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Sicher unterwegs mit E-Lastenrädern?

 

Diese Frage habe nicht nur ich mir gestellt, da die Zahl der Verkehrsteilnehmer mit E-Lastenrädern stetig zunimmt. Die Verkehrswacht Brandenburg ist tätig geworden, da dieses neue Verkehrs- und Transportmittel insbesondere in den Ballungszentren an Bedeutung gewinnt. Im gewerblichen, aber auch im privaten Einsatz nimmt die Anzahl der Lastenradverkehrsteilnehmer, auch aufgrund der Förderung des Landes Brandenburg, weiter zu. In der Innenstadtlogistik wird dieses Transportmittel nach meiner Einschätzung sicherlich noch an Bedeutung gewinnen, da Handwerker oder Dienstleister die Vorteile dieser schadstoffarmen Transportmöglichkeit erkannt haben.

Aber wie gehe ich damit um? Wie sicher bin ich damit im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs? Mit diesen Fragen und der praktischen Umsetzung befasst sich die Verkehrswacht Brandenburg e.V.. Ein Schwerlastenrad kann schon mal bis zu 300 kg transportieren und dies ist dann mir dem Fahrradfahren eine „mechanischen Zweirades“ nicht mehr zu vergleichen.

Gemeinsam mit meinen Fraktionskollegen und Präsidenten der Verkehrswacht Jörg Vogelsänger konnte ich bei der feierlichen Übergabe der E-Lastenräder an die Verkehrswacht Oranienburg am 4.November dabei sein.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales hat das Projekt mit 25.600 Euro gefördert und so konnten vier neue E-Lastenräder von der Verkehrswacht Brandenburg erworben werden.

Damit der richtige Umgang der teils sehr großen und schweren E-Lastenräder, die durch die elektrische Unterstützung auch verhältnismäßig hohe Geschwindigkeiten erreichen können, geübt werden kann, stehen diese nun für die Bürger und Institutionen bei der Beratung und dem „Praxistest“ zur Verfügung. Die Verkehrswacht in Oranienburg bringt diese flächendeckend in Brandenburg zum Einsatz.

Die Verkehrswacht Brandenburg macht es sich zur Aufgabe den sicheren Umgang und das Beherrschen der Elektromobilität zu schulen und Bürgern das  umweltfreundlichen Transportmittel näher zu bringen. Wer sich also überlegt ein E-Lastenrad zu kaufen, sollte vorher prüfen, welches Modell mit welcher Ausstattung für den individuellen Einsatz geeignet ist.

Auf viele Fragen zum Lastenfahrrad bekommt man bei der Verkehrswacht Antworten  und der Praxistest vor Ort ist eine gute Gelegenheit sich selbst und verschiedene Modelle und Einsatzmöglichkeiten hautnah zu erleben.

                                

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Gedenken an die Opfer der November-Pogrome 1938

 

Selbst 83 Jahre nach den Ereignissen von 1938 bin ich betroffen und erschrocken, zu welcher Gewalt Menschen fähig sind. Die Gewalt hält uns auch heute noch wach, denn Hanau, die NSU Morde oder die Ereignisse von Mölln Anfang der neunziger Jahre, sind nur einige Beispiele für die immer noch vorhandene ideologische Gefahr von nationalsozialistischem Gedankengut in der Gegenwart.  

In der Nacht vom 09. zum 10. November 1938 setzten Nationalsozialisten und Ihre Helfer vor aller Augen Synagogen in Brand. In ganz Deutschland wurden jüdische Bürger und Bürgerinnen misshandelt, ihre Geschäfte und Wohnungen wurden gewaltsam zerstört und geplündert. Mehr als 1.300 Juden und Jüdinnen kamen in Folge der staatlich verordneten Gewalt zu Tode. Die Reichskristallnacht ist prägend bis heute und Mahnung zugleich.

Die Nationalsozialisten verschleppten in den Tagen nach den Pogromen zehntausende jüdische Mitbürger*innen in die Konzentrationslager. Mehr als 6300 davon, kamen nach Oranienburg ins KZ Sachsenhausen. Viele von ihnen überlebten die Lagerhaft nicht.

Auch in Oranienburg wurden Wohnungen und Geschäfte von Juden und Jüdinnen gewaltsam zerstört und Gräber auf dem jüdischen Friedhof geschändet.

