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Hennigsdorfer Biomarker retten Leben!

 

Ein entstehendes Nierenversagen frühzeitig zu erkennen, kann und wird Leben retten. Biomarker werden heute und zukünftig dazu einen unverzichtbaren Beitrag leisten. Das Forschung und Enwicklung solcher Medizinprodukte in Hennigsdorf statt findet, zeigt die Erfolge von Biotechnologie am Standort.

In der vergangenen Woche hatte ich die Gelegenheit, eines dieser sehr innovatives Unternehmen, in Hennigsdorf kennen lernen zu dürfen. Die Firma SphingoTec GmbH „Biotech-Unternehmen“ hat sich auf die Entwicklung von besagten Biomarkern spezialisiert.

Nach 10 Jahren Forschung konnten sie nun ihr erstes Lizenzabkommen für ein Diagnoseverfahren, in Form vom Bluttests, der Nierenfunktion von Intensivpatienten abschließen. Sie forschen an Biomarkern für diagnostisch unterversorgte, kritische Zustände wie Sepsis, Herzversagen oder akutem Nierenversagen.

An nur einem Tag sterben 120 bis 150 Patienten in Deutschland auf unseren Intensivstationen und oftmals auch an einem akuten Nierenversagen. Die Biomarker helfen, eine akute Gefährdung schneller zu erkennen. Das Team von SphingoTec GmbH leistet einen unverzichtbaren Beitrag dazu, das Leben vieler Patienten retten zu können.

Ich bedanke mich bei Jörg Menten CEO, CCO und Managing Director, Dr. Angelo Moesslang CFO und Managing Director, Dr. Andreas Bergmann CSO, Deborah Bergmann Direktor Marketing & Sales und Ruxandra Lenz Head of Marketing & Communication für das konstruktive Gespräch und den Einblick in das Unternehmen.

Bei einem Rundgang durfte ich auch einen Blick hinter die „Kulissen“ werfen. Im Labor konnte ich mir einen fachlichen Eindruck, der so wichtigen Arbeit für unsere Gesundheit, verschaffen.

Es freut mich zu wissen, dass in meiner Geburtsstadt solch innovative Unternehmen ihre langfristige Perspektive sehen – Forschung stattfindet und hochqualifizierte Arbeitsplätze entstanden sind.

                                                                               

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Pentracor und in.vent – Innovation in Hennigsdorf

 

Gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Björn Lüttmann, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Landtages, dürfte ich bei einem Unternehmensbesuch zwei starke Vertreter der Biotechnologie in Hennigsdorf kennen lernen. Wir waren zu Gast  bei der Firma Pentracor, welche 2010 von Ahmed Sheriff gegründet wurde. Das Unternehmen hat ein Blutwäsche-Verfahren entwickelt, welches bei Corona-Erkrankungen oder auch Herzinfarkten mit dem „PentraSorb CRP“, das weit über den Grenzwerten produzierte körpereigene Eiweiß CRP, aus dem Blut filtert.

Es liegen bereits Studien vor, welche wissenschaftlich nachgewiesen haben, dass Patienten, welche mit dem PentraSorb behandelt wurden bei schweren Covid-19 Verläufen der CRP Wert innerhalb von Stunden gesenkt werden konnte und damit die Genesung beschleunigte. Auch Long Covid Schäden wurden bei diesen Patienten nicht festgestellt. Das Verfahren hat keine Nebenwirkungen, da dem Körper keine Stoffe zugeführt werden. Dieser Absorber gilt somit als Medizinprodukt und nicht als Medikament. Nicht nur bei Covid-19 Erkrankungen gab es diese Erfolge, sondern auch bei Patienten mit der Diagnose Herzinfarkt oder MorbusCron, so Ahmed Sheriff.  

16 Kliniken deutschlandweit haben in der Vergangenheit mit dem Unternehmen Pentracor zusammengearbeitet. Ca. 2.400 Absorber sind derzeit verfügbar, um diese bei Patienten einsetzen zu können, da diese in einem Manufakturverfahren in Hennigsdorf hergestellt wurden. Um eine flächendeckende Behandlung von betroffenen Patienten gewährleisten zu können, müsste die Produktion automatisiert und unter industriellen Bedingungen erweitert werden. Dazu sind allerdings nicht unerhebliche finanzielle Aufwendungen notwendig.

