Rücksichtnahme statt Rücksichtslosigkeit

 

Dieser Sommer und die Ferien waren für alle außergewöhnlich – „Urlaub in Deutschland“ statt an „fernen Stränden“ und die Mund Nasen Bedeckung (Schutz) als ständiger Begleiter. In dieser Woche tagte der Landtag Brandenburg erneut, aber eine „parlamentarischer Sommerpause“ gab es in diesem Jahr nicht. Sondersitzungen des Haushaltsausschusses und weiterer Gremien waren notwendig, denn Corona macht bekanntlich keine Ferien.

In den letzten Tagen wurden weitere wichtige Entscheidungen im Landtag getroffen, um weiterhin gut durch diese besondere Zeit kommen. Fragen zur Strukturentwicklung der Lausitz im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Kohle standen genauso an, wie die Novelle der Brandenburger Bauordnung. Fakt ist: Das Leben geht weiter, auch unter verändertem Rahmenbedingungen. Es ist aber kein Grund zu verzweifeln oder untätig zu sein. Dies bestätigen mir auch viele Mitbürger in Wort und Schrift.

Mir war es aber in den letzten Wochen auch wichtig, mit vielen Mitbürgern ins Gespräch zu kommen. Der Austausch mit Unternehmern gehörte genauso dazu, wie der Besuch von sozialen Einrichtungen oder einfach nur das Gespräch im Bürgerbüro oder auf der Straße. Viele Fragen standen im Raum – Wie sieht der Alltag unter Corona Bedingungen für den Einzelnen aus oder was hat sich in den letzten Monaten verändert. Wo besteht Handlungsbedarf – was läuft gut, was nicht? Alles um Corona war dabei beherrschend – es beschäftigt sozusagen jeden.

Ja, viele Sorgen sind vorhanden – ob um den eigenen Arbeitsplatz oder ob die Schulen und Kitas dauerhaft offen bleiben können. Nach den Ereignissen der letzten Wochen machen sich aber auch viele Bürger oder auch Schüler Gedanken darüber, wie unterschiedlich mit dem Thema Corona in ihrem persönlichen Umfeld umgegangen wird. Es wird viel Rücksicht genommen, um andere und sich selbst zu schützen.

Es gibt aber leider auch entgegengesetzte Tendenzen. Es werden die Gefahren der Pandemie verharmlost, leichtfertig mit Kontaktbeschränkungen umgegangen. Ja, es gibt Grund zur Besorgnis, wenn Menschen tätlich angegriffen werden, nur weil sie auf das Tragen des Mundschutzes in einem Supermarkt in meiner Heimatstadt hinweisen.

Sorgen bereitet mir dabei auch, wenn gewählte Vertreter in besonderer Funktion in sozialen Netzwerken versuchen unsere Grundrechte gegeneinander ausspielen und zusätzlich Unsicherheit und Angst dabei verbreiten. „Gewalt herbeireden“ – Dies ist gefährlich und verantwortungslos. Wir alle sind gefordert, den „Verschwörungstheoretikern“ entgegen zu treten. Einige unter uns haben immer noch nicht begriffen, dass das Tragen einer Maske der „Schutz des Anderen“ ist. Der Rücksichtslosigkeit muss sich jeder einzelne entgegenstellen. Aktuell Steigende Fallzahlen von Infizierten zeigen mir – es ist noch nicht vorbei.

Nun bin ich seit einem Jahr im Brandenburger Landtag als Abgeordneter tätig und diese Wahlperiode ist sicherlich nicht zu vergleichen mit bisherigen. Abgesehen davon, dass mir die Arbeit Spaß macht, stehen jetzt und zukünftig viele schwierige Entscheidungen im Zusammenhang mit der Pandemie noch an – Die wirtschaftliche Entwicklung ist schwierig einzuschätzen und damit auch die finanziellen Risiken. Alles dies zu bewältigen gelingt allerdings nur, wenn Rücksicht und Respekt Grundlage sind. Egoismus und Rücksichtslosigkeit sind keine Zukunftsoptionen.