Gemeinsam mit MdL Björn Lüttmann, Dirk Blettermann, MdB Ariane Fäscher, Landratskandidat Alexander Tönnis und Landrat Ludger Weskamp gedenken wir heute an die Opfer der November-Pogrome. Nach der Begrüßung des Bürgermeisters von Oranienburg Alexander Laesicke und Dr. Axel Drecoll (Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten) hielt Prof. Dr. Andreas Nachama (Rabbiner und Sohn eines Sachsenhausen-Überlebenden) eine Rede zu Ereignissen von damals und fand richtige Worte für die Verantwortung von uns allen in der Gegenwart.

 

              

 

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LÄNGER MOBIL – ABER SICHER?

 

Wir alle und auch ich werden älter! Wir möchten aber auch dann auf unseren „fahrbaren Untersatz“ nicht verzichten; möchten sicher mit einem E-Bike „von A nach B kommen“ und als Fußgänger unbeschadet die andere Straßenseite erreichen!

Wie verändert sich das Verkehrsunfallgeschehen und Mobilitätsverhalten mit zunehmendem Alter? Was beeinflusst das Fahrverhalten von Seniorinnen und Senioren? Was kann älteren Menschen helfen, weiterhin fit und sicher auf den Straßen mobil zu sein? Diese und viele andere Fragen wurden bei der Fachtagung Verkehrssicherheit diskutiert. Gemeinsam mit dem Ministerium für Inneres und Kommunales und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) hat die IFK –  Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung diese Veranstaltung unter dem Motto – Länger mobil – aber sicher? organisiert und fachlich begleitet

Der Präsident der Verkehrswacht Brandenburg Jörg Vogelsänger, die Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt und ich, als Mitglied des Innenausschusses, konnten an der Fachtagung der beiden Ministerien teilnehmen.

Nach den einleitenden Begrüßungen der Minister Guido Beermann (Verkehr) und Michael Stübgen (Innen) ging es dann in den fachlichen Austausch der Teilnehmenden, welche hybrid an der Hochschule der Polizei durchgeführt wurde. Der „Schutzengel Joe“ stand nicht nur für das Gelingen der Veranstaltung, sondern auch für die über viele Jahre andauernde Kampagne des Infrastrukturministeriums, um auf die Vielfältigkeit und Komplexität einer sicheren Teilnahme unserer Senioren*innen im Straßenverkehr aufmerksam zu machen.

Unsere ältere Generation ist auf Mobilität im Alltag angewiesen – Das höhere Alter der Verkehrsteilnehmer bringt Veränderungen. Die Abnahme der Reaktionsfähigkeit oder allgemeine gesundheitliche Beeinträchtigungen stellen uns alle vor Herausforderungen, denn Mobilität bedeutet auch Lebensqualität. Diese Lebensqualität möchten die Senioren ungern verlieren.

 

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Sicherheit „made“ in Oranienburg

 

Eine Verkehrskontrolle ist sicherlich nicht immer ein „angenehmes“ Zusammentreffen mit unserer Polizei, insbesondere wenn man sich nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit gehalten hat. In den letzten Jahren führen diesen „Job“ auffällig viele junge Beamtinnen und Beamten aus. Die verstärkte Ausbildung seit 2015 im Land ist also schon zu spüren und auch für uns alle im Alltag zu sehen. In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage: Wo werden eigentlich die vielen jungen Polizisten- und Polizistinnenanwärter*innen ausgebildet und was ist und wird an der Ausbildungsstätte, welche ja mittlerweile den Status einer Hochschule hat, getan bzw. was muß noch getan werden, um einen qualitativ hohen Standard zu haben.  Aus diesem und vielen anderen Gründen besuchte mein Landtagskollege Björn Lüttmann und ich die Polizeihochschule in Oranienburg.

Dort stand uns die neu gewählte Präsidentin der Polizeihochschule Frau Prof. Heike Wagner und der Staatssekretär des Innenministeriums Uwe Schüler nicht nur Rede und Antwort. Die Präsidentin nahm auch Bezug auf Zukunftsvisionen für den Standort. Im Gespräch haben wir mit Ihr über die Ausbildung und das Studium der Polizeianwärter*innen sowie weitere Themen rund um die Hochschule gesprochen.

