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Stark wie ein Baum – Lebensträume in Grüneberg

 

Vor allem Familien mit schwer erkrankten Kindern haben es oft besonders schwer, sich den alltäglichen Belastungen zu entziehen. Die Sorgen der Eltern um das Wohl des Kindes, der eigenen Erwerbstätigkeit, aber auch die Angst möglicherweise Geschwisterkinder zu vernachlässigen, treibt sie um. Auf dem Hof Grüneberg können sie sich eine Auszeit von ihrem oft schwierigen Alltag nehmen und an sozialen und ökologischen Projekten teilhaben. Auch finanziell schwächer aufgestellten Familien ist dies über die Hof-Grüneberg-Stiftung möglich. Im Rahmen der Verleihung des Barbara-Zürner-Umweltschutzpreises 2021 wurde ich auf dieses Projekt im Löwenberger Land aufmerksam. Herr Dr. Johannes Brüning vom Hof Grüneberg weckte bei der Preisverleihung mein Interesse und für mich stand fest: „Das schaue ich mir vor Ort an“. Da hier soziales Engagement, ökologische Vielfalt und wirtschaftlicher Erfolg für die Region zusammen kommen, habe ich mich gefreut, dass so kurzfristig ein Termin mit dem Team um die Familie Brüning möglich wurde. Gefreut hat mich, dass auch unsere neu gewählte Bundestagsabgeordnete und Tony Sieg als Gemeindevertreter und SPD Ortsvereinsvorsitzender mit dabei sein konnte.

Naturschutz trifft auf soziales Engagement

Bei unserem Besuch ließen wir, die  Bundestagsabgeordnete Ariane Fäscher und ich, uns von Herrn Brüning die Umstände und den Werdegang des Hofes ausführlich erläutern.

Mit dem Naturschutzprojekt „Stark wie ein Baum“ haben sich die engagierten Grüneberger zudem einem Umweltprojekt verschrieben, welches zugleich auch Teil des Sozialprojektes auf ihrem Hof ist. 531 Obstbäume, ausschließlich alte Hochstamm-Sorten – Apfel-, Birnen-, Quitten- und Pflaumenbäume – pflanzte die Familie mit vielen Helfer*innen und errichtete somit eine Streuobstwiese, welche nicht nur den Besuchern des Hofes, sondern auch der heimischen Tierwelt zu Gute kommt. Mit einer Baumpatenschaft können sich Besucher, Unterstützer und zukünftig auch Unternehmen an der Pflege, aber auch dem sozialen Anliegen der Stiftung Hof Grüneberg beteiligen.

12 € kostet diese Baumpatenschaft im Monat verkündet Johannes Brüning und ergänzt: 6 € davon gehen an den Kinderhospiz- und Familienbesuchsdienst der Caritas, 4 € fließen in die Stiftung Hof Grüneberg und 2 € dienen als Zuschuss für die Baumpflege der Streuobstwiese, welche die Familie mit Hilfe von Fachleuten selbst durchführt. In den Herbstmonaten dürfen die Paten dann selbstverständlich auch die Ernte entgegennehmen. Doch auch mit Mostereien und Betrieben aus der Umgebung will Johannes Brüning Kontakt aufnehmen, um das Obst zumindest zu einem Teil zu verwerten, denn auch für die heimische Tierwelt soll genügend Nahrung übrigbleiben.  Viele Insekten haben sich bereits eingefunden und bereichern das Naturareal. Doch auch größere neue Bewohner sind mittlerweile dazugekommen und auf der Fläche heimisch geworden.

Ursprünglich wollten Johannes und Wendy Brüning-Bartsch dem stressigen Alltagsleben in Berlin entfliehen und sich im schönen Löwenberger Land eine neue ruhige Zukunft aufbauen, als sie Mitte der 2000er einen alten heruntergekommenen Hof in Grüneberg kauften und mit dem Ausbau begannen. Der Arzt, der aus dem Münsterland stammte und seine Frau, ursprünglich in der Sächsischen Schweiz beheimatet lernten sich als Urlaubsbekanntschaft kennen und lieben. Er, der in der Pharmaindustrie arbeitete und rund um die Welt im Einsatz war, begann gemeinsam mit ihr einen neuen Lebensabschnitt in Oberhavel. Der Ausbau des Hofes direkt am Dorfanger und gegenüber der Kirche von Grüneberg gelegen diente in der Vergangenheit als Müllplatz und -lager für die dortige Landwirtschaftliche-Produktions-Genossenschaften (LPG). 14 Jahre lang bauten die Bartsch-Brünings an ihrem neuen zu Hause, richteten Ferienwohnungen ein, gestalteten das Umfeld, bauten eine Pferdehalle, in welcher therapeutischer Reitunterricht gegeben wird und kümmern sich um ihre kleinen und großen Gäste.