Stadt-Kunst-Werke in Velten

 

Kunst hat unter Corona Bedingungen einen „schweren Stand“ – Ausstellungsflächen sind unter Hygiene Bedingungen nur schwer zu finden und für Besucher ergeben sich ebenfallls Einschränkungen. Jedoch hat sich der Künstlertreff Velten aber nicht abhalten lassen und Fakten geschaffen mit dem Ziel – Kunst für Velten sichtbar zu machen.

Vom 19. August – 12. November diesen Jahres sind im Foyer der Stadtwerke Velten in der Viktoriastrasse Werke von meist Veltener Künstler wie Edda Oltersdorff, Stefanie Steenken oder Petra Steinbeiß im Rahmen der Galerie “ Stadt-Kunst-Werke“ zu sehen.  Das Foyer ist nicht zum ersten Mal Ausstellungsort von Bildern, Glaskunst, Keramik Holzskulpturen und Häkelkunst.

Gerne bin ich der Einladung zur Vernissage am 19. August gefolgt, auch um mir persönlich einen Eindruck von der Vielfalt der Kunstwerke und deren „Erschaffenden und Schaffenden“ zu machen. Der Besucher wird schnell feststellen, das unter anderem auch Motive aus Velten Gegenstand der Ausstellung sind. In wechselnden Ausstellungen werden bis November alle kreativen Künstler aus der Stadt und der Region dort ausgestellt.

Ich wünsche dem wachsenden Kreis um Frau Heike Toll – dem Künstlertreff Velten viele Besucher und sage den Stadtwerken Velten GmbH vielen Dank für die Unterstützung dieser Kunstprojekte. Ich hoffe, dass die seit diesem Jahr gültige Kulturförderichtlinie einen zusätzliche Schub in der Kulturarbeit in der Stadt Velten verursacht.

Ungetrübtes Badevergnügen in Brandenburg!

 

Viele öffentlich zugängliche Badestellen an den über 3000 Seen in Brandenburg befinden sich im Rückbau. Steganlagen und Badeinseln werden demontiert oder deren Nutzung untersagt. Ursache dafür sind Gerichtsurteile zur Haftung von Kommunen und Betreibern von nicht „naturbelassenen Badestellen„. Der kommunale Schadenausgleich (KSA) hat den Gemeinden entsprechende Auflagen für das Weiterbetreiben und die Haftung für Schäden mitgeteilt. Dem können sich Städte und Gemeinden nicht verschließen, aber sie bedauern diese Entwicklung natürlich. Für betroffene Badegäste ist dieses Handeln meist nicht nachzuvollziehen, stößt bei Ihnen natürlich auch auf Verwunderung.

Aus vielen Orten erreichten mich Hilferufe von Bürgermeistern, denn die Kommunen haben weder die finanziellen noch die personellen Ressourcen, um alle Badestellen in Ihrer Verantwortung „rund um die Uhr“ zu beaufsichtigen.

Dies ist weder am Bernsteinsee in Velten noch am Kremmener See möglich – Aus diesem Grunde schließen die Gemeinden Badestellen oder bauen Anlagen wie Toiletten, und Steganlagen wieder zurück. Es bleiben natürlich frei zugängliche Badestellen, an denen Badegäste auf eigene Gefahr schwimmen gehen können.

Aber ist dies eine Lösung? Nach meiner Auffassung nicht. Ich habe und werde dieses Thema mit weiteren Abgeordneten aktiv in die Beratungen meiner Landtagsfraktion einbringen und ob es zukünftig eine landesgesetzliche Regelung oder Verordnung geben wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Fest steht aber, das der Handlungsdruck gegeben ist und man dieses Thema nicht „aussitzen“ kann. Es wird sich von selbst nicht lösen. Ich bin mir sicher, der Städte -und Gemeindebund wird dabei ein starker Partner bei der Lösungsfindung sein. In anderen Bundesländern gibt es dazu bereits Lösungsansätze. Ob diese auch in Brandenburg greifen können, ist zu klären. Nicht die Nutzer insbesondere Kinder und Jugendlichen dürfen diese nicht hinzunehmende Situation „ausbaden“.