Da die Ausbildung der Polizei während der Pandemiezeit nicht unterbrochen werden konnte, wurden auch dort Lösungen für Studium und Lehre in der digitalen Welt gesucht. Bis heute werden, soweit es möglich ist, die Ausbildung und die Studiengänge online angeboten und abgehalten. Es gibt aber auch Ausbildungsbereiche, die nur in Präsenz möglich sind, sodass die Anwärter*innen vor Ort sein müssen. Die Onlineangebote werden jedoch auch in Zukunft weiter genutzt.

Frau Prof. Wagner stellte fest, dass insbesondere durch die Pandemie deutlich wurde, dass die Hochschule mit ihren räumlichen Kapazitäten mehr und mehr an ihre Grenzen stößt. Eine Erweiterung des Geländes ist in Planung. Für diese müssen aber auch die benachbarten Anlieger, das Finanzamt und die Gedenkstätte, mit einbezogen werden. Hier gibt es bereits Gespräche. Der Kontakt untereinander ist gut und es wird konstruktiv zusammengearbeitet bestätigte auch Staatssekretär Uwe Schüler. Momentan sind vor Ort 421 Bedienstete in Lehre, Studium und Verwaltung tätig. Jährlich werden über 200 neue Anwärter/Anwärterinnen aufgenommen. Im Schnitt kommen 10 Bewerber auf eine Stelle. Ein Großteil der Bewerbungen kommt mittlerweile online. Seit 2019 gibt es einen Blog: „Annes VLOG“, in welchem eine Polizeianwärterin über ihr Studium bei der Polizei berichtet. Diese Werbung wird immer wichtiger, um über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Polizei zu informieren.

Frau Prof. Wagner legt großen Wert darauf, ihren Studierenden und Azubis auch in schwierigen Lebenssituationen zur Seite zu stehen., damit diese ihre Ausbildung auch gut abschließen können. Im Vergleich zu anderen Hochschulen hat die Polizeihochschule eine       überdurchschnittliche Anzahl an erfolgreichen Absolventen in der Ausbildung.

Nach dem Treffen habe ich die polizeiliche Bildungsstätte mit einem guten Gefühl verlassen und mich natürlich an die Höchstgeschwindigkeit gehalten, da mir Polizisten an der Hochschule lieber sind, als bei der „verzichtbaren“ Verkehrsüberwachung.

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Die „Werkstatt“ für Schienenfahrzeuge in Hennigsdorf

 

Nicht nur Autos werden unfallbedingt repariert oder in regelmäßigen Abständen generalinstand gesetzt. Bei Schienenfahrzeugen geschieht dies natürlich auch. Aber wo werden die defekten Triebfahrzeuge und  Wagen repariert, modernisiert oder instand gesetzt? Einer der wenigen Orte bundesweit ist Hennigsdorf bei der FWM GmbH. Das Unternehmen ist Spezialist in diesem Segment des Schienenfahrzeugbaus. 

Die FWM – Fahrzeugwerke Miraustraße existiert seit 2002. Zu diesem Zeitpunkt noch in Berlin Reinickendorf in der Miraustraße ansässig; daher der Name. 2010 wurde es am Standort zu eng und der Umzug nach Hennigsdorf wurde vollzogen. Zunächst wechselte die Firma auf das Betriebsgelände von Bombardier, kurze Zeit später entdeckte Geschäftsführer Reiner Matthias den Standort in der August-Conrad-Straße 24-36. 5,5 Millionen Euro wurden in die Ertüchtigung des Standortes investiert. Neben dem Ausbau des firmeneigenen Schienennetzes in „Eigenregie“ auf einer Länger von 2500 Metern ist auch das größte „Carport“ Deutschlands entstanden. Es hat eine stattliche Größe von 200 Metern Länge, 26 Metern Breite und 12 Metern Höhe. Mit der Anbindung an das überregionale Schienennetz können beschädigte Züge oder Triebfahrzeuge direkt aufs Werksgelände einfahren.

