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Wie kommt die D-Mark von Potsdam nach Oranienburg?

 

Im Rahmen „30 Jahre Deutsche Einheit“ ist seit Anfang Oktober im Landtag in den Räumen der Fraktion eine besondere Ausstellung zu sehen. Ich habe wie viele meiner Fraktionskollegen die Möglichkeit genutzt, auch einige meiner Erinnerungen aus 1990 wieder zu geben. Die Zeit um die Wiedervereinigung war im Rückblick sicherlich eine ganz besondere und mit dem „Heute“ nicht zu vergleichen.

 

1990 – Das Jahr der Veränderungen

Für mich war der 6.Mai 1990, der Tag der ersten freien Kommunalwahlen in der DDR einer der bewegenden Tage des Einheitsjahres. Plötzlich war ich als 24-jähriger Kreistags- und Stadtverordneter in Oranienburg und Velten. Damals ging es ohne Vorbereitung mit einem extremen Anspruch auf Veränderung sofort an die Arbeit und ein „Handbuch vom Übergang vom Sozialismus in den Kapitalismus“ gab es nicht. Am 1.Juli hatten wir eine neue Währung und die letzte DDR-Regierung bemühte sich redlich einen „Einheitsvertrag“ mit ostdeutschen Inhalten zu verhandeln. Trotz der Freude über die gewonnene Freiheit hatten wir viele Sorgen – Weder eine Stadt – noch eine Kreisverwaltung waren vorbereitet und die „neuen Abgeordneten“ – welche nun entscheiden mussten auch nicht. In gewisser Weise haben wir bei „Null“ angefangen und dies mit vielen neuen Köpfen – Es war aber auch eine „riesige Chance“ – nur Zeit darüber nachzudenken blieb mir damals nicht.

Wie ändern wir kurzfristig die erbärmlichen Zustände von behinderten Kindern in einem Veltener Pflegeheim, Grundstücksfragen – nächtelange Sitzungen – Wie kommt die D-Mark von Potsdam in den Kreis Oranienburg, denn Löhne mussten gezahlt und Rechnungen beglichen werden – Was wird aus den Mitarbeitern von Einrichtungen, welche plötzlich in der Zuständigkeit des Kreises oder der Stadt lagen – Fragen über Fragen und nicht auf jede hatte ich damals eine Antwort. Ich war da aber nicht alleine. Genossen der SPD aus Berlin Tegel oder der Innenminister von NRW Herbert Schnoor waren genauso eine Stütze, Ansprechpartner und Hilfe, wie viele engagierte Bürger, welche alle ein Ziel hatten: Ein besseres, ein sozialeres und ein demokratisches Land zu gestalten. Eine bewegende Zeit, welche mich bis heute prägt.

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Junge Ärzte für Oberhavel

Wer Medizin studiert und später gerne in einer kleinen oder mittleren Gemeinde Menschen helfen möchte, kann sich jetzt für das Brandenburger Landärzteprogramm bewerben. Noch bis zum 15. Februar läuft die Frist für die zweite Runde in dem Stipendienangebot, das die Landesregierung zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg im vergangenen Jahr aufgelegt hat. Auch in Oberhavel soll sich damit künftig die Gesundheitsversorgung stabilisieren und verbessern. Wir brauchen junge Ärztinnen und Ärzte, insbesondere im Norden unseres Landkreises. Die Attraktivität von Brandenburg steigt für medizinische Nachwuchskräfte auch dank des Landärzteprogramms in Brandenburg.

Die Studierenden können vom 1. April an ein Stipendium von 1000 Euro monatlich erhalten. Verbunden ist damit die Verpflichtung, nach dem Abschluss mindestens fünf Jahre lang als Ärztin oder Arzt in ländlichen Regionen Brandenburgs zu praktizieren. Dazu zählt insbesondere in Oberhavel Hennigsdorf, Oranienburg sowie Gransee und Zehdenick. Landärzte arbeiten nicht ab vom Schuss, sondern mitten im Leben. Sie haben den direkten Kontakt zu ihren Patientinnen und Patienten und erfahren jeden Tag, wie wichtig und wertvoll ihre Tätigkeit ist.