Bei einem zweiten Besuch am Standort des „Blauen Wunders“ in Hennigsdorf stellte Dr. J. M. Hollidt sein Unternehmen die in.vent-Diagnostica GmbH vor. Das Team von in.vent bietet Lösungen zur Validierung (Feststellung der Eignung) der medizinische Forschung und der Anwendung zur Verfügung. Für die Erforschung von COVID-19 und seinem Erreger SARS-CoV-2 bieten das Unternehmen verschiedene Proben an, um die Validierung von Testsystemen festzustellen.

Beide Unternehmen, ob Pentracor wie auch in.vent-Diagnostic konnten mit EFRE-Mitteln (Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) durch das Land Brandenburg gefördert werden. Invent-Diagnostica GmbH nimmt an MedLab Middle East 2023, CACLP 2023 und anderen Messen teil, die auch durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung gefördert wurden.

Die Errichtung und der Betrieb von Biotechnologie-, Life-Science- und Gründerzentren sollen am Standort Oberhavel, insbesondere in Hennigsdorf, angesiedelten kleinen und mittelständischen Unternehmen der Life-Science-Branche räumliche Kapazitäten in Form von vermietbaren Flächen, dazugehöriger Infrastruktur und Gemeinschaftseinrichtungen zur Erweiterung und Stabilisierung ihrer Tätigkeit zur Verfügung gestellt werden.

Viele Firmen aus der Gesundheitswirtschaft und -Versorgung sowie den Life Sciences in der Hauptstadtregion haben einen Bedarf an hochwertigen Laborräumen. Darum hat es sich die LSO – Life Sciences Oberhavel GmbH zur Aufgabe gemacht, das Bauvorhaben „BioTech Campus Hennigsdorf“ in den nächsten Jahren umzusetzen.

Ich war sehr beeindruckt, mit welcher Geschwindigkeit und Tiefe  sich der „BioTech Campus“ in Hennigsdorf entwickelt hat. Sicher werde ich weitere Unternehmen im BioTech Campus besuchen. Die Bedeutung von Forschung, Entwicklung und Diagnostik werden zunehmen. Dies hat in den letzten drei Jahren nicht nur die Entwicklung von Impfstoffen gezeigt. Firmen wie Pentracor oder in.vent-Diagnostica sind unverzichtbar, um zum Beispiel neue Therapien zu entwickeln oder die Qualität von Medizinprodukten sicher zu stellen.

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Stellenausschreibung

 

Zur Unterstützung meines Teams ist zum neuen Jahr 2023 die Stelle eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin (m/w/d) zur Betreuung des Wahlkreises im Bürgerbüro Velten mit einer Vollzeitstelle von bis zu 40 Stunden zu besetzen. Teilzeit auch möglich.

Aufgaben:

Organisatorische Unterstützung u.a. bei:

  • Betreuung des Wahlkreisbüros in Velten
  • Inhaltliche Bearbeitung und Recherche von Fachthemen
  • Strategische Entwicklung und aktive Betreuung der klassischen und digitalen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, einschließlich Bearbeiten von Presseanfragen, Verfassen von Pressemitteilungen, Artikel für die Webseite u.a.
  • Erledigung der anfallenden Korrespondenz
  • Terminmanagement sowie Vorbereitung und Teilnahme an Wahlkreisterminen
  • Erstellung von Protokollen
  • Auswertung der Presseberichterstattung
  • sonstige organisatorische Tätigkeiten

 Anforderungen:

  • abgeschlossene Ausbildung zur Bürofachkraft oder gleichwertige Ausbildung
  • sicherer Umgang mit Standardsoftware (MS Office und Outlook)
  • Identifikation mit den Grundsätzen und Zielen der Sozialdemokratie
  • Aufgeschlossenes und empathisches Auftreten
  • Eigeninitiative und Fähigkeit zur Teamarbeit sowie hohe Belastbarkeit
  • strukturiertes und ergebnisorientiertes Denken sowie vorausschauendes Handeln
  • sorgfältige und zuverlässige Arbeitsweise

Angebot:

  • flexible Arbeitsbedingungen im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten
  • 24 Tage Urlaub bei Teilzeit – 30 Tage Urlaub bei Vollzeit
  • 4 bzw. 5  Tage Arbeitswoche
  • Vergütung nach TV-L
  • ein hilfsbereites Team, das Sie vom ersten Tag an einbindet und unterstützt

 

Wir freuen uns, wenn Sie sich von dieser Ausschreibung angesprochen fühlen und bitten um Übersendung Ihrer aussagekräftigen schriftlichen Bewerbung an:

Wahlkreisbüro Andreas Noack, Am Markt 5, 16727 Velten

oder per E-Mail an: buero.andreas.noack@mdl.brandenburg.de

Wir wertschätzen Vielfalt und begrüßen daher alle Bewerbungen – unabhängig von Geschlecht, Behinderung, Nationalität oder ethnischer und sozialer Herkunft.