                                                        

 

Geschäftsführer Reiner Matthias gewährte dem Landratskandidaten Alexander Tönnies und mir im Rahmen einer Werksbesichtigung einen Blick „hinter die Kulissen“. Ich war sehr beeindruckt von der Vielfältigkeit und dem Umfang der Werkstatt, den Produktionsanlagen und dem technischen „know how“ des Unternehmens. Jeder in der Branche kennt die FWM mit ihrem Spezialwissen und Fertigkeiten – Ihrem unverzichtbarem Leistungsprofil und dies national und international. Schweden und Kanadier schätzen die Leistungen genauso wie die deutschen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU). Nicht nur betriebsbedingt defekte Züge, sondern auch durch Sturmschäden oder andere von außen beschädigte Unfallwagen stehen in den Hallen. Oftmals mit einem aufwendigen Reparaturbedarf zur Wiederherstellung der Fahrbereitschaft.

 

Im Jahr verlassen das Werk ca. 120 Zugeinheiten, die nach Reparatur und Wiederaufbau nicht nur wie neu aussehen, sondern einem Neufahrzeug in nichts nachstehen. Sie können dann in Hamburg, Köln, München, Kassel oder anderen in vorwiegend in den alten Bundesländern liegenden Standorten wieder ihren „Dienst“ aufnehmen. Mir ist sehr unverständlich, warum die regionalen EVU`s ihre Züge in den alten Bundesländern reparieren lassen, obwohl wir in Hennigsdorf – in der Region – diese Kapazitäten haben.  

Das Team der FWM ist Partner, wenn es um Instandsetzung, Reparatur und Begutachtung von Schienenfahrzeugen geht. Neben den Reparaturen und der Aufbereitung der Züge, werden auch Spezialfahrzeuge für die Schiene konstruiert, entwickelt und gebaut. Die FWM ist sehr vielfältig aufgestellt. Das zeigt sich auch in den Berufen die dort erlernt und ausgeübt werden können. Vom Tischler, Elektrotechniker, Aluschweißer und Werkzeugmacher bis hin zum Ingenieur in der eigenen Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung gibt es verschiedenste Mitarbeiter*innen vor Ort. Ein Manko wird aber auch in dieser gut funktionierenden Firma deutlich. Es gibt kaum Bewerbungen für eine Ausbildung im Betrieb. Obwohl die Firma über Tarif bezahlt und vergütet, scheint sich der Nachwuchs nicht für den Beginn einer Ausbildung vor Ort zu interessieren. Hier zeigt sich deutlich das Problem des Fachkräftemangels nicht in der bestehenden Besetzung der Arbeitsplätze, sondern insbesondere in der Nachwuchsgewinnung. Das wird vor allem in der Zukunft verstärkt zu Problemen in allen Branchen führen. Die Anstrengungen von Politik, aber auch Gesellschaft reichen noch nicht aus, um dauerhaft und ausreichend qualifiziertes Fachpersonal solchen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Wir dürfen nicht nur über die „Verkehrswende“ reden, wenn am Ende des Tages kein Personal vorhanden ist, um Züge zu fahren, zu bedienen oder zu reparieren. Die Unternehmen sind aber auch schon aus „Eigeninteresse“ aufgefordert, Ihren Beitrag dazu zu leisten. Da wünsche ich mir mehr Vernetzung von Politik und Wirtschaft. Die Präsenzstelle der Hochschulen, die YOULap als Ausbildungsmesse aber auch die Einbindung von qualifizierten Arbeitnehmern durch Einwanderung sind Lösungsansätze. Diese müssen zukünftig genutzt werden, damit ein Unternehmen wie die FWM weiterhin erfolgreich sein kann. Alexander Tönnies, als Landratskandidat und ich, haben durch den Besuch viel Neues erfahren und einiges an „Aufträgen“ mitgenommen.

                                                          

Ich bin gespannt welche neuen Ansätze, Ideen und Innovationen auch in Zukunft aus den Werken in Hennigsdorf nach Deutschland ausstrahlen werden.