Aus dem Wunsch einen Hund und eine Katze und vielleicht auch ein Pferd zu besitzen, wurde ein regelrechter kleiner landwirtschaftlicher Betrieb. Hunde, Katzen, Gänse, Kaninchen, Ziegen und Pferde bestimmen das Bild des Hofes. Ein Angestellter und eine FÖJ-lerin (Freiwilliges Ökologisches Jahr) kümmern sich um die Versorgung der Tiere. Viele Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Jahren allein oder gemeinsam mit ihren Eltern den Hof besucht und in den bis 2017 neu eingerichteten 7 Ferienwohnungen schöne Urlaube verbracht.

Johannes Bartsch-Brüning, Gründer der Stiftung Hof Grüneberg ist stolz darauf, dass alle seine Ferienwohnungen barrierefrei ausgebaut und errichtet sind. Vornehmlich nehmen er und seine Frau Familien mit Kindern auf, die schwere Krankheiten durchlaufen und eine Auszeit nötig haben. Über die Stiftung und mit Hilfe des Caritas-Hospiz-Dienstes wird diesen Familien ein kostengünstiger oder sogar kostenfreier Urlaub im Grünen ermöglicht, den sich viele in einer so schweren familiären Situation sonst nicht erlauben oder leisten würden. Die Auszeit im Grünen, die Tiere, die weitläufigen Felder und Wiesen bis hin zur nun vom Landkreis Oberhavel honorierten Naturschutzprojektidee lassen sie manch schwere Alltagsstunde vergessen.

„Shropies in Grüneberg“

Nachdem das Gelände um die Streuobstwiese zunächst durch einen Zaun vor den durchziehenden Dammwildbeständen geschützt wurde, musste sich Familie Brüning auch Gedanken um die weitere Pflege der Anlage machen. Insgesamt leben auf der Fläche mittlerweile 24 Shropshire-Schafe – eine besondere Gattung, welche keine Triebe von jungen Bäumen frisst – sie halten die Grasflächen kurz, und aus der Wolle hat die Familie derweil warme Jacken herstellen lassen. Doch auch diese Neubewohner benötigen nun Schutz. Da im Naturschutzgebiet, in welchem die Wiese der Familie Bartsch-Brüning liegt auch Wölfe herumstreifen, benötigte es eines stabileren Zaunes. „Bisher haben wir keine Probleme damit“, so Bartsch-Brüning. „Wir leben hier im Einklang mit der Natur, den Tieren und Menschen. Das ist es, was uns wichtig ist und was unser Leben lebenswert macht.“

                                                               

„Der Enthusiasmus von Familie Bartsch-Brüning ist enorm und zeigt, wie wichtig ein Miteinander in unserer Gesellschaft ist“ sind Ariane Fäscher und ich uns schnell einig und sind der Meinung: „Die Verleihung des Umweltschutzpreises an dieses besondere Projekt war eine hervorragende Entscheidung der Jury und hat somit auch das Bewusstsein für die vielen sozialen Projekte der Familie geschärft und sie bekannt gemacht.“

                                                               

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KZ-Außenlager in Grüneberg – Manja Schüle vor Ort

 

Vor 5 Jahren haben sich 5 Jugendliche, nach einem Aufruf über Facebook, zusammen gefunden, um das Projekt „ÜberLagert“ in Grüneberg ins Leben zu rufen. Dabei unterstützte die evangelische Pastorin Ruth-Barbara Schlenker von Beginn an dieses vom Landesjugendring geförderte Erinnerungsprojekt.

In Grüneberg befand sich eines von mehreren Außenlagern des Konzentrationslagers Ravensbrück, in welchem bis zu 1.800 weibliche Häftlinge, verschiedener Nationen, gezwungen wurden, für die faschistische Rüstungsindustrie zu arbeiten. In Grüneberg wurden durch Zwangsarbeit von Frauen u.a. Patronenhülsen produziert. 