Teil des Programms sind auch Co-Stipendien über 500 Euro pro Monat für angehende Mediziner, die bereits durch eine Kommune oder einen Krankenhausträger gefördert werden. Alle Stipendien laufen längstens für die Regelstudienzeit von 75 Monaten. Zur Anstellung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung durch bereits niedergelassene Ärzte ist ein Zuschuss bis 5.760 Euro monatlich möglich, für höchstens fünf Jahre. Dafür kommen viele Fachrichtungen in Frage, von Allgemeinmedizin über Kinder- oder Frauenheilkunde bis zu HNO-Ärzten. Dieses Programm dient dazu, Ärzte auszubilden und in der Region zu verwurzeln, um unser aller Gesundheitsversorgung zu sichern.

In der ersten Runde des Landärzteprogramms im Spätsommer 2019 war die Nachfrage groß, auch ich rechne diesmal mit vielen Interessenten. Das Programm läuft bis 2027; in dieser Zeit sollen bis zu 200 Medizinstudierende von den Stipendien profitieren und sich für eine Arbeit im ländlichen Raum Brandenburgs entscheiden. Ich würde mir wünschen, dass dieses Programm dazu beiträgt, dass möglichst viele von ihnen dann auch dauerhaft in unserem Landkreis bleiben.

Weiterführende Links:

www.kvbb.de/praxis/studium-weiterbildung/foerderprogramm/stipendium/

www.kvbb.de/fileadmin/kvbb/dam/praxis/studium/foerderprogramm/karte_foerderregionen_nach_lep.png

 

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Für Oberhavel – Kreistag konstituiert!

Am 19. Juni 2019 hat sich der Kreistag Oberhavel konstituiert, dem auch ich als Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender der SPDLGU Kreistagsfraktion weiterhin angehören werde. Über mein Wahlergebnis im Wahlkreis II (Hennigsdorf,Velten,Oberkrämer) habe ich mich sehr gefreut.

In seiner ersten Sitzung nach der Wahl wird der Vorsitzende des Gremiums gewählt. Die CDU, zweitstärkste Fraktion im Kreistag Oberhavel, hatte Dr. Wolfgang Krüger aus Bärenklau für den Vorsitz vorgeschlagen und nachdem dieser mit einem deutlichen Ergebnis gewählt wurde, habe ich als Fraktionsvorsitzender gratuliert und meinen Wunsch auf eine gute Zusammenarbeit für Oberhavel zum Ausdruck gebracht. Meine Fraktion ist mit 12 Abgeordneten im Kreistag Oberhavel vertreten und wird mit dem Hennigsdorfer Stadtverordnetenvorsitzenden Frank Schönfeld ebenfalls im Präsidium des Kreistages vertreten sein. 

 

Frank Schönfeld erhielt in geheimer Wahl 47 von 56 Stimmen. Mit Frau Petra Bajorat-Kollegger (Grüne – Bündnis 90) und Dr. Jutta Franz-Reichel (Die Linke) wurden nach mehreren Wahlgängen 2 Frauen für den 2. und 3.Stellvertreter in das Präsidium gewählt. Gegen 18:50 Uhr endete die konstituierende Sitzung im Kreistagssaal in der Havelstraße 3 in Oranienburg bei an diesem Tag immer noch tropischen Temperaturen.

Zwischen den Wahlgängen wurden aber auch Abgeordnete aus der nun zu Ende gegangenen Wahlperiode verabschiedet, welche entweder nicht wieder angetreten sind bzw. nicht in den Kreistag gewählt wurden. Aus unserer Fraktion (2014-2019) waren Jutta Lindner, Lutz Tornow und Karsten Peter Schröder anwesend. Ihnen wurde für Ihren Einsatz und ihr Engagement gedankt. Ich finde, eine tolle Geste gegenüber den Ehrenamtlern.                                                                             

 

 

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