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Veltener Biomilch und der Bedarf an Fachkräften

 

Das Schild „Hofladen“ ist aus Hennigsdorf kommend an der Einfahrt zum Veltener Businesspark nicht zu übersehen. Zusammen mit meinem Landtagskollegen Johannes Funke (agrarpolitischer Sprecher) haben wir den „Luisenhof“ Milchmanufaktur und den darin integrierten Hofladen mit seinem reichhaltigen Bioangebot besucht. Gemeinsam mit Dr. Kirsten Böhmann (Geschäftsführerin) haben wir uns über die Potienziale und Probleme der Zulieferung und Verarbeitung von Milchprodukten in Brandenburg und unserer Region ausgetauscht. Die authentischsten Informationen brkommt man immer vor Ort, bei den Menschen oder Unternehmern, welche sich täglich mit den Problemen und Lösungen in „Ihrem Fach“ auseinandersetzen.

Die Luisenhof Milchmanufaktur stellt in der Molkereibranche einen Bioland- und Demeter-zertifizierten, brandenburgischen Vorzeigebetrieb dar. Produkte aus Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch werden in der Veltener Milchmanufaktur hergestellt. Über 30 Millionen Liter Milch verarbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Molkerei jährlich, mit dem Ziel auf 40 Millionen Liter zu wachsen. Die Erzeugnisse liefert die Luisenhof Milchmanufaktur, neben dem Verkauf vor Ort, bundesweit an Biosupermärkte und ausgewählte Einzelhandelsketten.

Es wurde deutlich, dass die Milchmanufaktur mit den Milcherzeugerinnen und Milcherzeugern Hand in Hand arbeitet, der Rohstoff Milch und das Personal in der Erzeugung und Verarbeitung jedoch begrenzt sind. So findet in landwirtschaftlichen Betrieben des Havellandes kaum Bioland- oder Demeter-zertifizierte Milcherzeugung statt. Den Rohstoff Milch kauft die Luisenhof Milchmanufaktur deshalb unter anderen in Mecklenburg-Vorpommern ein.

Entstanden aus dem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb „Luisenhof“ in Wiebendorf eröffnete Anfang 2019, auch mithilfe einer Förderung über die Investitionsbank des Landes Brandenburg, die Molkerei in Velten. Auch heute noch entstammt ein Teil der Bio-Milch aus dem Familienbetrieb in der Nähe der Elbe.

Die BioMolkerei Velten möchte wachsen. Im Rahmen der Nachhaltigkeit ist deshalb eine Erweiterung auf Mehrweg-Frischmilch in Planung. Zum Wachsen gehört aber nicht nur Fläche, Erweiterungsbau usw. sondern auch Personalzuwachs. Zum Fachkräftebedarf tauschten wir uns mit Frau Böhmann und Herrn Michael Müller aus, da wie viele andere Branchen „händeringend“ auch heute schon nach Personal gesucht wird, um den Produktionsablauf zu sichern und möglichst noch Umsatzwachstum zu generieren. 

Bereits im Sommer 2020 habe ich die Milchmanufaktur besucht und bin immer wieder begeistert, mit welcher Leidenschaft dort gearbeitet wird.  

                                   

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St. Joseph – Ein besonderes Jubiläum!

Am 27.09.1896 ist die St. Joseph-Kirche in Velten durch Prälat Dr. Jahnel eingeweiht worden. Vor 125 Jahren wurde die Kirche in der Schulstrasse errichtet, welche nach Plänen des Oranienburger Architekten und Maurermeisters Wilhelm Daßler entstand.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zu diesem Jubiläum stellte Erzbischof Dr. Heiner Koch in seiner Predigt die Frage: „Brauch Gott ein solches Gebäude?“ Er gab auch anschliessend die Antwort: „Gott selbst braucht es nicht, aber wir Menschen. Menschen brauchen Orte, in denen sie sich mit gleich Gesinnten treffen können. Die Kirche gibt Ihren Gläubigen Rückhalt, Kraft und Unterstützung.“

Das Josefsjahr wurde am 08. Dezember 2020 von Papst Franziskus ausgerufen und ist eine Erinnerung an den 150 Jahrestag der Erhebung des HI.Josef zum Schutzpatron der ganzen Kirche. Dem Heiligen Vater ist es wichtig zu zeigen, welch eine große Bedeutung der HI. Josef für die Christen und deren Gemeinden hat.