Ich war und bin von diesem Jugendprojekt so überzeugt, dass ich Manja Schüle (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur) gebeten habe, sich vor Ort ein Bild zu machen und sie schon Anfang 2020 einlud nach Grüneberg zu kommen. Ich habe mich sehr gefreut, das dies nun möglich war und sich die Ministerin gerne die Zeit genommen hat. Ihr liegt die Jugendarbeit und insbesondere die authentische geschichtliche Auseinandersetzung am „Herzen“. Oft fragte sie bei dem Treffen, wie sich denn die Jugendlichen solche Erinnerungsorte zukünftig vorstellen. Was sollte geschehen, wenn Zeitzeugen in wenigen Jahren nicht mehr von „Erlebnissen“ berichten können? 

Was die Initiatoren sich wünschen, sind ein oder zwei Informationsstelen und einige Sitzbänke zum Verweilen, um an diesem denkmalgeschützten Ort zu verweilen. Sie haben über 5 Jahre recherchiert und dokumentiert. Daran sollen Besucher teilhaben, um über das Leben und Leiden der Frauen an diesem Ort etwas zu erfahren und es für sich nachvollziehen zu können. Dies natürlich auch in digitaler Form, wie der seit 3 Jahren verfügbaren Actionbound App oder die Webseite Grüneberg ERINNERT (grueneberg-erinnert.de)

Bei Ihren Nachforschungen wurden überlebende Frauen dieses Außenlagers von Ravensbrück in Slowenien ausfindig gemacht. Mit diesen haben sich die Jugendlichen bereits getroffen und deren Erinnerungen und Erlebnisse dokumentarisch fest gehalten. Sie stehen auch weiterhin mit Ihnen in Kontakt. Sie haben eine Übersetzerin gewinnen können, welche in dem Altenheim arbeitet, in welchen die überlebenden Frauen heute wohnen. Tony Sieg ist einer der Jugendlichen, welcher dieses Projekt von Beginn an begleitet. Seit 3 Jahren arbeitet auch Julius Röper aktiv mit.

In Ihren Recherchen haben sie erfahren, dass 1945 ein Kind in diesem Lager geboren wurde. Sie erfuhren, das der heutige Rentner in Polen, in der Nähe der Stadt Krakau, wohnt. Sie stehen bereits in Kontakt mit ihm und haben den festen Willen ihn zu besuchen. Dies sollte schon letztes geschehen, doch die Corona Pandemie verhinderte die Reise ins Nachbarland. Ariane Fäscher, SPD Direktkandidatin für den Bundestag, gab einen guten Hinweis, sich für die Fahrt nach Polen an das Deutsch-Polnische Jugendwerk zu wenden. Diese unterstützen Fahrten, welche sich mit der geschichtlichen Auseinandersetzung beider Staaten befassen.

Der stellvertretende Bürgermeister Manfred Telm hat zugesichert, dass Sitzgelegenheiten am Standort des Denkmals sicher nicht ein Problem darstellen sollten. Die Gemeinde unterstützt das Projekt sehr gern, mit den Ihr zur Verfügung stehenden Mitteln.

Ich danke auch allen anderen Anwesenden wie Inga Röper und Emily Marien, aber auch allen Unterstützern die nicht beim Treffen dabei sein konnten. Ich werde es weiterverfolgen und mit Tony dazu im engen Kontakt bleiben.

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3 Wochen „Tour de Noack 2021“

 

So schnell vergeht die Zeit, die Ferien sind vorbei und meine Tour de Noack 2021 habe ich auch beendet.

In der dritten Woche war ich in Kremmen und Hennigsdorf unterwegs und als erstes konnte ich mir einen Einblick in die Sana Kliniken in Sommerfeld verschaffen.

1912-1914 waren die jetzigen Sana Kliniken das ehemalige Tuberkulose Krankenhaus von Berlin Charlottenburg und ist nicht nur unter Denkmalgesichtspunkten ein „Highlight“ in Oberhavel. Es liegt landschaftlich reizvoll in unmittelbarer Nähe des Beetzer Sees – Nein, es ist auch für unser aller Gesundheit einer der herausragenden Standorte in Oberhavel. Der Geschäftsführer des Klinikverbundes Berlin-Brandenburg Herr Christian Quack und die Direktorin des Standortes Frau Wiebke Gröper gaben einen Einblick in Entwicklung und Leistungsprofil des Fachkrankenhausstandortes. Sana wurde 1976 gegründet und ist bis heute zum drittgrößten Privaten Klinikbetreiber gewachsen. Ca. 34.000 Mitarbeiter versorgen jährlich 2,2 Mio. Patienten. Das die einzige pneumologische (Lungenkrankheiten) Rehaklinik sich deutschlandweit in Sommerfeld befindet, werden sicherlich nicht alle wissen. Beim Rundgang zusammen mit Ariane Fäscher unserer Bundestagskandidatin, konnten wir in der Ergotherapie von Herrn Dr. Amelung und dem Sporttherapeut Herrn Kimmel viel zum onlinegeschützten „CASPAR“ Programm erfahren und selbst testen. Frau Dr. Twietmeyer hatte in den letzten 18 Monaten viele Erfahrungen zu Corona Nachbehandlungen in der pneumologische Reha zu berichten. Das Krankenhaus mit all seinen Mitarbeitern (ca. 500) hat im letzten Jahr wie viele andere in der Bewältigung der Pandemie manch „unvorstellbare“ Herausforderung meistern müssen. Die Zeit war zu kurz und ich werde Sommerfeld nochmals besuchen müssen, da ich und mein Team dort auch sehr herzlich und aufgeschlossen empfangen wurden.