Als Ansprechpartner für Ihre Bewerbung steht Ihnen Dana Bosse (Tel.: 03304 5224400) zur Verfügung

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Familien entlasten-Brandenburg Paket kommt!

 

Mehr Geld für Kommunen, Entlastung bei Kitabeiträgen, Verteilung der Bundesmittel für Geflüchtete auf die Landkreise und kreisfreien Städte, sowie mehr als 300 Änderungsanträge zum Landeshaushalt 2023/2024 sind im Haushaltsauschuss in drei Sitzungen in dieser Woche beraten und zur Abstimmung gebracht worden. Am heutigen Freitag wurde in der dritten Sitzung unter anderem das Finanzausgleichsgesetz (FAG) beraten und mit Änderungen unter anderem zum Kitagesetz dem Landtag zur Annahme empfohlen.

Mit den heutigen finalen Abstimmungen sind die Weichen gestellt, das das Brandenburg Paket in der nächsten Sitzung des Landtages Mitte Dezember beschlossen werden kann und rechtzeitig zum Neuen Jahr als Ergänzung zu den Bundeshilfen wirken kann.

Nicht nur als Mitglied des Haushalts- und Finanzausschusses hatte und habe ich ein großes Interesse, dass Brandenburg als Ergänzung zu den Bundeshilfen Unterstützung für zum Beispiel Familien, Unternehmen oder Kultur-und Sporteinrichtungen aufgrund der Energiekrise und einer hohen Inflation leisten kann und wird. Gedeckelte und gedämpfte Kitabeiträge können und werden einen Beitrag leisten gerade Familien mit Kindern zu entlasten.

Das Ziel der Landesregierung und der Koalition war und ist es, die Folgen dieser Krise für wesentliche gesellschaftliche Bereiche, ergänzend zu den Maßnahmen des Bundes, soweit abzumildern, dass eine Existenzbedrohung möglichst vermieden wird und der gesellschaftliche Zusammenhalt gewahrt bleibt. Auch wenn es einige immer wieder versuchen anders darzustellen – Ursache der Krise ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und nicht die Embargoentscheidungen der EU und Deutschlands! Ursache und Wirkung müssen auch in dieser schwierigen Situation für Brandenburg immer wieder klar benannt werden.

Die Maßnahmen des Brandenburg-Pakets unterteilen sich in sechs Bereiche:

Ergänzende Entlastungsmaßnahmen für Bürger*innen, insbesondere Familien mit geringen und mittleren Einkommen (230 Mio. EUR).

Dies umfasst insbesondere die Kita- und Hortgebühren. Diese werden für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen deutlich gesenkt oder entfallen ganz. Zudem umfasst dies die Ausweitung der Wohngeldleistungen.

Aufrechterhaltung öffentlicher Aufgaben, d.h. Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, Kultur, Sport, Gesundheit, Soziales (600 Mio. EUR). Dies umfasst u.a. die Vereinbarungen des Sozialgipfels sowie den Härtefallfonds für Unternehmen.

Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energiequellen; Transformationsprozesse hin zu einer C02-armen Produktionsweise sowie den Ausbau der Erneuerbaren Energien (400 Mio. EUR).

Dies umfasst Maßnahmen für Kommunen und Unternehmen auf ihrem Weg hin zu mehr Klimaschutz, Energieeffizienz und -unabhängigkeit. Dies umfasst beispielsweise:

  • Kommunale Projekte für Klimaschutz und Energieeffizienz für öffentliche Verwaltungen oder soziale Einrichtungen – z.B. für Gebäudedämmung und PV-Anlagen (51,5 Mio. €). Zur Unterstützung der Genehmigungs- und Überwachungsbehörden werden zusätzlich externe Dienstleistungen herangezogen (6 Mio. €). Zudem werden spezifisch Krankenhäuser bei Investitionen in grüne Energiegewinnung unterstützt (30 Mio. €).
  • Klimaneutrale Wärmeversorgung in Kommunen und Stadtwerken: Wir helfen Kommunen beim Planen und Umsetzen beim Umstieg auf Erneuerbare und innovativer Techniken (15 Mio. €). Fast ¼ aller Brandenburger*innen sind an Wärmenetze angeschlossen und können davon profitieren.
  • Busse mit klimaneutralen Antrieb: Förderung für die Verkehrsunternehmen der Landkreise. Zusätzlich zu den kurzfristigen Entlastungen im Brandenburg-Paket für gestiegene Energiekosten werden mit dem neuen Transformationspaket zusätzlich 6,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt für eine klimaneutrale Verkehrsflotte.
  • Energieeffizienz in Unternehmen. Förderung von Unternehmen für Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen. Ziel ist es, die Unternehmen zu befähigen, sich für den nächsten Winter krisensicherer aufzustellen und somit langfristig zu entlasten. Dafür werden 11 Millionen Euro bereitgestellt.

Aufnahme, Unterbringung, Versorgung, Betreuung und Integration von Geflüchteten (150 Mio. EUR).

Aufrechterhaltung, Ausbau und Modernisierung kritischer Infrastrukturen aufgrund veränderter Risiko- und Gefahrenlagen, insbesondere in Krisen- und Katastrophenfällen (120 Mio. EUR).

Siehe Aufstellung:

Handout Kritische Infrastruktur

Handout Transformation

Pauschale Vorsorge zur weiteren Bekämpfung der Energieknappheit, der inflationären Preisentwicklung sowie zur zusätzlichen Stärkung der Maßnahmen 1.-5. (500 Mio. EUR). Analog zum Corona-Rettungsschirm eine pauschale Vorsorge.

 

Antrag der Koalitionsfraktionen Haushalt Brandenburg-Paket

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Zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Velten

 
Am 13. November fand erstmalig  die zentrale Gedenkveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Kreisverband Oberhavel e.V. zum Volkstrauertag in Velten statt.
 
Ich war sehr dankbar, die 18 auf dem Kriegsgräberfeld in Velten bestatteten Opfer des I. und II. Weltkrieges als Gedenkredner in unser heutiges Bewusstsein rücken zu dürfen und auf die Folgen von Krieg und Gewalt in der heutigen Situation insbesondere des Ukraine Krieges eingehen zu können. Die in Velten bestatteten Soldaten und zivilen Opfer stehen stellvertretend für millionenfaches Leid.
Der Volkstrauertag steht für Versöhnung, Mahnung aber auch für die unteilbare Verantwortung von uns allen! Nach dem Verlesen des Totengedenkens durch unsere Veltener Bürgermeisterin Ines Hübner und den geistlichen Worten von der evangelischen Pfarrerin Frau Klostermann-Reimers und dem katholischen Pfarrer Vinsensius Nana Ekayana Visca wurden zum Gedenken Kränze niedergelegt. Der Reservistenverband der Bundeswehr begleitete die Veranstaltung und ich konnte zusammen mit unserem Landrad Alexander Tönnis ein Blumengebinde für die SPD Oberhavel nieder legen, um den Toten zu gedenken.
 
Auszug aus meiner Gedenkrede:
„Jeder einzelne hier Bestattete auf dem Gräberfeld ist natürlich nicht abstrakt. Ob Soldat oder Zivilist jeder hatte Familienangehörige, die trauerten und den Verlust des Angehörigen beklagten. Kein Toter, keine Gewalt ist abstrakt. JedeGewalttat ist konkret, wie jedes einzelne Leben einen konkreten Inhalt hatte.
Wir stehen hier vor 18 Einzelgräbern. Von 13 Bestatteten, sind die Namen und der Todeszeitpunkt bekannt. 5 Verstorbene sind leider bis heute unbekannt geblieben.
Das älteste Grab stammt von dem 21jährigen Soldaten Johannes Skoda, welcher am 4. November 1915 während des I. Weltkrieges verstarb. Kurz nach seinem Tod am 28. Dezember 1915 wurde Willi Kreuzfeld geboren. Der Stabsgefreite verstarb kurz vor Ende des II. Weltkrieges am 24. April 1945 mit 29 Jahren hier in
Velten. Es ist auch das jüngste Grab welches vor uns liegt. Zwei Generationen, zwei von Millionen Toten. Zwei Menschen welche durch Gewalt zu Tode kamen.“
 
Den vollständigen Text können Sie hier lesen:
 

                                                                                                                 