Die katholische Kirche in Velten engagiert sich für die Senioren, wie auch für die Jugend. Jeder ist dort willkommen. Seit April  diesen Jahres ist Pater Matthäus der Pfarrer in der Gemeinde. Er möchte nach den schwierigen Bedingungen in der Corona Zeit, dass die Kirchengemeinde sich verstärkt in der Ofenstadt einbringt und sich z.B. über soziale Projekte präsenter wahrgenommen wird. Dies würde ich sehr begrüßen. Ich habe im Gespräch mit dem Bischoff und dem Pater auch deutlich gemacht, dass ich mir eine „offene Kirche“ wünsche. Mit dem Gemeinderaum und den aktiven Mitgliedern der Gemeinde sehe ich hier viel Potential für das gesellschaftliche und gemeinwohlorientierte Miteinander. Die Veranstaltung mit Ihren aktiven „Gestaltern“ und „Mitmachenden“ zeigte mir, mit welcher Freude und Einsatz man dabei ist. Mein Dank gilt auch dem Gemeindemitglied Jakob Wittreich, welcher mir viel zur Geschichte und zum Wirken der katholischen Gemeinde in unserer Heimatstadt berichtete.

Es war für mich wie gesagt überraschend, dass vom Spendenladen bis zu den Gläubigen aus den Nachbargemeinden Oranienburg, Hennigsdorf oder Birkenwerder die Veranstaltungswoche so gut besucht und gefeiert wurde. Es war ein wirklicher Tag „Der offenen Kirche“.

Die katholische Gemeinde hat einen festen Platz im religiösen und gesellschaftlichem Leben der Ofenstadt.

Meinen Herzlichen Glückwunsch zu diesem 125. Kirchweihjubiläum St. Joseph Velten

                                       

               

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Stadler Rail investiert in der Region

 

Am 27. September 2021 hat Stadler in Schönwalde-Glien im OT Perwenitz seine Tore offiziell geöffnet. Bedingt durch die Corona Pandemie wurde die feierliche Eröffnung um einige Monate verschoben. Im Frühjahr 2021 ist dort das Drehgestell-Revisionszentrum mit angeschlossenem Logistikzentrum an den Start gegangen. Neben Berlin Pankow und Velten eine weitere wichtige Standortentscheidung des Konzerns aus der Schweiz. In Perwenitz direkt an der A10 wird die Revision und Reparatur von Drehgestellen von Schienenfahrzeugen vorgenommen. Auf 4.300 m² Produktionsfläche werden Drehgestelle komplett zerlegt, gereinigt und geprüft. Verschleißteile werden erneuert und am Ende steht ein Drehgestell, welches einem neu produzierten in nichts nachsteht. Meist Eisenbahnverkehrsunternehmen nutzen diese Dienstleistung von Stadler und natürlich Stadler selbst. Qualität und Liefergenauigkeit haben höchste Priorität. 

Johannes Funke (Landtagsabgeordneter aus Havelland) und ich sind sehr gerne der Einladung von Stadler gefolgt. Der Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde- Glien und Vertreter des Landkreises Havelland haben diese Engagement begrüßt und für sehr schnelle Genehmigungsverfahren gesorgt. Über 10 Mio. € wurden bereits investiert. Der Um – und Ausbau der Hallen und die Installation sehr hochwertiger Produktions – und Messanlagen sind in einem beeindruckenden Tempo umgesetzt worden, um den Standort ans „Netz“ zu bekommen.

Herr Becker Standortleiter hat uns in einer Führung einen Einblick in Ihre Arbeit gegeben. Momentan besteht das Team aus ca: 44 Mitarbeitern wird aber in den nächsten Monaten noch wachsen. Es stehen schon neue Mitarbeiter in den Startlöchern, die in Schweiz erst mal eingearbeitet werden. Das Inbetriebnahmezentrum von Stadler in Velten dürfte ich bereits kennen lernen und mich davon überzeugen, das Stadler keine „halben Sachen“ macht. An diesem Standort wurde in der Vergangenheit ebenfalls investiert. Velten und Berlin werden von dem Standort in Schönwalde- Glien profitieren.  Stadler kann nun weitgehend auf Fremdvergaben von Drehgestellrevisionen und Reparaturen verzichten. Dadurch wird die Zeit einer Revision verkürzt und zusätzliche Transportwege und damit CO2 eingespart. 250 Drehgestell-Revisoren werden zukünftig im Ein-Schichtbetrieb durchgeführt werden können.