Reha Abteilung der Sana Kliniken
Reha Abteilung der Sana Kliniken v.l. Ariane Fäscher, Andreas Noack, Frau Gröper Direktorin, Frau Twietmeyer Ärztin,

 

Danach ging es zurück nach Kremmen. Das Theater „Tiefste Provinz“ hat aufgrund der „verordneten“ Schließung in den letzten 15 Monaten viel durchmachen müssen und zusammen mit Mitgliedern des SPD Ortsvereines Kremmen haben wir über Konzepte, Hilfen und vieles mehr gesprochen und diskutiert. Die Kultur in ländlichen Regionen hat es in der Vergangenheit schon nicht einfach gehabt. Andreas Dalibor und sein Team haben aber den Enthusiasmus auch diese Zeit zu überstehen, auch wenn es Rückschläge gibt und nicht jede finanzielle Hilfe des Staates für sein Projekt angekommen ist. In seinem Theater hätte er für ca. 108 Gäste Platz aber durch die Maßnahmen dürfen nur 50 Gäste teilnehmen, um aber wenigstens kostendeckend arbeiten zu können, müssten es 70 Gäste sein. Andreas Dalibor plant aber Veranstaltungen, um im Gespräch zu bleiben und erwartet bessere Zeiten. Denn sein „Theater soll sich wieder füllen und Kultur erlebbar machen.

vor der Kombüse in Kremmen v.l. Ariane Fäscher, Andreas Dalibor, Andreas Noack

Mit dem Bauausschussvorsitzenden der Stadt Kremmen Ricky Schlichting (von Beruf und Berufung Feuerwehrmann) habe ich mich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses ausgetauscht. Ich kenne den jetzigen Standort und das Projekt für den neuen Standort der Feuerwache. Das dafür Fördermittel des Landes in Kremmen herzlich willkommen sind, machte Ricky Schlichting nochmals deutlich.

 

Am nächsten Tag habe ich das Unternehmen Kurt Eulzer Druck in Hennigsdorf besucht. Hennigsdorf ist nicht nur Stahlstadt, sondern auch die Ideenschmiede und der Produktionsstandort von Millionen Glückwunschkarten. Dafür sorgt die Kurt Eulzer Druck GmbH & Co. KG in der Herrmann-Schumann-Straße, welche im Rahmen meiner „Tour“ kennen lernen dürfte. Die Geschäftsführer des inhabergeführten Unternehmens Reinhard Nowozin und sein Sohn Benjamin Nowozin haben sich nicht nur viel Zeit für mich genommen, sondern waren hoch interessiert vom „Politikgeschäft“ im Land und darüber hinaus Informationen zu bekommen. Das das Unternehmen nachhaltig und energieeffizient arbeitet, zeigen nicht nur die Photovoltaik Anlage auf dem Dach und die entsprechenden Batteriespeicher, sondern auch neue umweltschonende neue Produktlinien. Nachdem ich nach 2 Stunden „schon Löcher im Bauch hatte“ von den vielen Fragen (es ist anzumerken, das beide Geschäftsführer gut informiert und vernetzt in der Region sind) an einen „Berufspolitiker“ haben wir uns die graphische Gestaltung (8000 unterschiedliche Motive) und die entsprechend anspruchsvolle Produktion (nicht nur Druck) angeschaut. Das die Firma zu Beginn in diesem Jahr und auch 2020 mit den Schließungen des finalen Einzelhandels (wo kauft man Glückwunschkarten?) zu kämpfen hatte und hat und wie sie diese mit den Mitarbeitern und den Kunden lösten und lösen, hat mich als „Finanzer“ natürlich besonders interessiert. Aber aus einer Krise kann man auch gestärkt herauskommen und Eulzer Druck erweitert die Geschäftsfelder – hat den Onlinehandel gestartet und neue Produkte implementiert. Zuversicht und Risikobereitschaft auch neu zu denken und zu handeln, gehören bei Eulzer zum unternehmerischen Zeitgeist. Es hat Spaß gemacht zu zuhören und zu sehen wie Mitarbeiter auch „meine Glückwunschkarten“ herstellen. Wie junge Menschen ob im dualen Studium oder als geflüchtete Menschen einen Start ins berufliche Leben oder eine Perspektive im Beruf erhalten. Fachkräfte sucht auch Eulzer und wünscht sich, wie viele Mittelständler, das Ausbildung im Handwerk oder der graphischen Gestaltung Zukunft hat.