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Das Brandenburg-Paket

 
Seit dem 24. Februar 2022 ist nichts mehr wie es zuvor war. Es ist eine Zeitenwende eingetreten. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine führt in ganz Europa nicht nur zu einer neuen Bedrohungslage, sondern auch zu Belastungen von privaten Haushalten und gewerblichen Unternehmen. Überall in Europa treiben die hohen Preissteigerungen für Energie und Gas die Inflation, in bisher nicht bekannten Ausmaß an. Damit wird der Wohlstand und Zusammenhalt nicht nur in unserem Land, sondern in der gesamten Europäischen Union gefährdet.
Das Ziel der Landesregierung ist es, die Folgen dieser Krise für wesentliche gesellschaftliche Bereiche, ergänzend zu den Maßnahmen des Bundes, soweit abzumildern, dass eine Existenzbedrohung möglichst vermieden wird und der gesellschaftliche Zusammenhalt gewahrt bleibt.
Die Landesregierung möchte mit 2 Mrd. € Landesmitteln, welche durch eine Kreditaufnahme bereit gestellt werden, seinen Beitrag leisten, um einerseits  die vom Bund in Aussicht gestellten Mittel des Entlastungspaketes 3 (200 Mrd. €)  kofinanzieren zu können und darüber hinaus eigene Hilfsprogramme zu finanzieren. Brandenburg bereitet sich also darauf vor, nicht nur seinen Anteil an Bundesprogrammen zu tragen, sondern auch eigene Hilfen zu gewähren, welche für die Zukunft Brandenburgs wichtig sind und waren. Dies findet auch meine Zustimmung, da ich fest davon überzeugt bin, dass auch diese Krise nur gemeinsam bewältigt werden kann.
 
Worum geht es im Einzelnen, um die Hilfen möglichst zielgenau wirken zu lassen?
 
Finanzielle Entlastung von Familien
⇒ Stärkung kleiner und mittlere Unternehmen
⇒ Stärkung der kritischen Infrastruktur
⇒ Stärkung der Verkehrsunternehmen,
⇒ Stärkung sozialer Einrichtungen
 
Dies sollten die Ziele dieser ergänzenden Landeshilfe sein, welche in den Wochen und Monaten konkret ausgestaltet werden müssen.
 
Gemeinsam mit Bund und Kommunen die Energiekrise bewältigen – Konkret zu unterstützen!
Dafür ist es notwendig, dass der Landtag Brandenburg die „haushalterische Notlage“ erklärt, damit diese Mittel durch Kreditaufnahme zur Verfügung gestellt werden können.
Als Mitglied des Haushaltsausschusses stehen für mich also intensive Beratungen zum Doppelhaushalt 2023/ 2024 an. Es sind noch viele Details zu klären, viele Abstimmungen sind noch notwendig. Ich und meine Fraktion stecken den „Kopf nicht in den Sand“! Es müssen Wege aufgezeigt werden, die vorhandenen Probleme im Zusammenhang mit der Energiekrise zu bewältigen, um gewachsene Strukturen zu erhalten. Die Menschen mit Ihren konkreten Sorgen sind vorhanden und diese fordern zu Recht Antworten. Den politischen Diskurs über den besten Weg aus der Krise müssen wir in der Öffentlichkeit führen und andererseits das staatliche Handel organisieren, um auf Veränderungen angemessen zu reagieren.
 
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Digital in die Zukunft – Förderung der Sana Kliniken…

Für die Sana Kliniken in Sommerfeld ist heute ein guter Tag. Die Klinik erhält dank des Krankenhauszukunftsgesetzes des Bundes ca. 2,3 Mio. € aus dem Krankenhauszukunftsfonds zur Modernisierung Ihrer digitalen Infrastruktur. 

Die Maßnahmen werden zu 70 Prozent vom Bund und 30 Prozent vom Land Brandenburg gefördert. Ich freue mich sehr, für unseren überregionalen Gesundheitsstandort, dass die Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher dem Geschäftsführer Christian Quack, der Direktorin Wiebke Gröper und dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. med. M. Halder heute die Fördermittelbescheide überreichen konnte. Die Digitalisierung ist für unsere Krankenhäuser von immenser Bedeutung und dies nicht nur aufgrund des Personalmangels mit dem auch in Sommerfeld umgegangen werden muss. Die Klinik hat sich wie alle anderen 53 Kliniken aus Brandenburg an diesem Förderprojekt des Bundes beteiligt. Insgesamt werden 127 Mio. € von Bund und Land zur Verfügung gestellt. Die Sana Kliniken werden 3 Förderprojekte umsetzen, um auch im europäischen Standard mithalten zu können. Die Corona Pandemie hat deutlich aufgezeigt, welchen Nachholbedarf auch unser in  Gesundheitssystem diesem Segment hat.