Es ist wichtig, dass Schienenfahrzeugbauer in Brandenburg ein festes Standbein haben, denn dieser Industriezweig hat eine lange Tradition. Zusätzliche Angebote im Bahnverkehr, zusätzliche Fahrkilometer im SPNV sind ein wichtiger Bestandteil, um Klimaziele zu erreichen. Unternehmen wie Stadler sichern, bauen aus und erweitern Industriestandorte. Sie schaffen hochwertige Industriearbeitsplätze und damit sichern sie auch unseren zukünftigen Wohlstand.

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25. Sommerfest der PuR Hennigsdorf

 
 
Samba und eine „Stadt für Alle“ – so könnte man das Sommerfest „Grenzenlos“ der PuR gGmbH und der HWB-Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft zusammen fassen. Im Innenhof des Albert-Schweitzer-Quartier I wurde die Übergabe von 114 Wohnungen an die Hennigsdorfer am 17. September gefeiert. Und die Veranstalter brachten richtig Stimmung in den Innenhof als die Samba Tänzerinnen der COPACABANA SAMBASHOW & BOSSA NOVA JAZZ aufliefen und die Zuschauenden in Ihren Bann zogen. Auch wenn bis in den Abend hinein noch mit ROLOG gefeiert wurde, so machte Thomas Günther und auch HWB Geschäftsführer Holger Schaffranke deutlich, welch wichtiges Wohnungs- und Stadtprojekt für Wohnen und Integration hier übergeben wurde.
28 Mio. € hat die HWB investiert, von den 114 neuen Wohnungen haben 86 den Status „geförderte Sozialwohnungen“ mit Kaltmieten ab 5,50 €/m².
Von den 3.100 Wohnungen der HWB sind somit 600 mietpreisgebunden. Städtebaulich hat sich eine Lücke geschlossen und durch den Nachbarschaftstreff der PuR wird auch vor Ort Sozial- und Integrationsarbeit für das multikulturelle Quartier geleistet. Die Bewohner werden aktiv in die Umfeld Gestaltung (Hochbeete uvm.) einbezogen. Auf das „Miteinander“ wird Wert gelegt und nicht nur das Nebeneinander. 25 Sommerfeste der PuR – Dieses war sicherlich auch für das Team der gemeinnützige Projekt- und sozialen Regionalentwicklungsgesellschaft um die Geschäftsführerin Annette Koegst ein ganz besonderes.
Insbesondere den Kindern war die Freude anzumerken und diese haben die vielfältigen Angebote, ob Kletterwand von der Sportjugend Brandenburg, das INFO-MOBIL „TOLERANTES BRANDENBURG“ oder der kostenlosen Codierung von Fahrrädern durch die Präventionsstelle der Polizei wurden gerne angenommen. 
Mich hat besonders erfreut, das hier Mittel des Bundes und des Landes durch eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft in Anspruch genommen wurden, um in der Stadt Hennigsdorf weiterhin mietpreisgebunden Wohnraum zu sichern und auszubauen. 
 
Im nachfolgenden Video sieht man einige Impressionen des Festes.
 
 
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Der Königreichssaal in Velten

Der Königreichsaal der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas am Havelring im Velten Businesspark ist vielen als religiöser Veranstaltungsort eher unbekannt. Ich traf mich in dieser Woche mit zwei Vertretern (Älteste) der Religionsgemeinschaft, um mir vor Ort einen persönlichen Eindruck über deren Wirken und dem Ort selbst machen zu können.

2019 kam ich erstmalig in Kontakt mit Herrn Carsten Loth von den Zeugen Jehovas. Damals fand in Hennigsdorf die Stolpersteinverlegung für Wilhelm und Klara Busse statt, an welcher auch Vertreter der Zeugen Jehovas teilnahmen. Wilhelm Busse trat 1923 den Zeugen Jehovas bei und wurde getauft. Unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurde die Religionsgemeinschaft und deren Anhänger verfolgt. Ihr Glaube verbietet es, andere Menschen zu töten und damit verbunden ist ein Dienst „an der Waffe“ für sie ausgeschlossen. Auch der Hitlergruß war Ihnen damals unmöglich, da der Gott Jehova als „alleiniger Befehlshaber“ für sie steht. So wurde auch Wilhelm Busse 1935 und 1936 aufgrund seines Glaubens inhaftiert und kam 1937 ins Konzentrationslager Sachsenhausen. Das Wilhelm Busse 1950 erneut verhaftet und zu 8 Jahren Zuchthaus aufgrund seiner Glaubensausübung in der DDR verurteilt wurde, ist bezeichnend für zwei aufeinanderfolgende Diktaturen. Er verstarb an den Folgen der Haft 1957. Mit der Verlegung der Stolpersteine wurde auch daran erinnert, das nicht nur Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter usw. inhaftiert und getötet wurden, sondern auch viele andere Gruppen. Die Zeugen Jehovas gehörten dazu. 