 

In den 3 Wochen „Tour de Noack“ habe ich viel Neues in Oberhavel und Umgebung entdecken und erleben dürfen. Es war sehr vielfältig gewesen. Egal ob die Gespräche mit den Bürgermeister*in oder auch Unternehmern aus Kultur, Tourismus, Gesundheit, Landwirtschaft und auch Wirtschaft waren für mich sehr aufschlussreich. Ich nehme die Probleme ernst und werde unterstützend den Betroffenen zur Seite stehen.

Ich danke noch mal allen Gesprächspartnern der drei Wochen. Was mich sehr erstaunt hat, dass alle mit denen ich mich getroffen habe, sehr viel Zeit für mich genommen haben. Auch einen großen Dank gilt die Mitglieder von den Ortsvereinen die mich in meiner Tour in Ihren Orten unterstützt haben: Steven Roltsch Gransee, Christian Hartphiel Templin, Tony Sieg Löwenberger Land und Karsten Peter Schröder Oberkrämer.

Ich bin schon sehr gespannt wo es mich im Sommer 2022 auf meiner „Tour de Noack“ hinführen wird.    

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Rhenus investiert in die Zukunft!

 

Die „Tour de Noack“ führte mich auch zum Logistikunternehmen „Rhenus“ in Velten. Wer hätte gedacht, dass dieses Unternehmen weltweit unterwegs ist und 33.500 Mitarbeiter beschäftigt? Die Logistik ist der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland. Der Standort Velten, in den 90er Jahren entstanden, soll zukünftig den veränderten Markterfordernissen angepasst und erweitert werden. Ich begrüße sehr, das Rhenus langfristig mit dem Standort in Velten plant. Rhenus möchte diesen Standort künftig ausbauen und modernisieren und plant daher, in neue Lagerflächen und innovative Technik zu investieren. Darüber hinaus werden in der Region auch neue Arbeitsplätze entstehen. Das entsprechende Bauleitverfahren ist jüngst auf den Weg gebracht, Grundstückszukäufe wurden in den letzten Jahren bereits realisiert. Der Standortleiter Sven Weichbrodt hat bei unserem Besuch nicht nur die Anforderungen an einen modernen Logistikstandort deutlich gemacht sondern auch Entwicklungsziele des Standortes aufgezeigt. Heute heißt dies nicht nur Waren zu transportieren, sondern den vorwiegenden Industriekunden Service bieten zu können. Dies hat Einfluss auf die Bereitstellung von Gütern für die Produktion bis hin zur Konfektionierung von Fertigprodukten. Die Digitalisierung gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung. Der Standort bietet besondere Lagermöglichkeiten, wie zum Beispiel steuerbare temperaturbezogene Lagerbereiche, welche für einige Industrieprodukte erforderlich sind.

Sven Weichbrodt, bereits 21 Jahre für Rhenus tätig, berichtete von den Aufstiegsmöglichkeiten und den Anforderungsprofilen an Mitarbeiter*innen innerhalb des Unternehmens. Bei einem Betriebsrundgang zusammen mit der Direktkandidatin für den Bundestag Ariane Fäscher konnten wir einen tiefgreifenden Einblick in die Anforderungen an heutige Logistikunternehmen gewinnen. Herausragende deutsche und internationale Unternehmen nehmen die Angebote und Leistungsfähigkeit des Logistikers in Anspruch, um im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können.

Mich interessierten Fragen um die verkehrliche Belastung bei der Erweiterung des Standortes, da heute leider noch viel zu viel Warentransport über die Straße und nicht über die Schiene abgewickelt wird. Langfristig müsste es aus meiner Sicht für diesen Standort, welcher ja unmittelbar an der Bahntrasse liegt und ausgestattet mit einer eigenen Bahnanbindung ist, Zukunftsperspektiven für den „Transport per Schiene“ geben. Dass dies derzeit nicht möglich ist, hat einerseits seine Ursache in der Art von Waren, die umgeschlagen werden und andererseits mit der Unbeweglichkeit der Dienstleiter auf der Schiene zu tun.