 

Gefördert werden Investitionen in moderne Notfallkapazitäten und in eine bessere digitale Infrastruktur, z.B. Patientenportale, elektronische Dokumentationen von Pflege- und Behandlungsleistungen, digitales Medikationsmanagement, Maßnahmen zur IT-Sicherheit sowie sektorenübergreifende telemedizinische Netzwerkstrukturen.

Auch erforderliche personelle Maßnahmen können durch den Krankenhauszukunftsfonds finanziert werden. Es soll hauptsächlich um die Vernetzung untereinander gehen. Auch Patienten und Patientinnen sollen Dank der Digitalisierung entlastet werden. Nötige Anschlussbehandlungen und Medikationspläne sollen dann in einer elektronischen Patientenakte (ePA) gespeichert und direkt an die zuständigen Ärzte übermittelt werden.

Im Rahmen meiner „Tour de Noack“ durfte ich schon 2021 die Sana Kliniken besuchen und konnte mir einen Einblick inmitten der Bewältigung der Corona Pandemie verschaffen. Schon damals habe ich das onlinegeschützte Programm „CASPAR“ kennengelernt. Dieses Programm gibt den Patienten die Möglichkeit auch nach Ihrer REHA in der Klinik, Übungen unter Anleitung auch in ihrer häuslichen Umgebung weiter zu führen.  Diese Anwendungen machten mir damals schon deutlich, wie wichtig und richtig die Digitalisierung unserer Kliniken ist.

Beim heutigen Rundgang durch die Klinik konnte sich die Ministerin und auch ich mir ein Bild davon machen, welche Vorteile durch die Digitalisierung für das Haus selbst, aber auch für die Patienten entstehen.

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Mobilität für Oberhavel-InnoTrans 2022

 

Wasserstoff statt Diesel – auch für Oberhavel. Gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Jörg Vogelsänger, ehemaliger Verkehrsminister des Landes Brandenburg, besuchte ich die größte Verkehrsmesse Europas – die InnoTrans 2022 auf dem Messegelände in Berlin. Unser besonderen Interesse galt natürlich dem Gemeinschaftsprojekt Mireo Plus H Triebfahrzeug der NEB – Niederbarnimer Eisenbahn und Siemens Mobility. Dieses wasserstoffbetriebene Brennstoffzellentriebfahrzeug wird in Zukunft auch in Oberhavel auf der Strecke der RB 27, der Heidekrautbahn, eingesetzt werden. Nicht nur der Verkehrsvertrag (2024-2034) zwischen dem Land Brandenburg und der NEB wurde für die RB 27 gezeichnet, auch hat die NEB sieben dieser Fahrzeuge bei Siemens Mobility in Auftrag gegeben. 100 Unternehmen in Berlin-Brandenburg sind im oder mit dem Schienenfahrzeugbau beschäftigt – 85 davon stellten in der Brandenburger Halle aus – Ob Alstom, Stadler, die NEB, die FWM aus Hennigsdorf, der BTC Wustermark oder die BEHALA.

Auf dem Empfang der Länder Berlin-Brandenburg am Gemeinschaftsstand der Hauptstadtregion kamen wir auch mit dem Vorstand der Havelländischen Eisenbahn – hvle– ins Gespräch. Im Bereich des Gütertransportes und Werkstattleistungen hat dieses mit kommunaler Beteiligung agierendes Unternehmen (ca. 250 Mitarbeiter) seit 130 Jahren Erfahrung. Die Staatssekretäre Timo Schopf (Berlin) und Henryk Fischer (Brandenburg) machten auf die Bedeutung unserer Region für den  Schienenfahrzeugbau aufmerksam. Perwenitz (HVL) – Stadler, Alstom, FWM (Oberhavel) oder das BTC in Wustermark /HVL sind nur einige der zu erwähnenden Standorte nördlich von Berlin, welche nachhaltig in der Region wirken. 

Die InnoTrans zeigt, dass sich die Schienenfahrzeughersteller auf die Mobiltätsveränderungen einstellen, aber auch welche Nöte die EVU- Eisenbahnverkehrsunternehmen derzeit mit den gestiegenen Energiekosten haben.

