrand 1604 wurde die Klosterkirche, und 1711 durch einen weiteren Brand der westliche Flügel mit Kreuzgang zerstört. Nur noch der östliche Klausurflügel mit Kreuzgang ist erhalten. Gransee hat mit der Sanierung der Innenstadt Identität gestiftet und die Bürger machen mit.

                                                                                                    

 

Diese Woche war in unterschiedlichster Weise sehr interessant gewesen. Ich danke, allen das sie sich so viel Zeit für mich genommen haben und ich so viel neue Einblicke mitnehmen konnte.

Ich bin schon sehr gespannt was mich in meiner zweiten Woche im Löwenberger Land, Oberkrämer und Velten erwartet.

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Städtebauförderung: Geld für lebendige und attraktive Orte

 

Städtebaumittel helfen Bausubstanz zu erhalten, das Zusammenleben in Städten und Gemeinden attraktiver zu machen und retten manches historische Gebäude vor dem Verfall. 2020 wurden 98,5 Millionen Euro an 72 Kommunen im Land Brandenburg ausgereicht. Grundlage dafür waren die Programme „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“, „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der und Stadt- und Ortskerne“, und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere“. Die Fördermittel werden durch kommunale Eigenanteile ergänzt.

Ich freue mich sehr das auch Stadt und Gemeinden aus meinem Wahlkreis und Betreuungswahlkreis davon profitieren. Jeder eingesetzte Euro ist gut angelegtes Geld. Unsere Orte bleiben lebendig und werden attraktiver. Brandenburg ist für seine historischen Stadtkerne bekannt. Mit dem Programm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der und Stadt- und Ortskerne“ werden Stadt- und Ortszentren unterstützt oder Bausubstanz erhalten oder deren Nutzungsvielfalt gefördert. Mit dem Programm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ werden strukturschwache Stadt- und Ortsteile aufgewertet, Wohn- und Lebensqualität erhöht, Bevölkerungsgruppen integriert und der Zusammenhalt in der Nachbarschaft gestärkt. Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere“ fördert Städte und Gemeinden, die vor besonderen demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. Neue Schwerpunkte des Programmes sind mehr Klimaschutz und Stadtgrün.

Die Stadt Hennigsdorf hat auf Grundlage der Programme 1,8 Mio. Euro, Kremmen 50.000 Euro und Gransee 750.000 Euro im letzten Jahr erhalten.

Das sind gute Nachrichten für unsere Region. Städtebauförderung war und ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung unserer Kommunen. Sie kommt jedem Einwohner zu Gute, da diese Mittel das bauliche Erbe bewahren und weiterentwickeln, aber auch Teilhabe und Austausch am gesellschaftlichen Leben für alle ermöglichen.

In diesem Jahr erhält das Land Brandenburg 44,8 Mio. Euro aus Bundesmitteln für die Städtebauförderung. Das Land stockt diesen Betrag um weitere 44,8 Mio. Euro auf. Dies ist mir als Mitglied im Haushaltsausschuss wichtig, um Projekte im gesamten Land Brandenburg finanzieren zu können. Darüber hinaus das der Haushalt noch im alten Jahr beschlossen und somit die Mittel für neue Projekte jetzt zur Verfügung stehen. Mit diesem Geld unterstützen wir auch in diesem Jahr die Kommunen bei der städtebaulichen Entwicklung. Das ist für die Zukunft Brandenburgs wichtig: Historische Stadtkerne und lebendige Quartiere sind attraktiv für die Menschen und wo man gern ist, bleibt man auch.

Auch für meine Heimatstadt Velten wünsche ich mir diese Förderung. Notwendig ist aber dafür, dass meine Kommune diese Entwicklungspotenziale nutzen möchte. Dann steht auch der Inanspruchnahme von Fördermitteln vom Bund und Land nichts im Wege.

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In Gransee – Gesundheit und Städtebauförderung

Das Städtebauförderung, Regionalentwicklung und eine „Gesunde“ Stadt zusammengehören, machte heute nicht nur der ehrenamtliche Bürgermeister Mario Gruschinske heute in Gransee deutlich. Der Minister für Infrastruktur und Landesplanung Guido Beermann, die Vorsitzende des Amtsausschusses Christin Zehmke und der stellv. Amtsdirektor verwiesen in Ihren kurzen Ansprachen auf die vielfältige Bedeutung des Neubaus in der Rudolf-Breitscheid Strasse 32 – mitten im Herzen der Stadt.