Ich werde die Entwicklung des Standortes weiterverfolgen und begleiten, da schon in den nächsten Jahren, nach den aktuellen Planungen des Unternehmens, die ersten wesentlichen baulichen Veränderungen (Erweiterungen) am Standort umgesetzt sein sollen. Damit wird sich auch das Erscheinungsbild des Unternehmens entlang der Berliner Straße verändern.

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Oberhavel erleben – Tour de Noack 2021

 

Die „Tour de Noack“ hat in der zweiten Ferienwoche begonnen. In der ersten von drei Wochen war ich in meinem Betreuungswahlkreis Lychen, Fürstenberg /Havel und Gransee unterwegs. Es ist mir wichtig auch dort vor Ort mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Durch die Corona Pandemie habe ich jetzt erst die Gelegenheit gehabt, mich mit der Bürgermeisterin von Lychen Karola Gundlach zu treffen. Die Stadt liegt inmitten von Seen und ist daher ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Es gibt viele Themen die Lychen bewegen die Kommunalfinanzen, der Tourismus, Infrastruktur aber auch die Badesicherheit vor Ort. Lychen hat neben dem Tourismus auch viele Handwerksbetrieb, welche trotz Pandemie ihre Arbeit fortsetzten konnten und somit Steuereinnahmen für den Ort generierten. Die Campingplätze waren von den Einschränkungen nicht so stark betroffen, wie Ferienhausvermieter oder auch Hotelbetriebe. Dadurch waren die Plätze immer gut ausgelastet und ach Kurtaxen konnten erhoben werden. Christian Hartphiel, Stadtverordneter von Templin, konnte mich beim Termin begleiten. Beide haben mir von Ihrer Arbeit vor Ort berichtet und ich konnte mir einen guten Einblick verschaffen.

Am Nachmittag traf ich Robert Philipp den Bürgermeister von Fürstenberg. Mit ihm habe ich viel über Kommunalfinanzen aber auch über die B96 gesprochen. Beide Bürgermeister*in haben mir in den Gesprächen auch wiedergespiegelt, dass sich die Zusammenarbeit gemeinsam mit den Stadtverordneten schwieriger als in der Vergangenheit gestaltet, da die Grenzen des Haushaltes der Gemeinden Grenzen setzen. Deutlich wurde aber auch, das beide Städte sich in den letzen Jahren sehr positiv entwickelt haben.

Meinen zweiten Tag begann ich in Großwoltersdorf im Gut Zernikow. Thomas Löwe von der Aqua Zehdenick führte mich über das Gut und hat mir viel von der Geschichte des Gut Zernikow berichtet. Immer noch werden Räume aufwendig saniert, was auch Dank von Fördermitteln des Denkmalschutzes aus dem Leader Programm erfolgt. Auf dem Gut liegt auch der Ursprung der Seidenraupenzucht in Deutschland. Diese Raupen ernähren sich ausschließlich von frischen Blättern des Maubeerbaums und können dann ihre Seidenfäden spinnen. Es gibt eine kleine Ausstellung zur Geschichte dieser Zucht und des Gutes. Für das leibliche Wohl wird auch gesorgt. Familie Koch hat in einem ehemaligen Schafstall eine Crêperie „Bric á Brac“ eröffnet in dem u.a. herzhafte Galettes und süße Crêpes serviert werden. Aber auch Ferienwohnungen werden auf dem Gutshof angeboten. Es ist ein Besuch wert. Für jeden ist was dabei egal ob klein oder groß.

                                                                                           

Am Nachmittag führte mich mein weiterer Termin zum Stechlinsee nach Neuglobsow. Prof. Dr. Mark Gessner des Leibnitz Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei hat mir einen Einblick in seine Arbeit vor Ort gegeben. Als ich ankam war ich sehr überrascht was im Wald zum Vorschein kam. Zu Spitzen Zeiten arbeiten dort ca. 80 Mitarbeiter aus verschiedensten Ländern. Das Limnologische Institut untersucht die Veränderungen im Wasser unter Zugabe unterschiedlicher Nährstoffe. Meistens werden in den Versuchen Phosphor zugegeben. In dem Seelabor mit 24 einzelnen Becken (abgetrennt vom See), werden diese Veränderungen in der Praxis untersucht. Nur so kommt man zu realistischen Erkenntnissen zur Veränderung in unserer Umwelt. Jeder einzelne Versuch vor Ort, wird von der unteren Wasserbehörde genehmigt. Es werden keine Schadstoffe dem See hinzugefügt. Dass ich die Möglichkeit hatte mit dem Boot mir das Seelabor als „Reallabor“ anzuschauen, war faszinierend. Dies erlebt man ja nicht jeden Tag.