Ich wünsche mir eine schnelle Rechtssicherheit für die Bürgermeister/innen oder Amtsdirektoren/innen im Sinne der Badegäste. Es muss auch zukünftig möglich sein, eine unbeaufsichtigte Badestelle auch mit Papierkörben für mehr Sauberkeit ausstatten zu können.“

 

 

Unsere Biotonne – Wo und wie wird sie entsorgt?

 

Was passiert eigentlich mit den Inhalten der Biotonnen? Gut 30.000 Behälter (120 und 240 l) werden seit dem 01.Juli 2020 von der AWU Oberhavel alle 14 Tage vor den Haustüren entsorgt. Aber wohin verbringen die 4 LKW`s der AWU die „Abfälle“ und was geschieht mit den meist „feuchtem Inhalten“ – Da ich es genau wissen wollte, machte ich mich zusammen mit dem Geschäftsführer der AWU Oberhavel Manfred Speder auf den Weg nach Grüneberg in den Großmutzer Heuweg. Dort ist die Fa. URD Umwelt- und Recycling Dienstleistung GmbH ansässig (Ortsname passt prima zum Geschäftsmodell der URD).

Seit 1996 werden praktisch in der Mitte des Landkreises Bioabfälle zu Komposterde verarbeitet. Der Inhalt der Laubsäcke, Grünschnitt und Bioabfälle aus Berlin werden u. a. dort angeliefert. Seit Anfang Juli 2020 sind nun bereits mehr als 900 t Oberhavel Biotonneninhalte in Kompostmieten hinzu gekommen.

Und wie dies genau passiert, wollte ich erfahren – Herr Marcus Gennerich und sein Vater Rolf Gennerich (Geschäftsführer der URD GmbH) nahmen mich und den Geschäftsführer der AWU in Empfang und bereits am Eingangstor wurde deutlich, das hier mehr als nur Komposterde in verschiedenen Qualitäten aus Bioabfällen hergestellt wird. Nach einem kurzen Gespräch machten wir uns gemeinsam auf den Weg, um auf dem Gelände  zwischen Grüneberg und Freienhagen (mehr als 10 ha) den Betrieb kennen zu lernen. Von der Anlieferung an der Waage bis hin zu den riesigen Betonboxen und Silos. Radlader, Schredder, riesige Siebtrommeln, Kräne und natürlich Kompostmieten prägen den Betriebshof. 

Aber was passiert nun mit dem „Biomüll“ – Am Beginn wird dieser vermengt mindestens 3 Monate gelagert. Durch mehrfache Umschichtungen wird die biologische Zersetzung befördert. In riesigen Siebtrommeln werden „Störstoffe“ wie Folienreste entfernt, denn die Qualitätsanforderungen (Gütesiegel und Bioabfallverordnung etc.) sind hoch und werden regelmäßig geprüft.

Mehr als 90 % des Endproduktes gehen direkt an Landwirtschaftsbetriebe der Umgebung, welche diesen Kompost als Ersatz für mineralischen Dünger auf ihre Felder einbringen. Ein riesiger Vorteil ist, dass dieser „Naturdünger“ die Feuchtigkeit bindet und dies schätzen die Landwirte.

Ca. 10 % der Anlieferungen erfolgen derzeit durch private Haushalte. Gartenabfälle, Laub etc. kann man anliefern und auch gleich Rindenmulch, Kieserden oder Kompostboden erwerben und mit nach Hause nehmen – Sozusagen eine „Leerfahrt“ vermeiden. Dies wird mit steigender Tendenz auch genutzt.