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Polizei im besonderen Einsatz

 

18 Polizeibeamtinnen- und Beamte sind der Einladung zum Ministerempfang an der Hochschule der Polizei in Oranienburg gefolgt. Seit 27 Jahren sind auch Brandenburger Polizistinnen und Polizisten Teil von unterschiedlichen internationalen Einsätzen und Missionen. Michael Stübgen, Minister für Inneres und Kommunales des Landes Brandenburg und Prof. Dr. Heike Wagner, Präsidentin der Hochschule, sagten in einer würdigen Veranstaltung „Danke“ – Dem schließe ich mich gerne an, denn es ist keine Selbstverständlichkeit seinen Dienst für Brandenburg und Deutschland im Ausland zu verrichten.

Danke auch an Kriminalhauptkommissar Mirko Härtelt (Leader Mission Security Team – EULEX Kosovo), welcher von seinen vielfältigen Erfahrungen in unterschiedlichsten Einsätzen u.a. für das Frontex Mandat und weiterer Missionen der letzten 21 Jahre, in sehr anschaulichen Bildern und bewegenden Worten, stellvertretend für alle anderen Beamtinnen und Beamten der Polizei, schilderte. Ihm und seinen Mitstreitern ist auch meine Anerkennung für diese Leistung sicher und als Mitglied des Innenausschusses bot sich im Anschluss auch die gute Gelegenheit ins persönliche Gespräch zu den Erfahrungen der Vergangenheit und den Anforderungen in der Zukunft zu kommen. Seit dem Fiasko in Afghanistan und dem Krieg in der Ukraine sind Veränderungen deutlich geworden. Die Situation im Kosovo ist angespannt – auch für die im Einsatz befindlichen Polizisten aus dem Ausland.

Aus Brandenburg waren insgesamt 170 Polizeibeamte seit 1994 im Ausland tätig. Sie selbst sehen sich nicht nur als „Botschafter für Brandenburg“ sondern auch als „Botschafter für den Frieden“ so Polizist Mirko Härtelt.

                                                                                      

Hintergrund:

Aktuell sind 160 deutsche Polizeikräfte im Frontex Einsatz. Die europäische Agentur für Grenz und Küstenschutz hat seit 2004 die Aufgabe die Außengrenzen des Schengen Raumes zu schützen.

Ihre Hauptaufgaben neben den Einsätzen vor Ort sind: Risikoanalysen, Lagebeobachtungen, Schwachstellenbeurteilung, Europäische Zusammenarbeit bei Aufgaben der Küstenwache, Austausch von Informationen über kriminelle Aktivitäten, Rückführungsaktionen uvm. Ca. 2.000 Polizisten aus unterschiedlichen EU-Staaten bilden das Mandat ab

Frontex kann auf einen Pool von mindestens 1.500 Beamten zählen, die innerhalb von fünf Tagen zur Bewältigung von Notsituationen an Europas Grenzen eingesetzt werden können.

Allein von 2015 bis 2020 trugen diese zur Rettung von 353.270 Menschen im Mittelmeer bei.

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Unterwegs im Wahlkreis – Tour 2022

 

In meiner zweiten Woche der „Tour de Noack“ bin ich in Hennigsdorf gestartet. Ich traf mich mit KameradenInnen der Freiwilligen Feuerwehr. Der Austausch mit Herrn Heinsius, Herrn Witt und Antonia Schamboek begann schon vor den weit geöffneten Toren bei einem Pott Kaffee im Innenhof. Wie fast alle Wehren außer der Berufsfeuerwehr der Kreisstadt, werden die Wehren der Städte und Gemeinden im Landkreis Oberhavel ehrenamtlich betrieben. Insgesamt gibt es in Oberhavel 15 Feuerwehren mit 72 Ortswehren. Mit den KameradenInnen  habe  ich mich intensiv über die Nachwuchsgewinnung vor Ort ausgetauscht. Antonia, die für die Kinder mit verantwortlich ist, berichtete über die Arbeit mit den Bambinis und Jugendlichen. Durch Corona hatten auch sie leider nicht die Möglichkeit den Feuerwehrnachwuchs so zu fördern und auszubilden wie es in „normalen“ Zeiten möglich war; doch in Hennigsdorf blieben viele Kinder und Jugendliche trotz der Einschränkungen bei „Ihrer“ Feuerwehr. Für mich ein sehr aufschlussreiches Gespräch, da es auch um Ausbildung, Retterprämie und Wertschätzung des Ehrenamtes ging.