                                                                                            

Am dritten Tag meiner Tour stand Fürstenberg/Havel und Gransee auf dem Plan. Begleitet hat mich unsere Direktkandidatin für den Bundestag Ariane Fäscher. Der erste Halt war die „Alte Rederei“, eine kleine Gastronomie und Hotellerie mit vielen touristischen und kulturellen Angeboten wie z.B. auch ein kleines Kino. Mit dem Inhaber Michael Wittke haben wir über die aktuellen Probleme nach und während Corona gesprochen aber auch die B96 war natürlich Thema unseres ausgiebigen Gespräches. Nachdem die „Alte Reederei“ im letzten Jahr nicht öffnen konnte, versucht man in diesen Wochen wieder Fuß zu fassen.

In Anschluss daran haben wir die Bildungsstätte „Waldhof Zootzen“ besucht. Frau Klinghardt, die Leiterin des Objekts, hat uns mit Leidenschaft von Ihrer Arbeit vor Ort erzählt. Vor einem Jahr hat die SPI Stiftung dieses Objekt in mitten der Corona Pandemie übernommen und versucht Ihre pädagogischen Angebote in die Tat umzusetzen. Im Waldhof sind nicht nur Schulklassen und Feriengruppen gern gesehen, sondern auch Familien die mitten in der Natur Urlaub machen möchten. Darüber hinaus kann man die Räume auch für Veranstaltungen, Schulungen etc. buchen. Frau Klinghardt möchte in der Zukunft noch viele Projekte vor Ort umsetzten und dafür habe ich Ihr meine Unterstützung weiterhin zugesagt.

Der letzte Termin in meiner ersten Woche brachte mich nach Gransee zu Mario Gruschinske und Nico Zehmke. Nachdem ich beim Spatenstich des Gesundheitszentrums im letzten Jahr dabei war wollte ich mir einen Eindruck verschaffen wie weit der Bau vor Ort fortgeschritten ist. Es war schön zu sehen wie es seine Gestalt annimmt. Weiter ging es zum Kloster von Gransee. Auch dieses Objekt wird saniert und wartet auf seine kulturelle Nutzung. Nur durch zugesicherte Fördermittel sind diese Objekte für Gransee umsetzbar. Viel Herzblut steckt in diesem historischen Kloster was einst auch mal eine Schule war. Durch einen Großbrand 1604 wurde die Klosterkirche, und 1711 durch einen weiteren Brand der westliche Flügel mit Kreuzgang zerstört. Nur noch der östliche Klausurflügel mit Kreuzgang ist erhalten. Gransee hat mit der Sanierung der Innenstadt Identität gestiftet und die Bürger machen mit.

                                                                                                    

 

Diese Woche war in unterschiedlichster Weise sehr interessant gewesen. Ich danke, allen das sie sich so viel Zeit für mich genommen haben und ich so viel neue Einblicke mitnehmen konnte.

Ich bin schon sehr gespannt was mich in meiner zweiten Woche im Löwenberger Land, Oberkrämer und Velten erwartet.

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Kulturministerin zu Besuch in Grüneberg

 

Eine Ministerin für Kultur zu Besuch im Löwenberger Land. Da denkt der „Städter“ vielleicht, was hat das landwirtschaftlich geprägte Dorf Grüneberg mit Kultur zu tun. Ganz klar! Da unser Oberhavel vielfältig und interessant ist, kommt Kultur „am Dorf“ nicht vorbei. Der gemischte Chor aus Grüneberg hat in diesem Jahr noch viel vor.

Auf meine und Ariane Fäschers Einladung hin, wurde die Ministerin Manja Schüle vor Ort, bei schönstem Sonnenschein, durch Bürgermeister Bernd Christian Schneck, Chorleiterin Christina Wacker  und den Chormitgliedern Elfriede Kloss und Doris Pohlandt am vergangenen Freitag begrüßt. Wir trafen uns im Dorfgemeinschaftshaus, der ehemaligen Dorfschule von Grüneberg. Heute ist dort ein Teil des Hortes integriert und im Obergeschoß hat der Jugendclub sein zu Hause. Aber auch Senioren treffen sich dort, um zu singen, Karten zu spielen oder einfach nur beeinander zu sein.  Frau Wacker (Vorsitzende des Chors) berichtete vom Zusammenhalt in der Gemeinde und wie dieser täglich zwischen Jung und Alt ge- und erlebt wird.