14 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen und im nächsten Jahr können diese Ihr 25-Jähriges Firmenjubiläum feiern. Seit 1999 sind sie durchgängig als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert und davon profitieren jetzt auch verstärkt die Oberhavelländer, denn der Bioabfall wird fachgerecht verwertet. Weniger Restabfall war das Ziel. Die „Braune Tonne“ ist auf einem guten Weg. Ich habe jedenfalls viel über Bioabfälle und deren Verwertung von der URD erfahren.

Regional und Bio steht im Mittelpunkt!

Die Bäckerei Plentz und der Luisenhof Velten sind unsere täglichen Begleiter. Sie versorgen uns mit hochwertigen Lebensmitteln, bieten zuverlässige Arbeitsplätze und zeigen wie man regional mit eigenen Marken im Verbund mit anderen Unternehmen erfolgreich sein kann. Nicht nur mich, auch den Fraktionsvorsitzenden der Landtagsfraktion Erik Stohn, welcher derzeit auf Sommertour ist, interessierte wie es hinter den Kulissen aussieht – wie die Inhaber und „Macher vor Ort“ die letzten Wochen und Monate unter „Corona“ die Situation gemeistert haben. Was bewegt die Mittelständler und wie sehen Sie die Zukunft – Was erwarten sie von ihren Landespolitikern.

Bei schönem Sonnenschein wurden wir  in Schwante von den  3 Junior Chefs Emelie Albe (geb. Plentz), Max Schöppner und Ralph Keidel am Holzbackofen der Bäckerei in Empfang genommen. Die Nachfolger in spe von Karl Dietmar Plentz haben uns von den Herausforderungen berichtet, welche Sie während der Corona Krise hatten bzw. noch haben.

Natürlich hat die Pandemie auch sie betroffen. Im Snack Bereich/Gastro gingen Mitarbeiter in die Kurzarbeit, da kein Umsatz generiert werden konnte. In dieser Zeit hat Emelie Albe das „Neue Frühstück“ entwickelt, da „Ihre“ Kundschaft eine Alternative zum Buffet „forderte“. Die Soforthilfe des Landes und das Kurzarbeitergeld haben die Probleme glücklicherweise minimiert.

Die Bäckerei ist in den letzten Jahren aufgrund neuer Standorte im Verkauf (zum Beispiel Bahnhof Velten – Haus des Brotes) stark gewachsen. Gesundes Wachstum bedeutet aber auch Veränderung – Ein neuer Standort für die Produktion steht in Rede, da die „Backstube“ in Schwante an ihre Grenzen stößt. Die Vorbereitungen laufen und Förderprogramme sollten helfen. Dazu gab es viele Fragen an uns.

Mich und Erik Stohn hat erfreut, das wie in der Vergangenheit 6 neue Azubi´s eingestellt wurden. Bewerber gab es mehr als Plätze vorhanden waren. Es spricht sich rum, dass der Familienbetrieb mit ca.: 160 Mitarbeitern attraktiv ist auch aufgrund der „familiären Firmenphilosophie“, welche aktiv gelebt wird. Sie bietet für alle Mitarbeiter die Möglichkeit dort Ihren Platz zu finden. Alle drei haben sich uns bedankt wie die Politik die Krise gemeistert haben.

Danach ging es zum Luisenhof nach Velten. Direkt am Eingang zum Businesspark befindet sich die Milchmanufaktur mit „Hofladen“ Dort begrüßten uns Dr. Kirsten Böhmann und Michael Müller mit Ihren vor Ort hergestellten Produkten, wie zum Beispiel den verschiedenen Käsesorten. Der Luisenhof beschäftigt ca: 30 Mitarbeiter, die für die Herstellung und den Verkauf von Käse und Milch vor Ort verantwortlich sind.

Der Unterschied zu herkömmlichen Betrieben ist, das ausschließlich Biomilch verarbeitet wird. Bei Edeka oder Netto finden wir diese als Bioprodukte bei uns in der Region in den Regalen. Schon jetzt wird mit Erzeugern / Landwirten und Vertriebspartner aus der Region zusammengearbeitet. Biomilch aus Brandenburg hat kurze Transportwege bis zu seinem Kunden. Ob Biofleischerei aus Velten oder Landwirt aus Grüneberg – Partner des Luisenhofes profitieren mit.