Die Grundsteinlegung für das Gesundheitszentrum (4,1 Mio.€ Baukosten) wird die Innenstadt weiter beleben und für barrierefreie Arztbesuche sorgen. Mich hat als Mitglied des Infrastrukturausschusses des Landtages die praktische Umsetzung des Förderprojektes „SUW – Stadt-Umland Wettbewerb) interessiert, denn neben den ca. 2 Mio. € Fördermittel der EU, fliessen auch ca. 600 T€ des Landes in dieses Projekt.

 

Die Entwicklung von ländlichen Räumen, wie Oberhavels Norden mit der Stadt Gransee, wird nur funktionieren wenn die Attraktivität vor Ort gegeben ist. Dazu gehört nun mal auch die ärztliche Versorgung vor Ort.

Dies nehmen und nahmen die Gemeindevertreter und die Verwaltung vor Ort sehr ernst und haben das Projekt „Gesundheitszentrum Gransee“ ganz oben auf ihre Prioritätenliste gesetzt.

Die Oberhavel Kliniken, wird im Neubau einer der Hauptmieter sein. Dieses zeigt neben der Verantwortung des kommunalen Unternehmens auch die Verbundenheit zur Region. Die heutige Grundsteinlegung ist aber auch ein Beitrag zur Städtebauförderung, da eine weitere Baulücke durch einen attraktiven Neubau geschlossen und die Bemühungen der Stadt Gransee im Sanierungsgebiet weitere Früchte tragen.

Ich jedenfalls freue mich schon auf einen zügigen Baufortschritt und das recht bald die Granseer und die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden des Amtes ihr „Gesundheitszentrum“ in Besitz nehmen können. Damit wird die ärztliche Versorgung nicht nur gesichert, diese kann auch ausgebaut werden. Ein guter Tag für Gransee.

                                                            

 

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Junge Ärzte für Oberhavel

Wer Medizin studiert und später gerne in einer kleinen oder mittleren Gemeinde Menschen helfen möchte, kann sich jetzt für das Brandenburger Landärzteprogramm bewerben. Noch bis zum 15. Februar läuft die Frist für die zweite Runde in dem Stipendienangebot, das die Landesregierung zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg im vergangenen Jahr aufgelegt hat. Auch in Oberhavel soll sich damit künftig die Gesundheitsversorgung stabilisieren und verbessern. Wir brauchen junge Ärztinnen und Ärzte, insbesondere im Norden unseres Landkreises. Die Attraktivität von Brandenburg steigt für medizinische Nachwuchskräfte auch dank des Landärzteprogramms in Brandenburg.

Die Studierenden können vom 1. April an ein Stipendium von 1000 Euro monatlich erhalten. Verbunden ist damit die Verpflichtung, nach dem Abschluss mindestens fünf Jahre lang als Ärztin oder Arzt in ländlichen Regionen Brandenburgs zu praktizieren. Dazu zählt insbesondere in Oberhavel Hennigsdorf, Oranienburg sowie Gransee und Zehdenick. Landärzte arbeiten nicht ab vom Schuss, sondern mitten im Leben. Sie haben den direkten Kontakt zu ihren Patientinnen und Patienten und erfahren jeden Tag, wie wichtig und wertvoll ihre Tätigkeit ist.

Teil des Programms sind auch Co-Stipendien über 500 Euro pro Monat für angehende Mediziner, die bereits durch eine Kommune oder einen Krankenhausträger gefördert werden. Alle Stipendien laufen längstens für die Regelstudienzeit von 75 Monaten. Zur Anstellung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung durch bereits niedergelassene Ärzte ist ein Zuschuss bis 5.760 Euro monatlich möglich, für höchstens fünf Jahre. Dafür kommen viele Fachrichtungen in Frage, von Allgemeinmedizin über Kinder- oder Frauenheilkunde bis zu HNO-Ärzten. Dieses Programm dient dazu, Ärzte auszubilden und in der Region zu verwurzeln, um unser aller Gesundheitsversorgung zu sichern.

In der ersten Runde des Landärzteprogramms im Spätsommer 2019 war die Nachfrage groß, auch ich rechne diesmal mit vielen Interessenten. Das Programm läuft bis 2027; in dieser Zeit sollen bis zu 200 Medizinstudierende von den Stipendien profitieren und sich für eine Arbeit im ländlichen Raum Brandenburgs entscheiden. Ich würde mir wünschen, dass dieses Programm dazu beiträgt, dass möglichst viele von ihnen dann auch dauerhaft in unserem Landkreis bleiben.

Weiterführende Links:

www.kvbb.de/praxis/studium-weiterbildung/foerderprogramm/stipendium/

www.kvbb.de/fileadmin/kvbb/dam/praxis/studium/foerderprogramm/karte_foerderregionen_nach_lep.png