Aus diesem Zusammenhalt heraus ist die Idee des Chores entstanden, ab Herbst Workshops anzubieten. Gemeinsam Musizieren – zugezogen und gebürtige Grünberger, jüngere und an Lebenjahren ältere, sollen angesprochen werden, um gerade nach der Pandemie das Zusammensein wieder zu erleben.

Um dieses Projekt zu unterstützen und es kennen zu lernen, besuchte die Kulturministerin Manja Schüle Grüneberg.  Sich authentisch vor Ort ein Bild machen und mit den „Machern“ ins Gespräch zu kommen, stand im Mittelpunkt des Besuches. Die Ministerin gab schon mündlich Ihre Zusage das Projekt zu unterstützen. Der Antrag auf Förderung ist gestellt und mit bis zu 6.000 € Unterstützung kann der Chor in Grüneberg rechnen. Damit können unter anderem Musikinstrumente gekauft und die Workshops organisiert werden.

Meine Unterstützung ist den engagierten Grünebergern sicher und auch unsere Bundestagskandidatin Ariane Fäscher, selbst Sängerin, war begeistert von dem Engagement vor Ort. Kleine Vereine zu unterstützen und den ländlichen Raum zu stärken ist mir politisch wichtig und ich freue mich schon jetzt im Herbst dabei zu sein, wenn das Projekt startet.

 

 

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Herzlichen Glückwunsch zu 30 Jahren Bürgermeister!

 

Heute ist ein besonderer Tag, vor 30 Jahren wurde Bernd-Christian Schneck erstmals zum Amtsdirektor von Löwenberg gewählt. Die Bürger*innen der neu entstandenen Gemeinde Löwenberger Land wählten ihn 1997 zu ihrem ersten Bürgermeister – Und diesen Job macht er bis heute! Er ist wohl der „dienstälteste“ Rathauschef von über 400 Gemeinden in Brandenburg.

Die Bürger haben immer wieder viel Vertrauen in Ihn gesetzt – und offensichtlich hat er dieses über die vielen Jahre auch bestätigt. Er ist und war immer ein „Bürgermeister zum Anfassen“ – Immer in allen Ortsteilen präsent – immer nah an den „kleinen“ und „großen“ Problemen der Gemeinde dran. Und all dies auch mit einem „optimistischen Lächeln“ und manchmal auch mit einem Lachen verbunden. Viele Projekte im Löwenberger Land hat er angepackt und umgesetzt; Feuerwehr, beim Radwegeausbau, bei Kitas, Schulen und vielem mehr. Auch im Wohnungsbau hat er seine“Spuren“ hinterlassen – Älteren und Jüngeren die Möglichkeit zu geben „eine Heimat“ zu haben – sich wohl zu fühlen in „ihrem Dorf“ – das war und ist ihm wichtig. Selbst nach 30 Jahren ist von „Amtsmüdigkeit“ nichts zu spüren. Das Großprojekt der Fortentwicklung des Schulzentrums in Löwenberg mit neuer Turnhalle und zusätzlichen Klassenräumen ist ein Herzensprojekt, welches umgesetzt werden soll.

Seit Jahren setzt er sich für den stündlichen Halt des RE 5 am Bahnhof Löwenberg (Mark) ein. Schon Morgen am 04. Mai werden wir zusammen mit Ina Kreutzmann von der Bürgerinitiative die Unterschriftensammlung im Ministerium für Infrastruktur in Potsdam übergeben. Ich bin stolz und freue mich sehr, Ihm heute, gemeinsam mit unserer Bundestagskandidatin Ariane Fäscher, zu seinem Dienstjubiläum und natürlich auch nachträglich zum „runden“ Geburtstag meine Glückwünsche überbracht zu haben. Bernd-Christian Schneck genießt das Ansehen seiner Löwenberger*innen und darüber hinaus die Anerkennung von Bürgermeistern*innen, von Landes- und Kommunalpolitikern. Er ist eben nicht nur „Chef“ einer Verwaltung und ich wünsche Ihm und uns, dass er dies möglichst noch lange mit Freude und Einsatz weiter macht.

Herzlichen Glückwunsch lieber Bernd-Christian Schneck!