Im Vorort Verkauf des Luisenhofes kann man natürlich noch weitere Bio Produkte aus der Region erwerben. Bei unserem Besuch trafen wir auch zufällig die Bürgermeisterin von Velten, die mit gefülltem Korb gerade das Geschäft verließ.

Einen Umsatzeinbruch erlebte der Luisenhof in den letzten Monaten nicht. Allerdings waren Hygienekonzepte notwendig, um Produktion und Verwaltung aufrecht zu erhalten und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Auf Soforthilfe konnte der Betrieb verzichten. Das Unternehmen möchte zukünftig weiter wachsen und am Standort Velten expandieren. Die Inhaber setzen klar auf den Trend der Regionalität und das Wachstum in der Biobranche. Fragen zu Bauplanungsrecht und Fördermöglichkeiten standen im Mittelpunkt der Gespräche, aber auch die Sorge, dass Corona zu negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen kann. Diese Sorgen nehmen Erik Stohn und ich sehr ernst.

Ferienspaß im Waldhof Zootzen

Bildung und Ferienspaß – Geht das?  Im „Waldhof Zootzen“ wollte ich am Dienstag dazu mehr erfahren. Die Sommerferien nähern sich dem Ende. Sind die Zuschüsse aus dem Coronahilfspaket des Landes für die Ferien- und Bildungsarbeit überhaupt in Oberhavel angekommen? Die Kinder- und Jugendbildungsstätte wird seit diesem Jahr von einem neuen Träger, der Stiftung SPI betrieben. Die Leiterin der Einrichtung, Frau Steffi Klinghardt, keine Unbekannte in der Jugendarbeit (Jugendclub T-Point in Leegebruch) und Andreas von Essen Bereichsleiter der SPI freuten sich auch sichtlich von „ihren Projekten und Ideen“ für Kinder und Jugendliche zu berichten.

Die Stiftung SPI, welche im Land Brandenburg ca. 50 Schulsozialstationen und etwa 14 Lernwerkstätten in Kooperation mit Schulen (in Oberhavel u.a. Barbara Zürner OS Velten und Exin OS Zehdenick) betreibt, hat aus diesen vom Land bereit gestellten Mitteln 47 Bildungscamps  für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen organisiert und durchgeführt. Natürlich war die Vorbereitungszeit extrem kurz, aber durch die Vernetzung bei der SPI machbar. Dieses Angebot wünscht man sich auch für die Folgejahre, da es gut angenommen wird und letztendlich den Kindern auch Spaß macht. Dabei spielt der „Geldbeutel“ der Eltern glücklicherweise eine nachrangige Rolle und es kommen Kinder mit Benachteiligungen zu „ihrem verdienten“ Ferienspaß.

Aber auch die Zusammenarbeit mit dem Förderverein Waldhof Zootzen e.V. ist hervorragend. Stiftung und Verein ergänzen und unterstützen sich in ihrer Arbeit und setzen gemeinsam viele Ideen für die Kinder und Jugendlichen unter neuen Rahmenbedingungen in dieser Landkreiseinrichtung um.

Der Bereichsleiter der Stiftung, Herr Andreas von Essen, bekräftigt, dass er es als Aufgabe in der Jugendbetreuung sieht, die unterschiedlichen Vereine und Institutionen noch besser miteinander zu vernetzen. Das hilft, für unsere Kinder ein vielfältiges und individuelles Angebot für Freizeit und Lernen zu entwickeln, Demokratieverständnis zu fördern und die Selbständigkeit unserer Jugendlichen zu unterstützen.