Bei tropischen Temperaturen ging es am nächsten Tag weiter zu den Kindern des Zideka (Zirkus der Kinder) in Hennigsdorf. Das Ferienprojekt der Schulsozialarbeiter im Landkreis findet seit vielen Jahren auf einer großen städtischen Rasenfläche in unmittelbarer Nähe beim Sitz der PuR gGmbH statt. Mit viel Spaß hat mir der Projektkoordinator Steffen Leber die einzelnen Stationen gezeigt, an denen die Kinder neues lernen und neue Dinge üben: Vom Tellerdrehen, Einradfahren, Bastelstation und vieles mehr. Ich durfte zwei Stunden mit dabei sein und erleben wie schnell die Kinder Fortschritte machen und dabei Koordination und Ausdauer trainieren. Das Ferienprojekt aller Schulsozialarbeiter unseres Landkreises wird von der PuR gGmbH, der Stadt Hennigsdorf und vielen fleißigen Spendern unterstützt. Neben Kindern aus Hennigsdorf, waren auch geflüchtete Kinder verschiedenster Nationen, wie der Ukraine mit dabei. Einen Einblick in ihre wichtige soziale Arbeit erhielt ich von, Steffen Leber, Katharina Jadodzinski und Christoph Zarft. Für Abkühlung sorgten an dem Tage nicht nur die Wasserspiele, sondern auch mein mitgebrachtes Eis für alle Kinder. Bei einer Abschlussveranstaltung, konnten die Kinder ihr Erlerntes mit Stolz präsentieren. Über drei Wochen, aufgeteilt in drei Gruppen findet dieses Ferienprojekt statt und es war auch dieses Jahr wieder übernachgefragt.

Ein Besuch bei Stadler in Velten schloss sich am Dienstag der Woche an. Der Schienenfahrzeughersteller hat am Veltener Standort in den letzten drei Jahren kräftig investiert. Die Auftragsbücher des Unternehmens sind voll, aber Fachkräftemangel und steigende Rohstoffpreise hinterlassen auch bei Stadler Spuren. Durch das Unternehmen führten mich Frau Kollner und Herr Eggert. Im Gespräch tauschten wir uns u.a. zur Verkehrswende und den Rahmenbedingungen für Mobilität aus. Stadler ist innovativ und stellt sich auf die Wünsche von Eisenbahnverkehrsunternehmen ein.

Der Abschlusstermin bei meiner Tour brachte mich zur Firma Trelleborg, Hersteller von Gummi-Metallverbindungen, die mir einen Einblick in das Unternehmen ermöglicht haben. Ein ausführliches Gespräch mit der Standortleiterin Andrea Fischer und einem jungen Team aus Verwaltung, Engineering und Controlling machte deutlich, dass die Mitarbeitenden sich eine bessere Bus- und Bahnanbindung für den Standort in der Berliner Straße wünschen. Die Taktung der 807 OVG-Buslinie ist für viele im Schichtbetrieb arbeitende Mitarbeitende nicht attraktiv und ein zukünftiger S-Bahnanschluss wird gewünscht. Die Dauer der Umsetzung von Infrastrukturvorhaben in bessere Mobilitätskonzepte wurde kritisiert. Dass von Marwitz kein durchgehender Radweg an einer Landesstraße L 20 vorhanden ist, sollte doch schnellstens geändert werden. Dank an Therese Stahr, Robert Mosler, Vanessa Hillert, Maxi Götz, der Betriebsrätin Linda Susan Hartwig und Andrea Fischer für die offenen Worte. Gemeinsam mit Robert Mosler konnte ich mir die hochmoderne und zum Teil schon automatisierte Produktion anschauen, in welcher mehr als 2.400 unterschiedliche Präzisionsteile hergestellt werden. Diese werden in Schienenfahrzeugen, Landmaschinen, Industrie- und auch im Schiffsbau eingesetzt. Die lange Tradition, des im Volksmund „Schwinge“ genannten Betriebes, kam natürlich auch zur Sprache.

Viele Gespräche am Gartenzaun, in Geschäften oder einfach nur auf der Straße konnte ich zwischen meinen Terminen führen. Es ist für mich wichtig immer im direkten Austausch mit den Bürger*innen zu sein. Die angesprochenen Themen waren so vielfältig wie unser Leben auch. Einige haben mich bereits angeschrieben und selbstverständlich wird jede Frage oder die vielen Hinweise ernst genommen und beantwortet.

Damit endete die Tour de Noack 2022, welche ich im nächsten Jahr fortsetzen werde.