Bis zum heutigen Tage werden Gläubige dieser Religionsgemeinschaft in einigen Ländern verfolgt. Aktuell wäre dabei auch Russland zu nennen. Dort müssen die Gläubigen mit Verhaftung und Restriktionen rechnen, sofern sie Ihre Glaubensrichtung praktizieren. Gut, dass dies in unserer demokratischen Grundverfassung nicht denkbar ist, denn die freie Religionsausübung wird im Grundgesetz garantiert.

Corona hat mir lange den Besuch am Standort in Velten verwehrt. Die Zeugen Jehovas haben sich von Beginn der Pandemie an bis heute nicht persönlich zu Ihren Versammlungen (Kongressen) treffen können und natürlich waren Besuche von Gästen damit ausgeschlossen. Die religiöse Gemeinschaft stellte bei Ausbruch der epidemischen Lage auf digitale Formate zum Beispiel Videokonferenzen um. Man half sich Untereinander, um die Teilnahme aller Gläubigen an den digitalen Treffen zu ermöglichen.

Nun begrüßte mich Herr Loth und Herr Reinsch, zwei der Ältesten von den Zeugen Jehovas. Ich habe mich sehr gefreut, miteinander ins Gespräch zu kommen.  

Offen sein für alle Glaubensrichtungen und deren Inhalte zu erfahren, war mir wichtig. Dazu gab es einen sehr detaillierten Austausch zu den Inhalten und Werten der Glaubensrichtung. Zu erfahren, wie und in welchem Rahmen die religiöse Ausübung in Velten und sicherlich auch anderswo organisatorisch praktiziert wird, wurde deutlich.

Natürlich haben wir uns auch zu inhaltlichen und religiösen Unterschieden zu anderen Glaubensrichtungen ausgetauscht. Das dies auch sehr praktische Auswirkungen im Leben eines jeden Zeugen Jehovas hat, darüber ist vielfach geschrieben und auch dokumentiert worden. Allerdings werden auch viele nicht zutreffende Sachverhalte vor allen Dingen in sozialen Medien verbreitet. Ich empfehle in solchen Situationen, sich mit den Quellen auseinander zu setzen und ggf. das Gespräch mit der Glaubensgemeinschaft direkt zu führen. Dies trägt auf jeden Fall dazu bei, sich ein sehr persönliches Bild machen zu können, ohne dabei alle Ansichten teilen zu müssen.

Die wöchentlichen Treffen werden sicher bald wieder statt finden können und die Räumlichkeiten am Havelring mit Leben erfüllt sein. Ich hatte nun Gelegenheit diese kennen zu lernen. Diese sind schlicht und praktikabel für Großveranstaltungen ausgeführt. Sie bieten aber auch Rückzugsmöglichkeiten und Beratungsräume für die Vorbereitung und Durchführung  der religiösen Treffen.

Hervorzuheben ist dabei sicherlich der Große Saal, in welchem bis zu 2.300 Personen Platz finden. Kongresse nicht nur deutschlandweit, sondern auch internationale Treffen fanden hier schon statt. So manch internationaler Gast kennt die Stadt Velten aufgrund seines Glaubensbekenntnisses zu den Zeugen Jehovas.

Aufgefallen ist mir der Zusammenhalt innerhalb der Glaubensgemeinschaft, wie auch Ihren gegenseitige Unterstützung in allen Lebenslagen. Dies fand ich sehr bemerkenswert. Das „Füreinander“ ist sehr ausgeprägt. Ein Besuch der sich gelohnt hat und sicher wird zukünftig auch ein „Tag der offenen Tür“ bei welchem sich jedermann ein eigenes Bild machen kann, stattfinden.