Seit 1. Juni konnten bereits mehrere Jugendgruppen ihre Ferien in den neu eingerichteten Zimmern, auf dem Zeltplatz, in den Seminarräumen und auf den Spiel- und Sportanlagen verbringen. Bis zu 63 Personen können derzeit im Waldhof beherbergt werden. Die integrierte Küche sorgt für eine Vollverpflegung und derzeit wird gemeinsam mit dem Landkreis als Eigentümer der Immobilie nach Lösungen für die weitere Nutzung alter Gebäudeteile, als zusätzliche Unterkünfte und Seminarräume für Bildungsveranstaltungen gesucht. Auch Werkstatträume für Holz- und Metallbearbeitung sollen eingerichtet werden und Kontakte mit DLRG und anderen gemeinnützigen Vereinen und Trägern der Jugendarbeit sollen die Angebote im Waldhof weiter ergänzen und ausbauen.

Das Kleinod, inmitten von Wäldern versteckt, schmiegt sich entlang des Stolpsees.

Kanuwandern, Paddeln und Schwimmen gehören ins sommerliche Ferienprogramm. Aber auch in den Wintermonaten will die Stiftung die Bildungsstätte nutzen und Klassen und Jugendgruppen mit Bildungsangeboten und Workshops begeistern. Erste Konzepte dazu werden bereits entwickelt und im kommenden Jahr möchte die SPI mit dem Waldhof Zootzen auch anerkannte Bildungsstätte des Landes Brandenburg werden. 

Ich bin begeistert von der Entwicklung der Ferienanlage und dem Engagement der SPI und des Fördervereins. Es ist gut, dass wir so ein Angebot im Landkreis Oberhavel haben und mit den handelnden Personen vor Ort ein gutes Team, dass sich für die Interessen und Belange unserer Kinder und Jugendlichen einsetzt.

Folge dem Link um nährere Informationen zu erhalten:

Waldhof Zootzen Webseite

 

 

Erfolgreich mit Chicorée und Jungpflanzen!

Die Schwanteland Gruppe stand nach dem Treffen bei der IHK Potsdam in meinem Terminkalender. Das Unternehmen aus Oberkrämer hat sich auf den Anbau von Jungpflanzen, Chicorée und den Verkauf von technischen Gasen als Vertriebspartner spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt ca.: 150 fest angestellte Mitarbeiter zuzüglich der saisonalen Mitarbeiter. Weit über den Landkreis ist es bekannt, denn es hat sich stark spezialisiert und dies dazu noch sehr erfolgreich. Schon im letzten Jahr hatte ich Kontakt zum Unternehmen, denn die Brandenburger Bauordnung und einige andere „bürokratischen Hürden“ waren zu überwinden, um am Standort weiter zu investieren. Das eine Pandemie das Unternehmen noch zusätzlich beschäftigen wird, war damals natürlich nicht absehbar.

Die  Schwanteland Gruppe  untergliedert sich in drei Unternehmensbereiche, die SL Gartenbau (Anbau Chicorée, Landwirtschaft und Betrieb einer Biogasanlage sowie Selbsternte von Erdbeeren und Äpfeln), die SL Schwanteland GmbH (technische und medizinische Gase – Transport und Logistikdienstleistungen, Vermietung von Gewerbeflächen sowie der Handel mit Chicorée) und die Schwanteland Jungpflanzen GmbH. Bei der Schwanteland Jungpflanzen GmbH wurde und wird derzeit kräftig investiert. 2018 ist ein Gewächshaus mit einer Fläche von ca.: 2,5 Hektar errichtet worden. In diesem und im nächsten Jahr  werden weitere Investitionen  in die Mechanisierung der Produktion erfolgen. 10 ha Gewächshausfläche werden gegenwärtig bewirtschaftet.  Die Produktion wird zukünftig stärker automatisiert werden, um den Prozessablauf und die Qualität der Jungpflanzen zu optimieren.

Bei dem Gespräch mit Herrn André Krötz (Geschäftsführer) und Herrn Benjamin Grüber (Controlling), wurde auch über die bürokratischen Hürden (Baugenehmigung usw.) gesprochen. Das die Brandenburger Bauordnung vereinfacht werden soll, nahm der Geschäftsführer wohlwollend auf, da die beabsichtigten Veränderungen gerade kleineren Betrieben im Gartenbau helfen werden. Thema waren auch die Auswirkungen der Corona Krise. Herr Krötz und Herr Grüber erklärten, dass  alles was nötig war umgesetzt wurde, um die Betriebsabläufe aufrecht zu erhalten.

Für die Mitarbeiter der Verwaltung wurde in zusätzliche Hardware (Homeoffice) investiert und auch Hygienepläne sind umgesetzt worden. Der Gartenbau ist sehr personalintensiv und darüber hinaus werden saisonbedingt auch ausländische Arbeitnehmer gebunden. Es gibt natürlich Umsatzeinbußen durch Corona, welche aber nach Auskunft der Geschäftsführung beherrschbar sind und man ja mittel – und langfristig auf weiteres Wachstum baut.

Dazu dienen auch die erheblichen Investitionen. Sorgen macht dem Unternehmen, welches eine eigene Biogasanlage betreibt, deren langfristiger Bestand aufgrund des absehbaren Wegfallens von Einspeisevergütungen nach EEG. Für viele landwirtschaftliche Betriebe sind diese Erträge von besonderer betriebswirtschaftlicher Bedeutung.

Für mich war es ein spannender Nachmittag, bei welchem mir ein vertiefenden Einblick in das Unternehmen gewährt wurde. 

Ich nehme einiges für meine Arbeit mit nach Potsdam.

  

Eine Kammer gibt Zukunft!

Mit der IHK Potsdam persönlich am Hauptsitz in Potsdam ins Gespräch zu kommen, war schon lange geplant. Nun hat es trotz Corona in dieser Woche geklappt. Das persönliche Gespräch ist nach meiner Auffassung nicht zu ersetzen und notwendig. Mit dem Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Dr. Mario Tobias, dem Geschäftsführer Bildung Wolfgang Spieß und dem Leiter Regional Tino Dracker konnte ich mich einerseits als Kammermitglied und auch als Mitglied des Landtages ausführlich über die Wirksamkeit der Soforthilfen, das Programm der Überbrückungshilfen und über die darüber hinaus statt findende „alltägliche“ Arbeit der Kammer austauschen. Das Thema Ausbildung und Qualifizierung im Rahmen der Fachkräftesicherung hat für mich und die IHK dabei einen besonderen Stellenwert. Hier hat Wolfgang Spieß für den Geschäftsbereich Bildung Einblick in die Arbeit seines Teams gewährt.

Die IHK Potsdam hat zu Ihren Kammermitgliedern nicht nur den direkten Kontakt, sondern setzte in den letzten Monaten auch wichtige eigene Impulse, um Unternehmen in der Ausnahmesituation als Interessenvertreter zu begleiten.

Das Impulspapier “ Wege aus der Krise“ ist dafür nur eine Beispiel.

2020-06-19 position-wege-aus-der-krise-data

Die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen ist dieser „Ausnahmezeit“ wichtig. Dies wurde von der IHK positiv hervorgehoben und wird auch praktiziert.

 

Besonderen Wert legt man bei der IHK auf die Fachkräftesicherung und den Ausbau der verkehrlichen Infrastuktur, denn Qualität von Arbeit und Mobilität von Unternehmen und Mitarbeitern sind wichtige Bausteine für Zukunfts – und Unternehmererfolg und darüber hinaus zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region. Für mich war der Besuch nicht nur informativ, sondern ich nehme auch Anregungen und Hinweise in meine Arbeit mit und bin mir sicher, dass dieses Treffen und der Austausch fortgeführt werden. 

Überbrückungshilfen auf dem Weg!

Seit Monaten hat uns Corona fest im Griff. Es gibt viele Firmen die starke bis komplette Umsatzeinbußen im Vergleich zu den Vorjahren haben, auch in unserer Region. Ich hatte in den letzten Monaten viele Gespräche mit Inhabern und Mitarbeitern dieser Unternehmen. Die Soforthilfen haben geholfen, aber reichen nicht aus. Genau für diese Firmen stellt der Bund nun weitere 25 Milliarden Euro Soforthilfe zur Verfügung.

Es gibt weitere Unterstützung für Einzelunternehmer, kleine und mittelständige Unternehmen und selbständige Angehörige der Freien Berufe. Antragsberechtigt sind diejenigen, welche im Vergleich zum Vorjahr mindestens 60% und mehr Umsatzeinbußen haben.

Ab Freitag den 10.07.2020 können die Anträge über die  Steuerberater(innen), Wirtschaftprüfer(innen) bzw. vereidigte Buchprüfer(innen) gestellt werden. Diese Überbrückungshilfe muss auch diesmal nicht zurück gezahlt werden und wird auf fixe Betriebskosten gewährt. Es werden zwischen 40 und 80 Prozent der betrieblichen Fixkosten von der ILB erstattet. Von Juni bis August, je nach Umsatzausfall, können bis zu 50.000 Euro pro Monat erstattet werden.

Bei Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro pro Monat für 3 Monate und bei Unternehmen bis zu 10 Beschäftigte 15.000 Euro pro Monat für 3 Monate. Es kann aber auch mehr Überbrückungshilfe geben, wenn die Fixkosten höher liegen. Näheres dazu finden Sie in den angehängten Papieren und unter dem Link des Bundeswirtschaftsministeriums.

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

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Es freut mich sehr, dass den Unternehmen weitere Unterstützung zuteil wird, um die Folgen der Pandemie zu überstehen.

 

Lottomittel für Mönchmühle

Es war für mich als Mitglied des Ausschusses für Infrastruktur, zu welchem auch der Denkmalschutz gehört, ein persönliches Anliegen bei der Übergabe der Lottomittel an den Verein der Mühlenbecker Mönchmühle mit dabei zu sein. Benjamin Grimm Staatssekretär der Staatskanzlei hatte am Mittwoch einen Scheck im Wert von 2500 € überreicht, damit sich der Förderverein einen Industrie-Geschirrspüler anschaffen kann, um zukünftig auf Einweg Geschirr zu verzichten. Der Verein möchte umweltbewusst in die Zukunft gehen. Die Gemeinde Mühlenbecker Land komplettierte dies mit einem weiteren Scheck in Höhe von 5000 € für das notwendige Geschirr. Nun können Veranstaltungen des Vereins „umweltschonend“ stattfinden.

Komplettiert wurde dieser Tag durch die Vergabe der Ehrenamtspreise der Gemeinde an diesem historischem Ort, welcher in naher Zukunft 800 Jahre Geburtstag feiern wird. Ausgezeichnet wurden Sabrina und Stefan Senkel, zwei aktive Feuerwehrleute, die sich vor allem in der Arbeit der Jugendwehren engagieren und Jutta Rüdiger für ihr besonderes Engagement in der Seniorenbetreuung bei der Volkssolidarität. 

Vom Bürgermeister Filippo Smaldino erhielt der Förderverein der historischen Mönchmühle die Zuwendung in Form eines Barschecks, wofür sich der Vorsitzende Claus Schwartzer herzlich bedankte. Sein besonderer Dank ging an Siegbert und Waltraud Huhn, die sich in letzten Jahren mit “ Leib und Seele“ eingebracht haben und dafür von der Gemeinde als dritter Preisträger des Tages ausgezeichnet  wurden. Eine tolle Würdigung des Engagements im Ehrenamt und für die Erhaltung von Denkmälern. Alle Preisträger trugen sich in das „Goldene Buch der Gemeinde“ ein und somit bleibt Ihre Würdigung auch für die Zukunft ein Vorbild.

Ich empfinde es als sehr wohltuend, zu sehen wie die denkmalgeschützte Mühle in den letzten Jahren restauriert wurde und sich so viele Menschen dafür einsetzen, dieses Kleinod zu unterhalten und zu gestalten.

 

Allen Preisträgern meinen Glückwunsch.

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